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Das Heft für den MAi ist da und ist hier kostenlos zu haben.
Die aktuelle Ausgabe des DRESDNER Kulturmagazins im Themen-Überblick. Alle Artikel, Service und den kompletten Programm-Überblick über den laufenden Monat gibt's kostenfrei im Heft.


Aus dem Inhalt
KULTURMAGAZIN
Im Porträt: Hagen Lippmann von Mugshop Prints & Daedalus (auch online)
Auftakt der Stories of Change 2017
Schiffe auf dem Trockendock – »Leinen los!«, die neue Dauerausstellung im Verkehrsmuseum
Dreharbeiten zu einem Nachhaltigkeitsspot
das 14. Neiße Filmfestival
Modellprojekt »Kulturjahr Sucht«
die 2. Finallesung der »DRESDNER Minaturen« im Lofthouse
KULTURREPORT
Die Vielfalt sprießt – trotz Gentrifizierung – Mein Viertel: Der Sound von Pieschen
FILM
Deutschland ohne Liebe – »Einsamkeit und Sex und Mitleid« entblößt die Armseligkeit unserer heutigen Gesellschaft
Berlin Rebel High School
Sieben Minten nach Mitternacht
Überflieger – Kleine Vögel, großes Geklapper
Rückkehr nach Montauk
Victoria – Männer und andere Missgeschicke
shorts&cuts
MUSIK
Weniger Metapher ist mehr – die 40. Dresdner Musikfestspiele
Paisley feiern ihr Debütalbum
Rany im Gespräch zur »Kopfwerkstatt« und neuen Plänen (auch online)
Tonträger: Heavy Tiger, »Glitter«
Tristesse gibt es selten – das Tourinterview mit Sportfreunde Stiller (auch online)
schall&rausch
BÜHNE
Wenn die Goldene Gans... – erster Ausblick auf die Sommertheatersaison
32. Puppenspielfest auf Burg Hohnstein
»Homohalal« im Kleinen Haus
»Medea« im Schauspielhaus
kurz&bü(h)ndig
KUNST
Der Kurfürst im Landschaftskleid – »Macht & Mode« im Residenzschloss
New Scenario‘s Hope in der Altana Galerie
art&news
LITERATUR
Die Einsamkeit des Mondes – zu Clemens Meyers Erzählband »Die stillen Trabanten«
zu »Von der Sorberwenden Wesenheit und Herkommen« von Traugott Xaverius Unruh
zu Ute Cohens Roman »Satans Spielfeld«
kurz&knapp
DRESDNER MINIATUREN
gibt es ab September wieder im Heft – Finallesung am 14. Mai im Lofthouse
SERVICE
Adressen
Film
Freikarten
Galerien & Museen
Impressum
Kleinanzeigen
Kleinanzeigen-Coupon
Konzert-Vorschau
Literatur Live
PartyZone
Souffleur


Liebe Leserinnen, liebe Leser, Dresden ist mehr als die Summe seiner Teile. Zwar wird die Stadt zumeist als Gesamtorganismus wahrgenommen, dies ist aber eher der Tatsache geschuldet, dass die behördlichen Verwaltungen zentrumszentriert links wie rechts der Elbe ihren Standort haben. Aber mit zunehmender Einwohnerschaft scheint in Dresden das Bedürfnis zu wachsen, die sozialen Bezüge im näheren Wohnumfeld zu suchen und neu zu definieren. Bislang zeichneten sich an allererster Stelle die Zuzügler der letzten 25 Jahre in der Äußeren Neustadt durch expliziten Neighbourhood-Patriotismus aus und die Blasewitzer taten und tun dies seit jeher aus der Historie ihres Stadtviertels heraus. Nun fordern in vielen Stadtteilen nach sozialen Umwälzungen die Einwohner selbstbewusst Teilhabe ein, um so ein Lebensgefühl teilen zu wollen, das über die inzwischen schon lange nicht mehr zufällig getroffene Wahl des Wohnortes hinaus geht. So finden derzeit in vielen Stadtteilen teils hochdynamische Prozesse statt, wie man sich als Gorbitzer, als Friedrichstädterin, als Einwohner von Löbtau oder Reick gemeinsam ein Umfeld schafft, das auch den individuellen Ansprüchen an eine Stadtgesellschaft gerecht wird. Dies hat man auch schon in der Stadtverwaltung erkannt. Seit einigen Monaten ist die Kulturbürgermeisterin mit ihrem Amt bei Bürgerforen in den einzelnen Stadtteilen unterwegs, um auszuloten, wie es dort um den kulturellen Kitt, der die Gesellschaft nun einmal zusammenhält, bestellt ist. Auch wir vom DRESDNER verfolgen diese Entwicklungen mit großem Interesse und manchem Erstaunen. Deshalb gibt es mit dieser Ausgabe den ersten Teil unserer Stadtteilserie, in der wir dem dortigen besonderen Lebensgefühl nachspüren wollen. Über die übliche journalistische Berichterstattung hinaus wollen wir dieses Thema auf essayistische Weise angehen. Das ist auch für uns ein Experiment, und wir sind sehr gespannt, wie es euch gefällt, wie unsere Autorin Marlen Hobrack ihn hörbar gemachen hat – den Sound von Pieschen. Wir wünschen eine unterhaltsame Lektüre.
JANA BETSCHER
Wo die Vielfalt spießt – Mein Viertel: Der Sound von Pieschen. Wollte man einen Roman über Pieschen schreiben, müsste man wohl bei einem wie Herrn Meier beginnen. Ein Original, vor dessen offenem Fenster jeden Tag Menschen stehen, ob jung oder alt, um mit ihm zu plaudern. Herr Meier heißt natürlich nicht Meier – Und Pieschen ist viel mehr als ein ehemaliges Arbeiterviertel. Fast scheint es, als wolle die Gentrifizierung den Pieschenern eine lange Nase drehen: Die Mieten steigen, noch bevor die Künstler richtig Fuß gefasst haben. Trotzdem sprießt die Vielfalt. Mit dem Stadtteilfest »Sankt Pieschen« weht seit einigen Jahren ein frischer, gewerbebelebender Wind durchs Viertel und am 5. und 6. Mai wird mit dem »Zentralwerk« ein weiterer kultureller Hot Spot eröffnet. DRESDNER-Autorin Marlen Hobrack hat sich in ihrem Viertel umgehört und beschreibt den Sound von Pieschen; ab Seite 8.


Kurfürst im Landschaftskleid – Macht & Mode im Residenzschloss. Die Räume, in denen die Ausstellung »Macht und Mode« im Residenzschloss inszeniert wird, sind abgedunkelt. Nur einzelne Spotlights beleuchten die Vitrinen mit den kostbaren kurfürstlichen Kleidungsstücken. Wobei der Begriff »Kleidung« hier beinahe zu profan erscheint. Denn hier handelt es sich buchstäblich um Kunststücke. Dass Mode im 17. Jahrhundert vor allem Männersache war und sich darin vor allem der weit über Ländergrenzen hinweg reichende Anspruch auf Herrschaft ausdrückte, hat DRESDNER-Autorin Marlen Hobrack unter anderem bei ihrem Besuch der neuen Dauerausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen im Renaissanceflügel des Residenzschlosses herausgefunden; auf Seite 18.
An die Printausgabe kommen:
Eine Übersicht der Verteilungsstellen, bei denen es den aktuellen DRESDNER kostenfrei für Euch gibt, findet Ihr hier.