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Zwischen Gerumpel und Perfektion – Blond im Interview
Blond im Interview
■ Nina und Lotta Kummer mögen die jüngeren Schwestern der Kraftklub-Gründer Till und Felix sein, aber musikalisch gehen sie eigene Wege. Nun führt sie, gemeinsam mit Bandkollege Johann, die Blond-Gala-Tour nach Dresden in die Scheune. Das ist Las-Vegas-Glamour pur, nur eine Tiershow ist nicht im Programm. Im Interview mit DRESDNER-Autorin Marlen Hobrack erklären die Chemnitzer Kummer-Schwestern, was sie umtreibt und was die Besucher erwartet.

Was erwartet die Zuschauer bei der großen Blond-Gala: Roben, ein Männerballett und vielleicht – hoffentlich – Elefanten?

Blond: Neben einer spektakulären Bühnenshow voller Glitzer, Glamour und Eleganz für Jung und Alt, bieten wir eine musikalische Melange aus neuen Hits, Klassikern, allseits bekannten Gassenhauern und schönsten Balladen. Aufwendige Roben der Damen und elegante Kleidung der Herren machen die Gala zu einem unvergesslichen Ereignis. Leider sind Tiere in Vergnügungsstätten nicht erlaubt, sonst hätten wir Elefanten durch einen Feuerring springen lassen und Tauben aus dem Hut gezaubert.

Falls jemand, weil er hinter dem Mond lebt, noch nie Blond gehört hat: Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

Blond: Wir machen Las Vegas Glamour.

Anfangs wart ihr eher Coverband. Wie hat sich euer Sound entwickelt?

Blond: Am Anfang haben wir nur Coversongs gespielt und sind damit auf Jugendweihen, Geburtstagspartys und goldenen Hochzeiten aufgetreten. Das klang alles ziemlich rumpelig, aber unser freundliches Umfeld war so nett, das trotzdem alles super zu finden. Irgendwann haben wir angefangen, an eigenen Songs zu arbeiten. Durch Proben, Fleiß und harte Arbeit befinden wir uns jetzt in einer musikalischen Welt zwischen Gerumpel und Perfektion.

Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 »nervig wie Fußpilz und Mandel-OP zusammen« ist: Wie nervig ist es, »die Schwestern von … « zu sein?

Blond: Geschwister zu haben ist ein Geschenk des Himmels. Ganz besonders toll ist es, wenn man die Schwester von Johann ist. Das fühlt sich an wie schweben.

Johann ist quasi euer Adoptivbruder. Erzählt mal ein bisschen was über ihn!?

Blond: Wir kennen Johann schon lange und sind wie Geschwister aufgewachsen. Daher können wir uns sehr gut streiten und wieder vertragen. Wir kennen einander sehr gut. Ohne Zweifel ist Johann der Fashion-Gott der Band, er hat das größte modische Bewusstsein und ist stets einwandfrei gekleidet.

Wie ist es, mit Kraftklub gemeinsam auf der Bühne zu stehen (in Dresden ja vor 12.000 Menschen)?

Blond: Wir waren sehr nervös. Nach ein paar Sekunden gewöhnt man sich an dieses Meer von Menschen und nimmt es gar nicht mehr als solches war. Dann war es einfach nur ein wunderschöner Auftritt.

Spielt ihr lieber große Bühnen, oder kleinere intimere Shows?

Blond: Live spielen mögen wir immer, egal wo und vor wie vielen Leuten. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Auf einer großen Bühne können wir besser Überschläge und Saltos vollführen, während man in kleinen, engen Clubs mehr Kontakt zum Publikum hat und es schön schwitzig wird.

Wer ist so ein typischer Blondinator: Hipper junger Student?

Blond: In jedem Menschen versteckt sich ein Blondinator, egal ob alt, jung, groß, klein.

In eurem Song »Spinaci« geht es um den ultimativen Verrat: Dass man nicht gesagt bekommt, dass man Spinat zwischen den Zähnen kleben hat. Wäre dieser Verrat noch zu toppen?

Blond: In unserem Song »Book« geht es um einen weiteren Verrat: Um das Spoilern. Menschen, die einen Film noch nicht gesehen haben, zu erzählen worum es geht: das ist Hochverrat!

Und was kommt nach der großen Galatour? Habt ihr denn eigentlich Zeit für eine Albumproduktion?

Blond: Nachdem wir bereits zwei EPs veröffentlicht haben, arbeiten wir gerade fleißig an unserem Debüt-Album. Den Veröffentlichungstermin werden wir zu gegebener Zeit bekannt geben. Natürlich werden wir ein paar der neuen Songs auch auf der Gala präsentieren.

Neben fiesem Verrat: Was ist euer wichtigstes Thema?

Blond: Gute Unterhaltung ist unser wichtigstes Thema und unser edles Ziel. Egal, ob uns die Menschen lieben oder hassen, die Hauptsache ist, dass wir sie irgendwie beschäftigen. Wir geben uns dahingehend die größte Mühe.
Herzlichen Dank für das Interview!

Die große Blond Gala, am 4. Mai live in der Scheune; mehr zu Blond: www.blond-band.de

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