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Das Heft für den SEPTEMBER ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
KULTURMAGAZIN
Auf unterschiedliche Wahrnehmungen einlassen – Hellerau-Intendatin Carena Schlewitt im Interview (auch online)
Rapper Dan Danger im Interview (auch online)
Utopien beim 10. Umundu-Festival für nachhaltige Entwicklung
Barocke Circusträume beim Musikfest Erzgebirge
Robert Kaiser und Laurance Roman von Next Step Wrestling im Interview (auch online)
Dresden (er)lesen im Schloss Albrechtsberg – Gespräch mit Katharina Salomo (auch online)
im Porträt: Oliver Kratz und die Galerie Antonstadt
Datenspuren im Zentralwerk
Neumarkt – Die Steinwüste im Klimawandel
Ein Klassiker im Kulturpalast: Chaplins letzter Stummfilm
FILM
Zwischen Bagger und Bühne – Mit »Gundermann« lässt Andreas Dresen nur eine Hälfte der DDR-Ikone wiederaufleben
Besprechungen: Utøya, 22. Juli / Seaching / Asphaltgorillas / KIN / Styx / Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm
shorts&cuts
MUSIK
Der amerikanische Traum ist verwirrender als je zuvor – The Night Game im Interview (auch online)
Ansa Sauermann im Interview zu seinem Auftritt mit Wanda in der Jungen Garde (auch online)
Das womöglich letzte Dresdner Drum & Bass Festival
Tonträger: Pale Waves – »My Mind Makes Noises« / Whiskey Daredevils – »The History of the Whiskey Daredevils Volume 3«
schall&rausch
BÜHNE
Jede Insel ist ein Gesellschaftsversuch – Tilmann Köhler zu Roland Schimmelpfennigs »Odyssee« am Schauspielhaus
»Alles für die Freiheit – Auf in die Wüste« – Johann Casimir Eule zu Arnold Schönbergs »Moses und Aron« an der Semperoper
kurz&bü(h)ndig
KUNST
Kontinuitätslinien und Brüche – Im Albertinum werden Klassiker der DDR-Kunst aus dem Depot geholt
Die Goldene Stadt – nur Licht und Schatten: Stefan Schwarzer//Blind in Prag in der Galerie Adlergasse
art&news
LITERATUR
Schonungslose Analyse – Für Islamkritiker Hamed Abdel-Samad ist die Integration eine Geschichte des Scheiterns
Zu Robert Seethalers Roman »Das Feld«
Zu Christian Y. Schmidts Roman »Der letzte Huelsenbeck«
Zur deutschen Erstausgabe von »Streifzüge durch Deutschland« von Mary Shelley
kurz&knapp
DRESDNER MINIATUREN
Diana Hellwig: Moskitos


Liebe Leserinnen, liebe Leser, es wird viel gebaut in Dresden – Baulärm, Dreck und Staub, gesperrte Straßen, zugeparkte Plätze, drehende Kräne überall. Und wenn dann die Fassadensteinschleifer ihr enervierendes Geschäft erledigt haben und die letzten Gerüstteile abgebaut sind, ist das Staunen groß – desöfteren weniger aus Bewunderung, sondern häufig stockt einem der Atem ob der Klotzigkeit des Gebäudes und der ideenlosen, standardisierten Fassadengestaltung. Es stellt sich schon die Frage, weshalb die Gebäude auf den Bautafeln stets moderner und ästhetisch ansprechender aussehen, als sie dann in Wirklichkeit gebaut werden. Vielleicht sind wir vom DRESDNER nur ein wenig empfindlich, da durch den Hotelneubau auf der Schweriner Straße, von den üblichen Baubelästigungen abgesehen, eine der letzten grünen »Brachen«, also ein Refugium für Wildkräuter, Hummel, Biene & Co. im Quartier eliminiert wurde. Und welche Auswirkungen fehlendes Grün in einer Stadt hat, konnten wir alle in der Hitze der letzten Wochen am eigenen Leib erfahren. Zumindest am Neumarkt hat jetzt von Seiten der Stadtplanung ein Umdenken eingesetzt: die steinere Umgebung um die Steinerne Glocke wird jetzt um einen Park, das »Grüne Gewandhaus« bereichert; dazu mehr in dieser Ausgabe. Nun möchten wir gerne von euch erfahren, wie Ihr den derzeitigen Bauboom und die zahlreichen Lückenbebauungen in Dresden wahrnehmt und bitten euch, uns Fotos von Neubauten zuzusenden, die ihr für besonders gelungen oder eben nicht gelungen haltet; bitte mit Angabe des Standortes und kurzer Begründung. Wir freuen uns auf eure Einsendungen bis 12. September unter dem Stichwort »Baustelle Dresden« an baustelle@dresdner.nu – und sind sehr gespannt, welche architektonischen Schätze da gehoben werden oder welche Bausünde sich uns offenbart.
JANA BETSCHER/ HEINZ K.
Es braucht radikale Ideen – Danger Dan im Interview. Im Hauptberuf am Mikro bei der Antilopen Gang, kommt Rapper Danger Dan dieser Tage mit einem breit gefeierten Soloalbum um die Ecke. Der Titel seines Albums »Reflexionen aus dem beschönigten Leben« ist angelehnt an Adornos Schrift »Minima Moralia – Reflexionen aus dem beschädigten Leben«. Mit DRESDNER-Autor Matthias Hufnagl hat sich der Rapper in einem Kreuzberger Café getroffen, um über Hip-Hop-Klischees, Sexismus, die Bedeutung von Linksradikalität und eine inhaltliche Nähe zu Adorno zu sprechen; auf Seite 5 und online.


Schonungslose Analyse der Integration – Hamed Abdel-Samad. »Man kann die Realität ignorieren, aber man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren.« Diesen Satz der libertären Autorin Ayn Rand macht der profunde Islamkenner und -kritiker Hamed Abdel-Samad zu einem Schlüsselsatz seines neuesten Buches »Integration – Ein Protokoll des Scheiterns«. Darin stützt er sich nicht auf Meinungsumfragen, die seiner Meinung nach allzu häufig ein beschönigendes Bild von der vermeintlich gelungenen Integration von Muslimen zeichneten. Stattdessen setzt er auf Gespräche mit Muslimen in Flüchtlingslagern und Problemvierteln und mit befreundeten Intellektuellen, die mit ihrem liberalen Wirken wie er selbst ins Fadenkreuz des politischen Islam gerieten. Am 13. September wird er aus seinem Buch in der Dreikönigskirche vortragen; anschließend Diskussion; auf Seite 20.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.