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Das Heft für den NOVEMBER ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
KULTURMAGAZIN
»Die Douze mache ich nicht mehr voll« – Im Porträt: Lars P. Krause
Mit »No-Go!« gibt es eine Kontaktstelle für Diskriminierung im Nachtleben
16. Bergsichten – Berg+Outdoor Filmfestival im Hörsaalzentrum
Das »Move It!« Festival feiert 15-jähriges Jubiläum
zu Besuch im Escape Room »Experience«
KULTURREPORT
Berge kommen nicht zusammen, aber Menschen – Jüdisches Leben in Dresden
FILM
Wenn die Wahrheit zum Bauernopfer wird – In »Official Secrets« darf Keira Knightley im Irak-Konflikt als weiblicher Edward Snowden die USA der Kriegstreiberei überführen
aktuelle Besprechungen: Booksmart, Was gewesen wäre, Zwingli – Der Reformer, Lara, Portrait einen jungen Frau in Flammen, Morgen sind wir frei
shorts&cuts
MUSIK
Kunst muss weh tun – Faber im Interview (auch online)
Ein neues musikalisches Kapitel schlägt Ólafur Arnalds mit »re:member« im Kulturpalast auf
Interkultureller Musikeraustausch – #bettertogether stellt sich in der GrooveStation vor (auch online)
Tonträger: Kummer: »Kiox«, Danny »O« & The Astrotones: »Introducing«
schall&rausch
BÜHNE
Neustart mit eigenem Haus – Die Spielbühne Freital bezieht nach 20 Jahren ein neues Domizil
aktuell auf den Bühnen:
In »Le Grand Macabre« wird in der Semperoper die Angst vor dem Schrecken ad absurdum geführt
»Fast Forward« – Europäisches Festival für junge Regie
kurz&bü(h)ndig
KUNST
Selbstbespiegelung als Akt der Befreiung – In der Städtischen Galerie wird die Malerei der X. Kunstausstellung der DDR einer »Re-Vision« unterzogen
Eulen nach Athen oder: Penck nach Dresden tragen – Zur Werkschau »Ich aber komme aus Dresden (check it out man, check it out)« im Albertinum und in der Städtischen Galerie
art&news
LITERATUR
Somit wird die ganze Welt eigentlich Metapher – zu Raphaela Edelbauers surrealistischem Roman »Das flüssige Land«
Zu Angela Lehners Romandebüt »Vater unser«
Zu H.S. Eglunds »Die Glöckner von Utopia«
kurz&knapp
SERVICE
Film
Freikarten
Galerien & Museen
Impressum
Kleinanzeigen
Kleinanzeigen-Coupon
Konzert-Vorschau
Literatur Live
Neu im Theater
PartyZone


Liebe Leserinnen, liebe Leser, die halbe Wahrheit ist meistens eine ganze Lüge, lautet ein jüdisches Sprichwort. Jüdisches Leben, dem wir in unserem Report in seiner Vielfältigkeit nachgegangen sind, gehört inzwischen wieder zum Alltag in Dresden. Und das ist gut so. Auch wenn einem im Stadtbild gelegentlich einmal ein Mensch mit einer Kippa begegnet, so ist es doch nicht selbstverständlich, als Jude seine religiöse Überzeugung, seinen Glauben offen zur Schau zu tragen. Dafür sorgt allein schon die wachsende Zahl antisemitischer Angriffe und Übergriffe. Der neonazistische Anschlag von Halle hat das Problem der Öffentlichkeit wieder vor Augen geführt. Zur ganzen Wahrheit und zu unserer Vergangenheit gehört, dass in dieser Stadt, so wie in zahlreichen anderen deutschen Städten, in der Pogromnacht vom 9. zum 10. November vor 81 Jahren die Synagoge brannte – Der Auslöser für eine systematische Judenverfolgung, die im Holocaust, also im Massenmord an den Juden in Europa gipfelte. Genau 60 Jahre nach der Zerstörung erfolgte der erste Spatenstich für die Neue Synagoge auf den Grundmauern der alten Sempersynagoge. Damit verband sich natürlich auch die Hoffnung, dass jüdisches Leben und jüdische Kultur in dieser Stadt willkommen sind und wieder gedeihen mögen. Es wäre eine Bereicherung, diese alte Kultur einmal kennenzulernen. Gelegenheiten dazu gibt es, etwa bei der Jüdischen Woche in den ersten zehn Tagen des November.
HEINZ K.
Jüdisches Leben in Dresden Am 9. Oktober wurde Deutschland von einem rechtextrem motivierten Anschlag in Halle erschüttert: Ein Neonazi plante an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, einen Massenmord in der Synagoge. Nur zufällig scheiterte er mit diesem Vorhaben – dennoch ließen an diesem Tag zwei Menschen ihr Leben. Unser Report über jüdisches Leben in Dresden war schon länger in Planung, auch der Termin mit dem Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, Akiva Weingarten, am Morgen des 10. Oktober stand schon einige Tage fest. DRESDNER-Autor Martin Schüler hat im Gespräch mit Rabbi Akiva Weingarten sowie mit dem zweiten Dresdner Rabbiner, Shneor Havlin, mit Gunda Ulbricht vom Verein »Hatikva« und Sarah Zinn, Leiterin des Festivals »Jüdische Woche«, dem jüdischen Leben in und außerhalb der Synagoge nachgespürt; ab Seite 7.


Kunst muss weh tun – Faber im Interview. Im Innenhof des Michelberger Hotels in Berlin-Friedrichshain, am Platz gleich hinter der Tischtennisplatte trifft DRESDNER-Autor Matthias Hufnagl auf einen gut gelaunten Faber. Das zweite Album des jungen Schweizers erscheint dieser Tage und trägt den Titel »I Fucking Love My Life«. Ein anregendes Gespräch mit dem Singer/Songwriter, der am 27. November in die Scheune nach Dresden kommt, über harte, polarisierende Texte, intensive Erlebnisse und Gegenwind; auf Seite 13 und online.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.