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The Black Keys

Let's Rock

(Nonesuch / Warner)


Zuerst gesehen habe ich die Black Keys im November 2004 auf der kleinen Bühne des Berliner Mudd Clubs. An diesem Herbstabend war ich als Aftershow-DJ gebucht und freute mich auf ein gutes Rock’n’Roll-Konzert. Auf dem Plan standen zwei Jungs aus Akron/Ohio, denen der Ruf vorauseilte, mit ihrem dritten Studioalbum »Rubber Factory« den heißen Scheiß im Gepäck zu haben. Später wurden The Black Keys erst Superstars und schließlich zum Defibrillator einer schwächelnden Rocknische. Mit »Let’s Rock« steht nun das siebte Studioalbum in den haptischen wie virtuellen Regalen. Kam der vor fünf Jahren erschienene Vorgänger »Turn Blue« noch spektral wabernd daher, zeigt der Pfeil jetzt wieder geradeaus. »Let’s Rock« ist Programm: Dan Auerbach und Pat Carney machen, was sie am besten können: Mit erdigen Mitteln eingängige Melodien hervorzaubern, welche die Grenze von Rock zu Gold wieder durchlässiger machen. Folgerichtig ist die Platte just auf Platz Eins der amerikanischen Albumcharts geklettert und in den hiesigen auf einem veritablen siebten Platz eingestiegen. Dabei ist es ein ehrliches Werk – kein Schischi, bis auf Sängerinnen im Background keine Gäste und ansonsten viel Reminiszenz an Größen des Blues(Hard)Rock wie AC/DC oder ZZ Top. Stücke wie das Aushängeschild »Shine a Light«, die Sommerhymne »Go«, oder das fordernde »Get Yourself Together« zeigen deutlich: The Black Keys spielen immer noch in ihrer eigenen Liga. Und das ist gut so. Respekt!
M.Hufnagl
www.theblackkeys.com/
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