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Das Heft für den SEPTEMBER ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
KULTURMAGAZIN
»Man muss dem Irrationalen eine Chance geben« – Büchers Best feiert 15. Geburtstag: Ein Steckbrief von Jörg Stübing
Streetfood-Herbstmarkt in der Markthalle
Tolerave im Objekt klein a
Radnacht am 22. September
Nachts im Museum – drei Tourenvorschläge für die Museumsnacht
Im Porträt: der Scheunevorplatzkümmerer
KULTURREPORT
Stadtteil im Wandel – der Sound der Friedrichstadt
FILM
Einfach wunderschön, hoffnungslos romantisch – Gabe Klingers »Porto« ist bittersüßes Indie-Kino für Nachtschwärmer und Cinephile
Magical Mystery
Amelie rennt
Barfuß in Paris
Jugend ohne Gott
Schloss aus Glas
shorts&cuts
MUSIK
Vom Ehrgeiz, gute Musik zu machen – The Pinapple Thief im Interview
Wirbel in der Trommelshauptstadt: Das drum & Bass Festival setzt in seiner 11. Ausgabe den Fokus auf die regionale Szene
Tonträger: Beatsteaks: »Yours«, Romano: »Copyshop«
schall&rausch
BÜHNE
»Das Theater in die Stadt hinein öffnen« – Das Staatsschauspiel eröffnet die Spielzeit mit sechs Premieren/ Uraufführungen
Ein Fest für das Alter: Freaks&Fremde im Zentralwerk
Wildwechsel: tjg startet mit einem Festival in die neue Spielzeit
kurz&bü(h)ndig
KUNST
Wunderkammer und Trödelladen – Die Ostrale präsentiert sich in Vielfalt
Minimalist, Abstraktist, Außenseiter: Karl-Heinz Adler im Albertinum
art&news
LITERATUR
Man weiß weniger von Astronomie als von Axthieben – zur Neuausgabe von Gerhard Roths tragikomischem Jahrhundertpuzzle »Landläufiger Tod«
zu Andrea Wulfs Sachbuch »Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur«
zu Han Kangs »Die Vegetarierin«
kurz&knapp
DRESDNER MINIATUREN
Pause – die neue Staffel startet im November-DRESDNER
SERVICE
Adressen
Film
Freikarten
Galerien & Museen
Impressum
Kleinanzeigen
Kleinanzeigen-Coupon
Konzert-Vorschau
Literatur Live
PartyZone
Souffleur


Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Zeit des Fastens ist vorbei, das pralle Dresdner Kulturleben hat uns wieder: Die Theater öffnen ihre Häuser mit teilweise fulminanten Festivals, Programmen und Spielplänen für die neue Saison, in den Konzerthäusern wird wieder konzertiert und auch die Clubs schalten wieder in den Vollprogramm-Modus. Auch aus der Kulturpolitik lässt sich Erfreuliches berichten. So beschloss dieser Tage der Stadtrat, das Mary-Wigman-Haus, vormals die Kleine Szene der Semperoper, für die freie Tanzszene Dresdens zu kaufen. Wie der nicht unbedeutende Sanierungsaufwand gestemmt werden und welches Nutzungskonzept für das Haus entwickelt werden soll, ist zwar noch im Unklaren, aber wichtig ist erst einmal das gute Gefühl – vor allem bei der Regierungskoalition im Stadtrat. Da hatte man sich doch wegen der Senkung der Beherbergungssteuer ernstlich in die Haare bekommen. Welche Gründe die Grünen wohl dazu getrieben haben, auf diese Einnahmequelle zu verzichten? Es kommt doch kein Tourist mehr oder weniger nach Dresden wegen 0,6 Prozent Beherbergungssteuer hin oder her. Da zählen doch andere Kriterien, wie zum Beispiel die kulturelle Infrastruktur insgesamt. Dass dazu die breit aufgestellte populäre Kulturszene wesentlich beiträgt, steht außer Frage, nur scheint sich das bis zu den Grünen noch nicht herumgesprochen zu haben. Denn was hält sie davon ab, die Überschüsse aus der Beherbergungssteuer der Freien Szene zukommen zu lassen, auf dass es auch in Zukunft viele spannende, aufregende zukunftsweisende Kunstprojekte und -aktionen gibt? Denn dies wird Dresden in den nächsten Jahren nötig haben, scheint doch die Bewerbung um die Kulturhauptstadt 2025 langsam in Schwung zu kommen. Das Kulturhauptstadtbüro hat Ende August Räume im Kulturpalast bezogen, um an zentraler Stelle Anlaufpunkt für Fragen, Ideen und Anregungen zu sein. Und am 21. und 22. September gibt es im Kulturpalast den ersten großen inhaltlichen Aufschlag: In einer gemeinsamen Konferenz wollen Kulturmenschen europäischer und deutscher Städte aus Verwaltung, Politik, Institutionen und freier Szene dem Wesen einer Kulturhauptstadt auf die Spur kommen, quasi die Kulturhauptstadt-DNA entschlüsseln. Wer sich dafür interessiert, ist vor allem am 21. September herzlich eingeladen, wenn Kulturhauptstadtvertreter aus ganz Europa von ihren Erfahrungen berichten; weitere Informationen gibt es unter dresden.de/de/kultur/kulturhauptstadt.php und/oder unter kulturnetz-dd.de Wir sehen uns!
JANA BETSCHER, HERAUSGEBERIN
Im Wandel – Der Sound der Friedrichstadt. In unmittelbarer Nähe zur Altstadt gelegen, zählt das Jahrzehnte lang heruntergekommene Viertel zu den meistunterschätzten der Stadt. Soziale Brennpunkte wie an der Schäferstraße trugen das Übrige zum schlechten Image bei. Doch dieses Bild hat sich geändert. Lücken und Brachen werden geschlossen, neue Wohnquartiere entstehen – Die Friedrichstadt punktet heute mit viel Grün rund um das zentral gelegene Krankenhaus, dem Zuzug von Studenten und jungen Kreativen und den vielfältigen Möglichkeiten zur Erholung und sportlichen Betätigung im Ostragehege. Nicht zuletzt gelingt es dort ansässigen Vereinen wie dem Kultur Forum riesa efau, das am 9. September auch das Stadtteilfest organisiert, und Initiativen wie dem Wächterhaus eau42, dem SchauSchau-Kollektiv oder der Szenekneipe »Rösslstube«, die Friedrichstadt kulturell zu beleben. DRESDNER-Autor Stephan Zwerenz hat sich im aufstrebenden Viertel umgeschaut; ab Seite 8.


Trommelwirbel – Das Drum & Bass Festival setzt den Fokus auf die regionale Szene. Das in Scheune und Groove Station angesiedelte Festival ist mit seiner Fokussierung auf Schlagzeuger und Bassisten ziemlich einzigartig in der deutschen Musikszene und brachte in den vergangenen zehn Jahren die besten und gefragtesten deutschen Drummer und Basser sowie internationale Koryphäen in teils exklusiven Konstellationen bei Workshops, Performances und Konzerten zu Gehör. Mit der 11. Ausgabe am 9. September schalten die Festivalbegründer Robert Eisfeldt und Matthias Barthel einen Gang zurück und legen den Schwerpunkt auf die lokale und regionale Szene, die jedoch mit Altmeister Günter »Baby« Sommer, Ü30-Talent Steffen Roth, dem vielseitigen Demian Kappenstein und weiteren Musikern außergewöhnliche Qualitäten besitzt; DRESDNER-Redakteur Heinz K. stellt das diesjährige Festival vor; auf Seite 14.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.