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Das Heft für den JULi ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
SOMMERDRESDNER
Künstler sind Seismografen – Gespräch mit Ostrale-Leiterin Andrea Hilger zur Eröffnung der Biennale (auch online)
Im Der »Fall Sabotage« steht exemplarisch für zunehmende Konflikte zwischen Anwohnern und Clubbetreibern
Erfolg war nie ein Thema – Broilers im Interview (auch online)
Scheune Schaubudensommer feiert 20-jähriges Jubiläum
Hölle, Gott und Unterwelt – Marilyn Manson in der Jungen Garde
Das Amphitheater Senftenberg
Deichkind am Königsufer
Kraftklub: »Keine Macht für Niemand«
Das Konzept überzeugt – Gespräch mit Malte Lübs, Verkäufer in der VG Jahnstraße
Preisträgerkonzerte in der Frauenkirche
Retrospektive Günter Hornig in der Städtischen Galerie
Zur kunstvollen Neuausgabe von Jules Vernes »20.000 Meilen unter dem Meer«
Durchsetzen in einer Welt der Widersprüche – Im Gespräch mit John Madden über seinen Polit-Thriller »Die Erfindung der Wahrheit«
Neue Filme:
Paradies
Begabt
Paris kann warten
The Party
DRESDNER MINIATUREN
Pause – die neue Staffel startet im September-DRESDNER


Liebe Leserinnen, liebe Leser, zunächst eine Frage: Was haben Helmut Kohl und Wladimir Iljitsch Lenin gemeinsam? Richtig, sie standen beide schon einmal in Dresden. Sogar zeitgleich. Bundeskanzler Kohl hielt am 19. Dezember 1989 auf dem Neumarkt vor der Ruine der Frauenkirche eine denkwürdige Rede, in der er seinen Landsleuten versprach, die deutsche Einheit zu vollenden, »wenn es die geschichtliche Stunde zulasse«. Die geschichtliche Stunde schlug bekanntlich schon bald. Aus »Wir sind das Volk« wurde »Wir sind ein Volk«. Die ersten freien Wahlen in der DDR brachten, mit Kohls Versprechen und massiver Wahlkampfhilfe aus der West-CDU, die Ost-CDU an die Macht in einer Volkskammer, die sich nach Währungsunion und Unterzeichnung des Einigungsvertrages der von Lothar De Maizière geführten Regierung innerhalb eines halben Jahres selbst abwickelte. Der Beitritt zur Bundesrepublik war besiegelt. Nun ist auch Helmut Kohl tot. Noch bis 1992 stand Lenin als Statue, im Volksmund als »Roter Bahnvorsteher« bezeichnet, auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs an der Prager Straße. Wen wundert‘s, dass aus Kreisen der Partei Die Linke der Vorschlag kam, doch bitte das 80 Tonnen schwere Granit-Monument als »Kulturgut von historischem Wert« anzukaufen und an Ort und Stelle wieder zu errichten. Die Stadt Dresden hat bei der Auktion aber nicht mitgeboten. Mindestgebot waren übrigens schlappe 150.000 Euro. Aus Kreisen der CDU wiederum kam der Vorschlag, doch einen zentralen Platz nach dem »Kanzler der Einheit« zu benennen. Wir sind gespannt, was daraus wird und welche Blüten die Erinnerungskultur noch so treibt.
HEINZ K.
Erfolg war nie ein Thema – Broilers im Interview zu ihrem Auftritt am 14. Juli am Dresdner Königsufer. Im Punk und Oi! verwurzelt, spielen die Broilers aus Düsseldorf längst in der Oberliga hiesiger Gitarrenkracher. Ihren Wurzeln dabei stets treu geblieben, macht Schlagzeuger Andi Brügge im Gespräch keinen Hehl daraus, dass es die Band ohne die Toten Hosen nie gegeben hätte. Der Mann muss es wissen, schließlich sind er und Frontmann Sammy Amara die beiden Gründungsväter der Broilers. Es folgt ein Gespräch mit DRESDNER-Autor Matthias Hufnagl über Harmonie als Bandprinzip, die Lethargie der Jugend und die Abneigung gegen rechten Stumpfsinn; auf Seite 6 und online.


Die Erfindung der Wahrheit – John Madden im Interview. Es ist ein Film, der all jene erhellen dürfte, die immer noch nicht verstehen können, wie Donald Trump Präsident werden konnte. In John Maddens Politthriller »Die Erfindung der Wahrheit« brilliert Jessica Chastain als knallharte Waffenlobbyistin, die sich durch einen verbalen Ausrutscher plötzlich in einer konkurrienden Firma auf der Gegnerseite wiederfindet. DRESDNER-Autor Martin Schwickert sprach mit dem Regisseur über Faszination für seine Frauenfigur und wie authentisch der Film die politische Landschaft Washingtons abbildet; ab Seite 12 und onlie.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.