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Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der Allgemeinverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus sind in Sachsen ab 15. Mai wieder Veranstaltungen möglich. Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser dürfen wieder öffnen, sofern ein behördlich genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst-Spielstätten, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich. Größere Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres ausgesetzt, Clubs, Bars und Diskotheken vorerst geschlossen.

Für die veranstaltungsarme Zeit möchten wir unsere Leserinnen und Leser über Online-Alternativen, Kulturmeinungen und kreative Initiativen informieren und auf dem Laufenden halten: www.dresdner.nu/co19

Also, macht das Beste draus und bleibt gesund!




Wortlose Geschichten: »Follow the Light« im Societaetstheater
Ein Hauch von Frankreich und der Geist Marcel Marceaus weht an diesem Abend durch die Räume des Societaetstheaters. Das ist kein Wunder, lernten sich doch Wolfram von Bodecker und Alexander Neander während ihres Studiums in Paris Marceau kennen und gingen mit ihm auf Tournee. Dann gründeten sie ihr Duo und bringen jetzt in einer ersten Zusammenarbeit mit dem Regisseur Lionel Ménard ihr Stück »Follow the Light« auf die Bühne. Aber eigentlich ist es kein Stück, sondern es sind neun Sequenzen, gedacht als »Träume zum Mitnehmen«. Die beiden Mimen kommen dabei ohne Worte und mit nur wenig Kulisse aus, ganz in der Tradition der großen Stummfilm-Stars. Es ist faszinierend, wie sie eine imaginäre Welt allein durch Gesten entstehen lassen und wie nuanciert eine gestampfte Rede sein kann. Manchmal sind die Geschichten nicht ganz rund und haben Längen, aber spätestens mit der alten Dame von »Zimmer 204« haben sie sich in die Herzen der Zuschauer gespielt. Leider trägt dieser Zauber nicht über den ganzen Abend, es gibt zu viele Wiederholungen und die immer ähnliche Gesten nutzen sich ab, so dass sich nach der Pause Ermüdungserscheinungen einstellen. Da nutzt dann auch die schöne Irene Fas Fita nichts, deren Position als Nummerngirl und gelegentliche Mitspielerin ohnehin undefiniert wirkt. Soll sie in das Duo hineinwachsen und es gibt demnächst ein Trio oder ist sie nur schmückendes Beiwerk, fragt man sich ein wenig irritiert. Der Großteil des Publikums ist trotzdem sehr angetan und teilt diese Kritik wohl nicht. So ist dann auch der Applaus im gut besuchten Saal herzlich und die meisten Leute wirken entspannt, als sie mit einem Lächeln den Saal verlassen. Anne Jung

weitere Vorstellungen 23.11. bis 2.12.2012, jew. 20 Uhr, am Wochenende Familienvorstellung um 16 Uhr.



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