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Bianca Scout

Pattern Damage

(Sferic)


Wie ein Tanz sei ihr neues Album arrangiert, sagt Bianca Scout, Schöpferin sowie Covermodel von »Pattern Damage« und gleichzeitig selbst als Tänzerin und Choreografin aktiv. Gerade unter dem Blickpunkt Bewegung ist Scouts Vergleich schlüssig: Besonders zu Beginn fließen die einzelnen Songs übergangslos ineinander, das Album wirkt, als wäre es als patchworkartige Abfolge verschiedener dramaturgischer Stationen modelliert. Schon das »Intro« eröffnet das Album als maschinelle Sound-Collage, bevor »Forest Spirit« mit fast opernhaftem Gesang vom eigentlich auch aus dem Tanzbereich stammenden Kollaborationspartner Darkmarik überrascht. Das kakophonische Eingangschaos wird nahtlos in eine Grandezza überführt, die der Eleganz von Scouts Coverpose in nichts nachsteht. Damit wird auch schnell deutlich, dass sich hier ein breites Spektrum an Sounds und Stimmungen auffächert. Zum Chamberflair von »Forest Spirit« oder auch »Lead Us« gesellen sich nämlich nicht nur sakral anmutende Stimmvariationen oder die zerhackten Loops aus »When My Heart Is Lonely«, sondern mit der lupenreinen Post-Punk-Nummer »Desert« auch ein Verweis auf Scouts Nebenprojekt Marina Zispin, das klingt wie Bianca Scouts Solo-Sachen, bevor sie durch den Dekonstruktionsfilter gejagt werden. Also ein großer Spaß für Alt und Jung.
Peter Zeipert
www.sferic.bandcamp.com/album/pattern-damage-2
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