Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der geltenden Allgemeinverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus können Veranstaltungen ab 22. November nicht mehr stattfinden.

Für die veranstaltungsfreie Zeit informieren wir euch über Online-Alternativen, kulturelle Aktivitäten und Kulturmeinungen unter www.dresdner.nu/co19

Macht das Beste draus und bleibt gesund!

Aktuelle Tonträger

Alicja-Pop

Howlin

(Black and Wyatt Records)


Das 12-Track-Album von Alicja Trout aka Alicja-Pop, bekannt von Kultbands wie Lost Sounds und Sweet Knives, beginnt mit garagig-dunklem, teils hypnotischem Indiepop/Wave. Der Sound ist in einen einlullenden, molligen Lo-Fi-Mantel gehüllt und der Kragen bis zu den dunkeln Augenrändern hochgeschlagen. Melancholisch, verspielt und dem Tageslicht eher abgeneigt wie in in »Incandescent Time Continuum« und »yellow moon«. Mit »Feel It« kurz vor Ende der A-Seite wird es aber sportlicher: Der leicht hallige Gesang bekommt einen punkigen Touch und ähnelt dem Erzählgesang von Anne Clark. Die Hits und Schmankerl hat sie aber auf die B-Seite gepackt. Die beginnt furios mit der indiediskotauglichen Garagenpunknummer »Don´t Say No«, gefolgt von der Lo-Fi-Rock-Nummer »Creepface«, um anschließend mit orientalisch angehauchtem Lo-Fi-Dream-Psych (»Will U Come«) zu verführen und das Tempo wieder etwas zu drosseln. »Shadow Hills« tönt melancholisch verwaschen mit einer leichten Psych-Note. Dann aber kommt der Gänsehaut erzeugende Hit der Platte: Das herrlich verlorene und in seiner süßen, bluesigen Melancholie an die frühen Balladen von Bob Dylan erinnernde »That Is Why«. Danach braucht man eigentlich nur noch liegen zu bleiben, der Herbst vergeht auch von alleine. Die Aufnahmen, die Alicja Trout teils im Alleingang oder mit Gästen aus ihrem musikalischen Umfeld eingespielt hat, stammen aus den Jahren 2017 bis 2020 und wurden alle in Memphis, Tennesse eingespielt. Tipp!
DJ Cramér
www.blackandwyattrecords.com/alicjapop
< zurück