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Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der Allgemeinverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus sind in Sachsen ab 15. Mai wieder Veranstaltungen möglich. Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser dürfen wieder öffnen, sofern ein behördlich genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst-Spielstätten, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich. Größere Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres ausgesetzt, Clubs, Bars und Diskotheken vorerst geschlossen.

Für die veranstaltungsarme Zeit möchten wir unsere Leserinnen und Leser über Online-Alternativen, Kulturmeinungen und kreative Initiativen informieren und auf dem Laufenden halten: www.dresdner.nu/co19

Also, macht das Beste draus und bleibt gesund!

Aktuelle Tonträger

Marteria & Casper

1982

(Zwei Bernds tanken Super/ Sony)


»Rock’n’Roll« – war der Titel des ersten gemeinsamen Songs, den Casper und Marteria vor neun Jahren veröffentlichten. In ihm skandierten sie: »Die Welt zerbricht in zwei Teile/Mar und Cas wir nehm’n sie uns beide«. Mit »1982« tun sie genau das. Über den kleinsten gemeinsamen Nenner ihres Geburtsjahres, liefern die zwei Schwergewichte eine Platte irgendwo zwischen billigem Vorstadtrausch, marodierenden Prepaid-Halbstarken und heilloser Koryphäenromantik. Neben stadiontauglichen Bierschaumwegblas-Beats, gibt es Big-Band-Experimente, zerrende Gitarren, Soul-Anleihen und eine herrliche Prodigy-Hommage. Somit zeigt die Platte den nötigen Mut zum Experiment, um die zehn Songs als mehr als die Laune zweier satter Popstars daher kommen zu lassen. Ganz schön viel auf einmal? Genau. Marteria und Casper zelebrieren in bester Allstar-Manier die Kraft der Vereinigung – ohne dabei einzeln an Strahlkraft zu verlieren. Man glaubt ihnen jedes Wort, wenn sie im Stück »Denk an dich« das Heimweh der Liebe auf Tour beklagen. Es passt zum Stilmix, dass der Refrain hier von der großartigen Kat Frankie gehaucht wird. »1982«, das ist feinste Freundschaft mit Bass – und irgendwie immer noch Rock’n’Roll.
M.Hufnagl
www.marteriacasper.lnk.to/1982
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