Das Heft für den SEPTEMBER ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
KULTURMAGAZIN
Kunst auf die Kette kriegen – Das LackStreicheKleber-Festival wird mobil
Definitiv eine kulturelle Bereicherung des Sommers – Die letzte Kulturinsel
Dresdner Literaturfestival »LiteraturJetzt!« macht das Dutzend voll
Die Krise als Chance nutzen – Grooveamt Records eröffnet in der Dresdner Neustadt
Das Musikfest Erzgebirge findet statt
Amerika vor der Haustür – Der Forstbotanische Garten Tharandt
Mit »Wendekinder – Brückenbauer« widmet sich das »Haus der Kirche« den biografischen Veränderungen in 30 Jahren Deutsche Einheit
Das tjg startet ohne Motto, aber mit optimistischen Plänen in die neue Spielzeit
Die Sonderausstellung im Militärhistorischen Museum über die Kaiserzeit lässt Fragen offen
FILM
Bunte Splitter – Das Filmfest Dresden wird hybrid
Die »Wild«-Edition des »Neiße Filmfestival« in der Lausitz
Beim 3. »Elbe Dock« die junge europäische Dokumentarfilmszene kennenlernen
Jean Seberg – Against All Enemies – Biografisches Drama mit Kristen Stewart als Amerikas Novelle-Vague-Ikone
aktuelle Besprechungen: Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde; Der flüssige Spiegel; Corpus Christi; Kiss me Kosher
MUSIK
Rastlos und Freigeist – Sofia Portanet im Interview (auch online)
Himmel über Prohlis – Die Dresdner Sinfoniker spielen auf Dresdens Hochhausdächern
Mike Skinner alias The Streets meldet sich mit »A Grand Don’t Come For Free« furios zurück
Tonträger: Tricky – »Fall To Pieces«; The Everettes – »s/t«; Lasse Reinstroem – »Rasputiza«
BÜHNE
Sex, Gewalt und andere urbane Grausamkeiten – »Loretta!« / »Genie und Verbrechen« aus George F. Walkers Zyklus »Suburban Motel« am Kleinen Haus (auch online)
Als Dresden einer Mondlandschaft glich – »Schlachthof 5« als bildgewaltiges Spektakel in Hellerau
aktuelle Besprechung: Die Spielbühne Freital feiert mit »Charleys Tante« den Sommer
KUNST
Barlach als Experimentator – Die Retrospektive im Albertinum zeigt den großen Holzbildhauer als Suchenden
Mensch und Natur – ein Verhältnis: »Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer« im Kunsthaus Dresden
LITERATUR
»Ein Gedicht muss losgehen« – Zur Lyrik-Anthologie »denkzettelareale«
Zu Michael Scharangs Roman »Aufruhr«
Zu »Das Leben der Surrealisten« von Desmond Morris
DRESDNER MINIATUREN
Stefan Hasselmann – Heimkehr
SERVICE
Adressen
Filmstarts
Freikarten
Galerien & Museen
Impressum
Kleinanzeigen
Kleinanzeigen-Coupon
Konzert-Vorschau
Literatur Live
Neu im Theater


Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Bürgerbeteiligung ist ein verfassungsmäßiges Recht. Um dem gerecht zu werden, ist es möglich, auf der Internetseite dresden.de eine e-petition einzureichen und nach Mitstreitern zu fahnden. Der Petionsausschuss des Stadtrates prüft die Petitionen, beantwortet sie und gibt sie gegebenfalls auch als Empfehlung in den Stadtrat weiter. Im Unterschied zu verschiedenen anderen Petitionsforen, auf denen inzwischen zuhauf Bekenntnis zum Klassenstandpunkt und zu banalen bis irrigen Vorschlägen abgelegt werden kann, hat die e-petition den Charakter, zumindest formal, von den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung auch beachtet zu werden. Zu den bereits gelaufenen Petitionen finden sich Zwischenberichte und Antworten. Wirft man einen Blick auf die derzeit aktiven Petitionen, so lässt sich sagen, dass sich zum einen die Bürgerbeteilung erstaunlich in Grenzen hält und zum anderen inhaltlich nicht unbedingt eine große Bandbreite zu erkennen ist. Treibt die Dresdnerinnen und Dresdner denn nichts anderes in ihrer Stadt um als die Kita-Gebühren und die Verkehrssicherheit von Radfahrern und Fußgängern? Sei es, wie es sei. Die Petition gegen die Kündigung der derzeitigen Betreiber der St. Pauli-Ruine findet hoffentlich viel Zustimmung und die Forderung nach Errichtung öffentlicher Luftpumpstationen hört sich innovativ und nachvollziehbar an. Aber die schönste Petition ist ohne Zweifel der Vorschlag, den Dresdner Fernsehturm am jetzigen Standort abzubauen und auf dem Altmarkt wieder zu errichten. Schlüssig trägt Julian G. Liberbier vor, wie dies Vorhaben allen zum Vorteil gereichen möge: die Verkehrsanbindung und Erreichbarkeit – kein Problem. Dresden hätte ein Wahrzeichen am prominenten Ort, das auch noch baulich mit dem Kulti korrespondiert – Satisfaction für die Anhänger der Ostmoderne. Vom supertollen HandyEmpfang für die ganze Innenstadt ganz zu schweigen. Allerdings hat das für uns wichtigste Argument bislang noch keinen Niederschlag gefunden: Mit einem Fernsehturm in Citylage könnte sich Dresden in eine Reihe mit Berlin, Paris und Toronto stellen und demnach fernsehturmmäßig weltweit in der allerersten Liga mitspielen. Das hieße dann nicht mehr und nicht weniger, als die Bedeutsamkeit Dresdens endgültig auf die Spitze zu treiben. Wir sind dafür.
JANA BETSCHER
Bunte Splitter – Das Filmfest wird hybrid. Es schien ein Blick in die Zukunft zu sein, als auch das 32. Filmfest Dresden in den September verlegt werden musste. Denn zeigt uns das Plakatmotiv mit dem von Scherben umgebenen Menschenkopf nicht auch unbewusst die Zerbrechlichkeit der Kultur in Krisenzeiten? Mit einem marginal veränderten Programm hat sich das Kurzfilmfestival bestmöglich an die aktuelle Lage angepasst. Von den Erfolgszahlen der letzten Jahre mit mehr als 70.000 Besuchern, kann man diesmal jedoch nur träumen. Die Plätze in den auf diverse Dresdner Kinos verteilten Spielorten sind aufgrund der Hygienevorschriften stark begrenzt. Der Ausblick auf das in digitale wie analoge Formate aufgesplitterte Programm lässt trotzdem wieder auf eine große Vielfalt hoffen. DRESDNER-Autor Martin Krönert fasst zusammen, was euch in den Wettbewerben und Sonderprogrammen vom 8. bis 13. September erwartet; auf Seite 10.


Kunst auf die Kette – LackStreicheKleber wird mobil. Beim Dresdner Urban-Art-Festival »LackStreicheKleber« dreht sich dieses Jahr alles um die Verbindung von Urban Art und Fahrrädern. Das Motto lautet dementsprechend: »Von echten Farben auf zwei Rädern«. Eine Ausstellung, die sich diesem Thema aus verschiedenen Perspektiven annimmt, wird dabei konsequenterweise nicht im geschlossenen Raum stattfinden, sondern direkt auf der Straße, also dort, wo Urban Art auch entsteht. DRESDNER-Autor Stephan Zwerenz hat sich mit Mitorganisator Jens Besser unterhalten und die dahinter stehende Idee und Programmatik einmal genauer angeschaut; auf Seite 4.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.