Das Heft für den JUNI ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
MAGAZIN
Studieren in der Warteschleife – Studies berichten, wie es ihnen bisher im Home Office ergangen ist (auch online)
»WeinBerg-KulTour« durch die Oberlößnitz
Ein gewiefter Lügner – Danger Dan im Interview (auch online)
Es rumort in der freien Szene – beispielhaft am Verein »Villa Wigman«
Künstler im Lockdown – im Porträt: Opernsängerin Sarah Alexandra Hudarew
Die Dresdner Musikfestspiele starten mit Streaming-Woche und Juni-Festival
Coloradio – Ein Sender so bunt wie seine Macher (Interview auch online)
Sommertheater in Dresden
Bücher’s Best ohne Ladenkater
die Verbrauchergemeinschaft feiert 30. Geburtstag
KULTURREPORT
»Sie unterscheiden wie wir Menschen, wen sie mögen und wen nicht« – Orang Utans bekommen endlich ein neues Zuhause im Dresdner Zoo
Im Interview: der Primatenforscher Daniel Hanus (auch online)
FILM
Neue Geschichtsschreibung – Das zehnteilige Serien-Highlight »The Underground Railroad« von Barry Jenkins sprengt mit kraftvollen Metaphern die Ketten der historischen Präzision
aktuelle Besprechungen: Mad Love in New York; Voyagers; Framing Britney Spears; Love an Monsters
MUSIK
Improvisation unter der Dorflinde – Tworna entkernen deutsche Volkslieder von jeglicher Tümelei
DJs don’t dance – Purple Disco Machine im Interview (auch online)
aktuelle Tonträger
LITERATUR
Sich erinnern, dass man im Zorn geboren wurde – Zu Claudia Durastantis autobiographischem Roman »Die Fremde«
zu Sophie Passmanns Buch »Komplett Gänsehaut«
zu Matthias Jüglers Roman »Die Verlassenen«
zu Timon Karl Kaleytas Romandebüt »Die Geschichte eines einfachen Mannes«
DRESDEN-RÄTSEL
Wenn die Kauleiste in Porzellan glänzt – Von wem ist die Rede?
SERVICE
Adressen
Galerien & Museen
Literatur Live
Neu im Theater
Impressum
Kleinanzeigen
timer


Liebe Leserinnen, liebe Leser, ein Raunen ging in der Woche vor Pfingsten durch die Stadt: Es soll, kann, darf wieder aufgemacht werden. Sollten die psychisch zunehmend belastenden Zustände des Weggesperrtseins ein Ende finden? Doch das freudig-erregte Raunen wich schnell wieder der inzwischen typischen Pandemie-Konfusion: Wer kann jetzt eigentlich unter welchen Bedingungen öffnen, wie soll sich das mit der Nachverfolgung und den Testnachweisen gestalten und welche Hygiene-Konzepte gelten: die vom letzten Jahr oder ganz neue? Hoffnungsfroher können sich die Veranstalter schätzen, die die Möglichkeit haben, die Kunst open air ans Publikum zu bringen. Lässt sich doch beim Elbschloss Übigau, im Apfelgarten des Soci, im Stallhof oder bei den Picknick-Konzerten das inzwischen kulturentwöhnte Volk leichter in hygienegerechte Bahnen lenken. Bei Theater und Konzerten in geschlossenen Räumen zuckt sich noch nicht ganz so viel, zu aufwendig und vor allem zu weit von der Kostendeckung entfernt sind die behördlichen Vorgaben. Viele haben ja auch noch die gekauften Karten des Vorjahres in der Schublade liegen und hoffen nun auf den Sommer oder auf 2022. Kalt hat es die Kinos erwischt. Sie könnten zwar öffnen, allein ihnen fehlen die Filme. Denn für Kinobetreiber und Filmverleiher ist die Öffnung nur eine Option, wenn die Säle auch ordentlich gefüllt sind. Die avisierten großen Blockbuster werden also so bald nicht in die Lichtspielhäuser kommen und im Sommer fällt der Kinobesuch naturgemäß sowieso niedriger aus. Pünktlich zum Beginn des Sommerlochs am 30. Juni endet übrigens auch die staatliche Hilfe. Bei diesen Aussichten ist es nachvollziehbar, dass bei vielen Veranstaltern, mit denen wir dieser Tage Kontakt hatten, die Freude eher schaumgebremst ausfällt. Dazu kommt auch noch, dass eine kulturelle Institution halt keine Imbissbude ist, die von jetzt auf gleich wieder die Friteusen anheizen kann. So überraschte es doch einigermaßen, als am 18. Mai bekanntgegeben wurde, dass nur wenige Tage später, am Pfingstmontag, der städtische Veranstaltungsbetrieb wieder anlaufen solle. Kulturpolitischer Ehrgeiz hin oder her, aber ein wenig mehr Gelassenheit wäre kein Schaden und würde dem Qualitätsanspruch der Häuser gerechter werden. Jedenfalls sind wir DRESDNER sehr froh, euch wieder einen »timer« präsentieren zu können, der bereits eine Ahnung davon gibt, wie es wieder werden könnte. Freuen wir uns also, dass Live-Kultur wieder möglich ist.
JANA BETSCHER
Menschenaffen im Zoo – Ein neues Haus für Orang-Utans. Im Herbst soll mit dem Bau des neuen Affenhauses im Dresdner Zoo begonnen werden. Die fünf Orang-Utans bekommen dann eine ringförmige Anlage, in die auch andere Tiere wie Glattotter, Riesenschildkröten und verschiedene Reptilien mit einziehen. Hier soll alles auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt sein. Doch gibt auch gegen das neue Affenhaus Protest seitens des Piraten-Stadtrats Martin Schulte-Wissermann und der Tierschutzorganisation »Peta«: Die für das Projekt vorgesehenen Gelder sollten besser in nachhaltige Artenschutzprojekte in Afrika und Südostasien investiert werden. Der Bau eines neuen Affenhauses sei Verschwendung, und die Haltung und Zucht von Menschenaffen im Zoo »widerwärtig und unethisch«. DRESDNER-Autorin Annett hat sich mit dem zooligischen Leiter Dr. Wolfgang Ludwig über das neue Zuhause der Orang-Utans sowie mit dem Primatenforscher Daniel Hanus über die Bedürfnisse von Menschenaffen unterhalten; ab Seite 12, Interview online.


Sound der Heimat – Tworna und das Volkslied. »Warum lieben wir irische Kneipengesänge, argentinische Tangos und französische Musette-Walzer, zucken aber zusammen, wenn es um die Musik unserer Heimat geht?«, fragte sich einst Arne Birkenstock, Regisseur des denkwürdigen Dokumentarfilms »Sound of Heimat«. Für Frieder Zimmermann ist Birkenstocks »Sound of Heimat« der »eigentliche Grund, warum ich bei Tworna bin«. Tworna, das sind Jessica Jäckel, Catherina Other und Frieder Zimmermann. Der Name des ungewöhnlich besetzten Folkmusik-Trios nimmt direkten Bezug zu dem Ort, in dem Catharina und Frieder leben: Quohren. 2020 haben Tworna innerhalb von fünf Tagen 13 Lieder im Castle Studio von Arno Jordan im Schloss Röhrsdorf bei Dohna eingespielt. Mit Markus Reuter als Co-Produzenten ist daraus nun ein fabelhaftes Album entstanden, das »alte deutsche Lieder und Weisen erklingen lässt, als hätten Pj Harvey und Paul Gerhardt unter einer Dorflinde improvisiert.« Heinz K. hat Tworna zum selbstbetitelten Album befragt und stellt das innovative Trio vor; auf Seite 16.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.