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Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der Allgemeinverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus sind in Sachsen ab 15. Mai wieder Veranstaltungen möglich. Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser dürfen wieder öffnen, sofern ein behördlich genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst-Spielstätten, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich. Größere Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres ausgesetzt, Clubs, Bars und Diskotheken vorerst geschlossen.

Für die veranstaltungsarme Zeit möchten wir unsere Leserinnen und Leser über Online-Alternativen, Kulturmeinungen und kreative Initiativen informieren und auf dem Laufenden halten: www.dresdner.nu/co19

Also, macht das Beste draus und bleibt gesund!

Aktuelle Tonträger

Bonsai Kitten

Love And Let Die

(Sunny Bastards / Soulfood)


Veränderung ahoi. Frontfrau Tiger Lilly Marleen hat ihre Band frisch aufgestellt. Feeling-B-Bassist Spoxx ist noch mit dabei. Neu an Bord sind Marc Reign, bekannt als Trommler bei harten Bands wie Destruction oder Morgoth und Wally, der sich unter anderem als Gitarrist der berüchtigten V8Wankers und Live-Klampfer der schwedischen Rock’n’Roll-Formation Psychopunch einen Namen gemacht hat. Letzterer ist es, der mit Sängerin Tiger Lilly Marleen jetzt die Songs schreibt. Das Ergebnis: ein wohltemperierter Mix aus Rock und Metal, mit einem Faible für ohrwurmhafte Melodien und eingängigen Texten. Ein Gesamtpaket wie vom Rockplakat. Aber der Reihe nach: inspiriert von Paul McCartneys James-Bond-Song »Live And Let Die« taugt die fünfte Bonsai-Kitten-Platte ebenfalls zum Soundtrack, wirken die meisten der elf Stücke wie Episodenbeschleuniger eines gelungenen Roadmovies über Lust und Leid eines ausgekosteten Rock’n’Roll Lebens. Schon beim Opener »Dead Man Walking« fliegt einem buchstäblich der Barhocker entgegen. Nice. Angenehm direkt und vielfältig kommen auch Tracks wie »Limit To Your Love«, das balladeske »Second Self«, oder das gelungene Cream-Cover »Sunshine Of Your Love« daher. Bei »Now Or Never« schaut gar noch Jarmo von Psychopunch als Gastsänger vorbei. Klarer Höhepunkt ist der Titelsong mit seinen episch-bluesigen acht Minuten fast schon ein Werk im Werk. Eine große Hymne an die Liebe im Ungewöhnlichen, die einen nach dem letzten Akkord nur widerwillig in die Welt der Alltagslebenden entlässt. Daumen hoch!
M.Hufnagl
www.bonsai-kitten.de/
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