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Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der Allgemeinverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus sind in Sachsen ab 15. Mai wieder Veranstaltungen möglich. Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser dürfen wieder öffnen, sofern ein behördlich genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst-Spielstätten, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich. Größere Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres ausgesetzt, Clubs, Bars und Diskotheken vorerst geschlossen.

Für die veranstaltungsarme Zeit möchten wir unsere Leserinnen und Leser über Online-Alternativen, Kulturmeinungen und kreative Initiativen informieren und auf dem Laufenden halten: www.dresdner.nu/co19

Also, macht das Beste draus und bleibt gesund!

Aktuelle Tonträger

Mr. Airplane Man

s/t

(Beast Records)


So spröde, nebulös und trotzdem eingängig wie das Duo Mr. Airplane Man den elektrischen Blues spielt, singt und leidet, lassen sie mich sofort an The Gun Club denken. Denn dieser brachte solch leidenschaftlichen Bluespunk Anfang der 1980er aus den Hinterzimmern von Los Angeles ans Licht der Welt. Bei Mr. Airplane Man handelt es sich um zwei Ladys (Margaret Garrett und Tara McManus) aus den USA, die ihren Gefühlen seit über 20 Jahren freien musikalischen Lauf lassen – und nun wieder ihren reduzierten und oft sexy-hypnotischen Blues zurück in die Gegenwart und in die Wohnzimmer holen. Bervor sie eine Bandpause (Nachwuchs) einlegten, nahmen sie bereits drei Alben auf und tourten mit den üblichen Verdächtigen The White Stripes, Reigning Sound, The Jon Spencer Blues Explosion, Holly Golightly, Detroit Cobras auch durch Europa, und schafften es da gleich zweimal in die John Peel Sessions der BBC. Bei dem jetzt vorliegenden Album handelt es sich um eine Zusammenstellung von Songs, die bereits zwischen 1998 und 2004 in Amerika unter anderem von »Sympathy for The Records Industry« veröffentlicht wurden und die heute kaum bis überhaupt nicht mehr zu haben sind. Zum Glück kann man nun so großartige Songs wie »How long«, »C´mon Dj« oder »Up in The Room« entdecken. Neben diesen und sieben weiteren eigenen Songs, runden sehr gelungene Cover von Howlin Wolf (»Moanin´«), Fred McDowell (»Sun Sinking Low«) und das balladige Traditional »Jesus On The Mainline« ab. Für Garagerock-Fans sehr interessant ist sicher auch die Mitarbeit von Greg Cartwright (Reigning Sound, Oblivians) an zwei Songs auf dieser Compilation.
Dj Cramér
www.mrairplaneman.bandcamp.com/
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