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Das Heft für den AUGUST ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
AB SEITE 4
Feldherren treffen auf sächsisches Geflügel – Im Gespräch mit Wolf-Dieter Gööck über von der Serkowitzer Volksoper »Romulus der Große« in der Saloppe (auch online)
Stars Open Air am Neumarkt: Till Brönner und René Pape
AB SEITE 6
Die schönsten Gründe, Dresden zu verlassen – Friedrichsgrund: Von Ruhe umfangen
Lockwitzgrund: Natürliche Welten
Die Ostrale als Escape Room – Die O19 widmet sich dem Leitgedanken »-ismus«
AB SEITE 8
Handgemacht, bodenständig, ehrlich – Mighty Oaks im Interview (auch online)
Tonträger: The Black Keys »Let‘s Rock«; Tightill »Infinity«
AB SEITE 10
Ein weiblicher Blick auf das Leben – Im Interview mit Julianne Moore zu ihrem neuen Film »Gloria« (auch online)
Film-Besprechungen: A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando; Cleo; Das zweite Leben des Monsieur Alain; Frau Stern
AB SEITE 12
Rea Garvey in einem anderen Licht – Auf dem Weg zum Finale der »Neon Summer Tour« macht der Hit-Lieferant Halt in der Jungen Garde
Nie wieder LackStreicheKleber?
Aufstand des Gewissens – Eine Ausstellung im Militärhistorischen Museum nimmt das Netzwerk des 20. Juli in den Fokus
AB SEITE 14
God save the Queen! – Im Bärenzwinger intrigieren »Sündige Hexen«
Kommen und gehen – Sechsstädtebundfestival entlang der Via Regia
SERVICE
Adressen
Film
Freikarten
Galerien & Museen
Impressum
Kleinanzeigen
Kleinanzeigen-Coupon
Konzert-Vorschau
Neu im Theater
PartyZone 31


Liebe Leserinnen, liebe Leser, einer Studie der ETH Zürich zufolge ist Aufforstung das effektivste Mittel im Kampf gegen den Klimawandel. Dass Bäume CO2 aufnehmen, ist nichts Neues – das lernen wir schon in der Schule, aber seit dies eine der renommiertesten Universitäten festgestellt hat, sind alle aus dem Häuschen und wollen wie verrückt Bäume pflanzen. Was dem Städter per se gerne entgeht, ist die Tatsache, dass Bäume nicht so schnell in den Himmel wachsen wie Häuser und dass nur richtig große Bäume ihren Dienst in der Photosynthese in spürbarem Ausmaße tun können. Allerdings trifft das auf die zu Deko-Objekten herabgewürdigten Stadtbäume in zu kleinen Betonbeeten, wie man sie öfter vorfindet, nicht zu. Dünn und mickrig, schaffen diese es gerade so zu überleben. Andernorts, wie etwa in Chemnitz und Hamburg, haben die Stadtverwaltungen den Bürgern Baumpatenschaften angetragen. Wichtigste Aufgabe ist es zumeist, die neugepflanzten Bäume in den Sommermonaten mit Wasser zu versorgen. Das ist ein durchaus pädagogischer Ansatz. Zum einen beginnt der der Natur entfremdete Städter so, Bäume als Lebewesen zu begreifen, zum anderen kann er Verantwortung für einen Teil des öffentlichen Raumes übernehmen. Eine private Initiative aus Dresden lud letzthin zum Kick-Off, um für das Projekt »Mein Baum – Mein Dresden« mit der Pflanzung von 550.000 Bäumen zu werben. Gewiss hat die Idee von Stadtwäldern einen gewissen Charme, doch war bei dieser Gelegenheit auch zu erfahren, dass der Baum die abwechslungsreiche, soziale Gesellschaft von Sträuchern und anderen Gewächsen für sein Gedeihen schätzt, ein Wald aber, wenn er ökologisch funktionieren soll, unter einem Hektar Fläche nicht zu machen ist. Der erste Schritt wäre, Bäume nicht zu fällen. Oder zumindest für jeden gefällten Baum einen neuen zu pflanzen. Aber trotz vollmundiger Bekundungen aus Verwaltung und Politik kann sich da weder Dresden noch Sachsen mit Ruhm bekleckern. Allein entlang der Straßen in Sachsen werden jährlich 6.500 bis 8.200 Bäume gefällt, mit Nachpflanzungen hält man sich jedoch bescheiden zurück, wie aus der Antwort des Wirtschaftministeriums auf die Anfrage des Landtagabgeordneten Wolfram Günther hervorging. Es gilt also für Land, Stadt, Hausbesitzer, Investor gleichermaßen: Greenwashing ist hipp, aber sobald etwas finanziellen Interessen im Weg steht und dann auch noch Laub abwirft, muss es eben weg. Da das Klima eine globale Angelegenheit ist: Vor wenigen Wochen wurde groß das neue Handelsabkommen der EU mit Staaten in Südamerika gefeiert. Dass in Brasilien derzeit in unglaublichem Maßstab Regenwald abgeholzt wird, fand in diesem Zusammenhang keine Erwähnung.
JANA BETSCHER
Weiblicher Blick – Im Interview mit Julianne Moore zu ihrem neuen Film »Gloria«. Nach dem Oscargewinn für »Eine fantastische Frau« hat Chiles Top-Regisseur Sebastián Lelio nun selbst die US-Neuverfilmung seiner 2013er Tragikomödie »Gloria« übernommen – und für die Umsetzung Hollywoods Allround-Talent Julianne Moore gewonnen. DRESDNER-Autor Martin Schwickert sprach mit der Schauspielerin über die Macht des Perspektivwechsels im Kino und warum ein Remake immer reizvoll ist; auf Seite 10 und online.


Handgemacht, bodenständig, ehrlich – Mighty Oaks im Interview. Bevor die Berliner Folk-Band mit ihrer Akustiktour am 15. August auf dem Weißen Hirsch gastiert, verriet Sänger Ian Hooper DRESDNER-Autor Matthias Hufnagl, warum das Trio alte Songs neu aufgenommen hat, wie sich das Leben in der Großstadt und die Liebe zur Natur verbinden lassen und wie es ist, früh Erfolg zu haben; auf Seite 8 und online.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.