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Das Heft für den FEBRUAR ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
KULTURMAGAZIN
Das Interessante am Fremden ist das Fremde selbst – der Schriftsteller Uwe Kolbe zum Thema »Heimat und Identität« (auch online)
»Es ist möglich, Heimat zu gestalten« – Im Gespräch mit Volkskundler Sönke Friedreich über den Heimatbegriff (auch online)
Das Reverberation Fest in Ostpol und Scheune
Ein Heimatfilm mit bärtigen und dicken Kerlen – Im Gespräch mit Johannes Kürschner über seinen Erzgebirgsreport »Winter und harter Winter« (auch online)
Ein Stück Lebensweg – Über das Ringen um den Erhalt von DDR-Kunst im öffentlichen Raum
Wir sind mehr – Die Ergebnisse der DRESDNER-Jahresumfrage 2018
FILM
Der Pianist und sein Bodyguard – Peter Farrellys durchkalkuliertes Drama »Green Book« lässt seine Hauptdarsteller glänzen
»Drachenzähmen leicht gemacht 3«
»Die geheime Welt«
»Sweethearts«
»Frühes Versprechen«
»Die Blüte des Einklangs«
shorts & cuts
BÜHNE
Frag mich, wer ich bin – the guts company verorten sich und Deutschland in »Das Eigene / Heimat«
»Der Reichsbürger« gründet im Societaetstheater seine »Befreite Republik«
Wolfgang Borcherts »Draußen vor der Tür« an den Landesbühnen Sachsen
kurz & bü(h)ndig
KUNST
Gute Aussichten – Die Vielfalt zeitgenössischer Fotografie in den Technischen Sammlungen
Manuel Froliks Foto- und Videoarbeiten in der Städtischen Galerie
art & news
MUSIK
Die Nacht als Hauptbühne – Sophie Hunger im Interview (auch online)
Tönende Vielfalt beim Bandstand in Hellerau
Tonträger: Yak »Pursuit Of Momentary Happiness«, UMFYR »Colours Of Distance«
schall & rausch
LITERATUR
Die Gesichter der Dichter – Eine Foto-Vers-Anthologie
Das kolossale Zerbröseln – zu Didi Drobnas Roman »Als die Kirche den Fluss überquerte«
SERVICE
Adressen
Film
Freikarten
Galerien & Museen
Impressum
Kleinanzeigen
Kleinanzeigen-Coupon
Konzert-Vorschau
Literatur Live
Neu im Theater
PartyZone


Liebe Leserinnen, liebe Leser, »Keine Heimat« sang in den 1980er Jahren die NDW-Band »Ideal« und traf damit den antiamerikanischen, antiimperialistischen Geist der Zeit. Dass in Zeiten, in denen »Imperialismus« etwas euphemistischer mit »Globalisierung« übersetzt werden kann, der Begriff »Heimat« nach Bedeutsamkeit verlangt, ist ebenfalls eine Zeitgeisterscheinung, die seit einigen Jahren verstärkt in die Diskussionen ploppt und zeitgemäß mit maximaler Empörung geführt wird. So wuchert internationalistisch Denkenden sofort die rote Krätze hinter den Ohren, wenn das böse »H-Wort« nur erwähnt wird, wohingegen manche andere sich gern auf ein Heimatbild aus alten Zeiten berufen und dabei nonchalant verschweigen, dass die alten Zeiten selten gut waren. Nun mag es an der Zeit sein, ein wenig Gelassenheit in die Diskussion zu bringen. In dieser Ausgabe haben wir Texte zusammengestellt, die um das Begriffspaar »Heimat und Identität« kreisen. So findet sich die nachdenkliche Reflexion des Schriftstellers Uwe Kolbe neben der wissenschaftlichen Begriffsfassung des Volkskundlers Sönke Friedreich, wie auch ein Porträt der Kommunikationswissenschaftlerin Antje Kirsch, die um den Erhalt von DDR-Kunst im öffentlichen Raum ringt. Das Gespräch mit Regisseur Johannes Kürschner über die Lebensart im Erzgebirge und den Heimatfilm ist gleichermaßen erhellend wie befreiend, ebenso wie die Fragen in der Verortung der guts company nur scheinbar banal sind. »Neue Heimat« scheint der aktuelle Begriffs-Kompromiss zwischen gediegener Geborgenheit und Weltläufigkeit zu sein. So versteht es zumindest der Fernsehkoch Tim Mälzer, der ein Rezeptbuch gleichen Namens im Herbst letzten Jahres vorlegte, in dem er Hausmannskost neu interpretiert. Nun, »Königsberger Klopse nach Art der Abruzzen mit Olivenreis« hatten die Mitglieder des Kuratoriums sicherlich nicht im Sinn, als sie im Januar »Neue Heimat« als Slogan für die Kulturhauptstadtbewerbung Dresdens verfügten. Aber vielleicht kommt es bei einer solchen Aufgabe auch nur auf die richtige Rezeptur an.
JANA BETSCHER
Heimat und Identität – Themen-Special. In dieser Ausgabe haben wir Texte zusammengestellt, die um das Begriffspaar »Heimat und Identität« kreisen. So findet sich die nachdenkliche Reflexion des Schriftstellers Uwe Kolbe neben der wissenschaftlichen Begriffsfassung des Volkskundlers Sönke Friedreich, wie auch ein Porträt der Kommunikationswissenschaftlerin Antje Kirsch, die um den Erhalt von DDR-Kunst im öffentlichen Raum ringt. Im Interview mit Indie-Regisseur Johannes Kürschner, der mit »Winter und harter Winter« seinen ersten Heimatfilm über die Lebensart im Erzgebirge gedreht hat, spüren wir ebenso dem Heimatbegriff nach, wie the guts company mit der Wiederaurfnahme von »Das Eigene / Heimat« theatralisch einen Fragebogen umkreisen, der nachdenklich macht; ab Seite 4.


Die Nacht als Hauptbühne – Sophie Hunger im Interview. Berlin ist freier als London und Hippie-Musik aus den Bergen der Klang ihrer Kindheit: Die rastlose Schweizer Musikerin Sophie Hunger präsentiert sich im Interview mit DRESDNER-Autor Matthias Hufnagl sympathisch gelöst. Spannend ist zudem die Antwort auf die Frage, weshalb der Sound ihres neuen Albums »Molecules«, mit dem sie nun gleich an zwei Abenden im Februar im Dresdner Beatpol gastiert, neuerdings elektronisch klingt; auf Seite 16 und online.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.