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Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der Allgemeinverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus sind in Sachsen ab 15. Mai wieder Veranstaltungen möglich. Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser dürfen wieder öffnen, sofern ein behördlich genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst-Spielstätten, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich. Größere Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres ausgesetzt, Clubs, Bars und Diskotheken vorerst geschlossen.

Für die veranstaltungsarme Zeit möchten wir unsere Leserinnen und Leser über Online-Alternativen, Kulturmeinungen und kreative Initiativen informieren und auf dem Laufenden halten: www.dresdner.nu/co19

Also, macht das Beste draus und bleibt gesund!

Aktuelle Tonträger

Stephen Malkmus & The Jicks

Sparkle Hard

(Domino)


So macht Indie Spaß. Seit über 17 Jahren und nunmehr 7 Alben ist diese Band ein vitaler Bestandteil einer Szene, die sich nur allzu oft in Selbstbeweihräucherung und schier nicht enden wollenden Wiederholungen ergeht. Seit 2015 zunächst im eigenen Heimstudio in der Mache, wurden die Songs für diese Platte 2017 zunächst innerhalb eines Tages auf Demo gebannt, um sie kurze Zeit später mit den Jicks im Studio von Chris Funk (The Decemberists) in Portland aufzunehmen. Dabei war es Stephen Malkmus persönlich, der Sonic Youth-Ikone Kim Gordon für ein Duett zum Song »Refute« ins Studio bat. Musikalisch ziehen einen ab dem ersten, »Cast Off« betitelten Song, insgesamt elf Stücke in einen übermächtigen Bann aus flirrender Neunziger-Romantik, verschrammelten Gitarrenausbrüchen, zeitgemäß hoffnungsvoller Melancholie und sogar einer unerwarteten Folk-Reminiszenz im Intro zum Stück »Kite«. Textlich ist neben vielen Tiefgängen vor allem der Song »Bike Lane« herausragend, in dem Malkmus den gewaltsamen Tod durch Polizeigewalt von Freddie Gray in Baltimore eindrucksvoll thematisiert. Mit »Sparkle Hard« arbeiten Stephen Malmus & The Jicks so an ihrem eigenen Vermächtnis und schüren zugleich Vorfreude darauf, was im Indie-Genre in Zukunft noch alles möglich sein kann. Sogar der Einsatz von Autotune kann somit getrost verziehen werden. Tolle Platte.
M.Hufnagl
www.stephenmalkmus.com/
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