Logo DRESDNER

Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der umfangreichen Maßnahmen und behördlichen Anordnungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus sind nach der für Sachsen geltenden Allgemeinverfügung vorerst bis zum 20. April alle Veranstaltungen ausgesetzt.

Nachdem in Sachsen am 23. März sowie am 1. April weitere Verschärfungen der Allgemeinverfügung in Kraft traten, ist das Verlassen der eigenen Wohnung bis 19. April nur noch mit triftigem Grund möglich.

Für die veranstaltungsfreie Zeit möchten wir unsere Leserinnen und Leser über Online-Alternativen und kreative Initiativen informieren und auf dem Laufenden halten: www.dresdner.nu/co19

Also, bleibt zuhause, macht das Beste draus und bleibt gesund!




You can win if you want? – Shot AG mit »Ich wollte doch nur…« im Societaetstheater
Cindy Hammer und Dennis Dietrich sind Hase und Wolf. Zwar nicht den ganzen Abend lang, aber ein stückweit schon. Bis sie wieder sie selbst sind. Zumindest irgendwer in dieser Richtung. Bühne und Kostüme sind knallbunt für ein ungleiches Paar in doppelter Hinsicht. Die unterschiedlichen Körpergrößen der beiden werden kreativ genutzt; die unterschiedlichen Ausdrucksfähigkeiten der beiden Tänzer bilden Reibungsflächen. Die Geschmeidige gegen den Schlaksigen. Die urbane Sprache des choreographischen Vokabulars ist deutlich die bekannte der Shot AG. In pulsierender Neurose wird Optimierungszwang durchbuchstabiert. Schneller, höher, weiter. Verblüffend, wie man Akkordeon spielend tanzen kann. Wolfgang Boos als Darsteller bildet eine geschickte Ergänzung. Mal stottert er sich durch verbale Unfähigkeit, mal zettelt er eine Gruppenkeilerei an, bei der keiner geschont wird. Jeder klammert sich an den Nächsten, nur um besser zuschlagen zu können.
Kakophonische Momente und eine ätherische Traumsequenz, in der Rotkäppchen ihre eigenen Probleme mit dem »richtigen« Weg durchleidet. Und über allem liegt eine subtile Form bissigen Humors. »Ich habe heute leider kein Foto für Dich«. Nur ein einziger Satz, mehr nicht. Und schon stimmt die ganze Sache. Überhaupt bildet Sprache hier eine besondere Komponente. Reduziert, verknappt, geschreddert. Ein bunter Strauß gesammelter DSDS-Dieter-Bohlen-Sprüche. Und dann einfach der alte Modern-Talking-Schinken »You can win if you want«, trocken von der Bühne geschmettert. So simpel wie effektiv. Dieter Jaenicke, Intendant des Festspielhauses Hellerau, meinte im Anschluss mit breitem Grinsen: »Herrlich trashig. Herrlich nostalgisch.« Tatsache. S.R./ Fotos: Franziska Pilz

Nächste Vorstellungen: 25.1., 20 Uhr & 28./29.3.2013 im Societaetstheater



« zurück