Logo DRESDNER

Das Heft für den OKTOBER ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
KULTURMAGAZIN
89/19 – Vorher/Nachher – Hellerau untersucht künstlerisch die Transformationen der Friedlichen Revolution
»Wir haben auf alles eine Antwort!« – Fettes Brot im Interview (auch online)
Im Porträt: Sascha Reiher und das neue Madness auf der Görlitzer Straße
Das Circuit-Control-Festival in der Blauen Fabrik
Die letzte »szene:Europa« in Societaetstheater und Zentralwerk
Ideologie, Kunst, Vision – Zum »Weg der Roten Fahne«
Im Porträt: »Gusto – Ablass für Massenkultur«
Die Dresden Frankfurt Dance Company mit einer Uraufführung in Hellerau
Tipps für Erstsemester
Mit Holger John durch die Ausstellung »Schauhasen«
FILM
Der Herbst ’89 mit Kinderaugen – Der Animationsfilm »Fritzi – Eine Wendewundergeschichte« ist eine ehrlich gemachte Geschichte für die ganze Familie
aktuelle Besprechungen: Dem Horizont so nah / Skin / We habe always lived in the Castle / Deutschstunde / Parasite
shorts&cuts
MUSIK
»Bist du nicht wütend, dann bist du nicht wach« – Interview mit Wallis Bird (auch online)
Die Jazztage Dresden wollen in ihrer 19. Ausgabe mehr Innovation wagen
Kimberose kommt mit »Chapter One« zu den Jazztagen in die Ostra-Studios (auch online)
Retrofuture auf dem DAVE-Festival
Tonträger: Lana Del Rey: »Norman Fucking Rockwell«
schall&rausch
BÜHNE
Alles Dorftrottel und Nazis? – Das Staatschauspiel bringt Lukas Rietzschels Roman »Mit der Faust in die Welt schlagen« auf die Bühne
aktuelle Besprechungen: »Spielplatzhirsche« in der Comödie / Die Staatsoperette betört mit »Hier und Jetzt und Himmelblau
kurz&bü(h)ndig
KUNST
Wie das so ist mit der Erinnerung … Das Ende der Eindeutigkeit – Werke der letzten Kunstausstellung der DDR
Grau – Farbe der vielen Möglichkeiten – »Meister19« in der Motorenhalle
art&news
LITERATUR
Nicht Verständnis, sondern Teilhabe – Zu Ilko-Sascha Kowalczuks politischem Essay »Die Übernahme
aktuelle Besprechungen: Zu Jan Wilms Romandebüt »Winterjahrbuch«
Zu Barbara Zemans Debütroman »Immerjahn«
kurz&knapp
DRESDNER MINIATUREN
Katharina Goetze – Die Wut
SERVICE
Film
Freikarten
Galerien & Museen
Impressum
Kleinanzeigen
Kleinanzeigen-Coupon
Konzert-Vorschau
Literatur Live
Neu im Theater
PartyZone


Liebe Leserinnen, liebe Leser, in der Schlussredaktion herrschte kurzzeitig Verwirrung bei der plötzlich auftauchenden Frage, wann genau man als Pionier in der DDR das rote Halstuch bekam und wie lange man es denn tragen musste (Auflösung siehe *). So wie redaktionsintern über die Frage diskutiert wurde, ob denn die Ereignisse im Oktober und November 1989, nun eine »Wende« darstellten oder eine »Friedliche Revolution« (siehe **), so ist es doch schon ein wenig verwunderlich, dass über die Zeit vor dem Mauerfall inzwischen so wenig profundes Basiswissen vorhanden ist. Wer nach 1989/90 (egal ob im Westen oder Osten Deutschlands) geboren wurde, darf in der Schule im Fach Geschichte die DDR abwählen. Vermutlich wird sie oft abgewählt, weil zu piefig. Gewiss auch im Osten. 40 Jahre Sozialismus für die Katz. Vergangenheitsbewältigung im digitalen Zeitalter. Aber wie bewältigt man eigentlich eine ganze Epoche, die noch heute lebende Menschen geprägt hat? Schwierige Frage. Einige der in diesem Zusammenhang auftauchenden Fragen versuchen wir mit der Themensetzung in unserer Oktober-Ausgabe zu beantworten. Natürlich können wir dies nicht umfassend tun, aber im November jährt sich ja der Mauerfall zum 30. Mal. Womit wir dann wieder vor der Frage stünden, ob die Mauer einfach so von selbst umfiel oder nicht vielleicht doch durch die Entschlossenheit und den Willen von Menschen eingerissen wurde, die sich eingesperrt fühlten. (* Jungpioniere trugen bis zur 3. Klasse das blaue Halstuch, das rote Halstuch wurde von der 4. bis zur 7. Klasse getragen, mit Beginn der 8. Klasse bekam man das blaue Hemd der FDJ übergeholfen. **Wir haben uns auf Friedliche Revolution geeinigt, da im Oktober 1989 eine revolutionäre Situation entstanden war, die erfreulicherweise unblutig verlief, aber zum Abtritt des alten Regimes sowie im März 1990 zu ersten freien Wahlen und damit zur Abwahl des staatssozialistischen Systems führte.)
HEINZ K.
Retrofuture zum DAVE Festival. Bereits zum sechsten Mal repräsentiert das DAVE zahlreiche Facetten der Dresdner Clubkultur und elektronischen Musikszene. Vom 18. bis zum 27. Oktober werden in Locations unterschiedlichster Prägung audiovisuelle Konzerte, Workshops, Diskussionen, multisensorische Veranstaltungen und Partys unter dem diesjährigen Motto »Retrofuture« stattfinden. DRESDNER-Autor Martin Schüler war im Gespräch mit Mitorganisator Philipp Demankowski über die Intention und das Festival-Motto, sowie – bedingt durch das Schwinden subkultureller Räume – die durch Kommerzialisierung und Verdrängung in Bedrängnis geratene Dresdner Clubszene, und fasst die Höhepunkte der diesjährigen Ausgabe zusammen; auf Seite 15.


Neue Positionen zur Friedlichen Revolution. Im Oktober jährt sich zum 30. Mal die Friedliche Revolution in der DDR. Für uns bot dies den Anlass, in der Themensetzung den Schwerpunkt auf die Reflexion der »Wende« und den gesellschaftlichen Transformationsprozess zu legen. Mit »89/19 – Vorher/Nachher« etwa versucht Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste künstlerisch diesen Umbruch zu durchleuchten. Die Städtische Galerie stellt Werke der letzten Kunstausstellung der DDR aus, Erinnerungskultur wird am »Weg der Roten Fahne« am Kulturpalast ebenso lebendig und erfahrbar wie in dem Animationsfilm »Fritzi – Eine Wendewundergeschichte«; auf den Seiten 4, 7, 10, 16, 18 und 20.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.