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Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der Allgemeinverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus sind in Sachsen ab 15. Mai wieder Veranstaltungen möglich. Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser dürfen wieder öffnen, sofern ein behördlich genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst-Spielstätten, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich. Größere Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres ausgesetzt, Clubs, Bars und Diskotheken vorerst geschlossen.

Für die veranstaltungsarme Zeit möchten wir unsere Leserinnen und Leser über Online-Alternativen, Kulturmeinungen und kreative Initiativen informieren und auf dem Laufenden halten: www.dresdner.nu/co19

Also, macht das Beste draus und bleibt gesund!

Aktuelle Tonträger

Garda

A Heart Of A Pro

(K&F Records/ Broken Silence)


Über den langen Zeitraum von sechs Monaten entstand der Nachfolger des Debütalbums »Die, Technique, Die« unter Mithilfe von Philipp Makolies, Ludwig Bauer (Hotel Albert Studios/ Polarkreis 18) und Doug van Sloun (produzierte u.a. die Bright Eyes, Cursive, Azure Ray). Um es vorweg zu nehmen, die Mühe hat sich zumindest in einem Punkt gelohnt: Aus dem losen Kollektiv um das Duo Kai Lehmann (Sänger und Songschreiber) und Ronny Wunderwald (Drums, Percussions) wurde in den fast vier Jahren zwischen dem Erscheinen ihres allseits hochgelobten Debütalbums und »A Heart Of A Pro« eine feste Band. Wo früher leises Knistern, ruhiges Atmen und das Gleiten der Hand über den Bund der Akustik-Gitarre als atmosphärische Basis für eine zu Herzen gehende Stimme ausreichten, bedarf es nun des konzentrierten Einsatzes von Schlagwerk, Cello, Piano, E-Gitarre und Trompete – um damit kaum mehr als Leerräume zu füllen. Verständlich, dass Garda keine Reproduktion oder gar Variation ihres Debüts abliefern wollten, und doch wissen die Songs trotz effektvoll eingesetzter Instrumentenvielfalt nur selten zu packen. Kai Lehmanns schaurig-traurige Stimme wirkt erwachsener, irgendwie auch abgeklärter und geht bisweilen im verschachtelten, vertrackten, in Feedbacks aufgelösten Bandsound unter. Das von ihm entworfene Bild des erhabenen, traurigen, gejagten Gorillas als Sinnbild für »A Heart Of A Pro« lässt vielleicht die sich dahinter verbergende Intention deutlich werden, doch möchte man diesem Wesen, das es einem »nicht leicht macht, und das man wieder und wieder anstarren möchte«, nicht so recht über den Weg trauen. Woran es hier wirklich mangelt, dies sind über Banalitäten und soundtechnische Spielereien erhabene Songs wie etwa »Oh Euphoria, My Dear«, »A Guilty Conscience Needs No Accuser« oder das finale »00:00«; drei packende Songs, die Intimität, Seelenschmerz und Größe vereinen und Garda wirklich unverwechselbar machen.
Frog
Wer die Pre-Release-Show am 14.4. im Beatpol verpasst hat: am 27./28.5. sind Garda beim »Discorporate Festival« in der Scheune und am 1.6.2012 beim »Insectlounge Open Air« auf der Waldbühne Börnichen (Oederan) zu erleben.
www.gardamusic.com
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