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Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der Allgemeinverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus sind in Sachsen ab 15. Mai wieder Veranstaltungen möglich. Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser dürfen wieder öffnen, sofern ein behördlich genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst-Spielstätten, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich. Größere Veranstaltungen bleiben bis auf weiteres ausgesetzt, Clubs, Bars und Diskotheken vorerst geschlossen.

Für die veranstaltungsarme Zeit möchten wir unsere Leserinnen und Leser über Online-Alternativen, Kulturmeinungen und kreative Initiativen informieren und auf dem Laufenden halten: www.dresdner.nu/co19

Also, macht das Beste draus und bleibt gesund!




Laibach
am 22.3.2015 im Beatpol. Laibach anno 2015 beschreiben ein musikalisches Bild zwischen perfektionistischem Elektro-Pop, altertümlichem Schlager, klassischem Bombast und Noise. Für eine neue Frische und stilistische Weite ist die Sängerin Mina Špiler mitverantwortlich, die den herben Sprechgesang von Milan Fras - vom dominahaft strengen Befehlston bis zu romantischem Kitsch – atmosphärisch ergänzt. Eröffnet wurde der Abend mit einer Noise-lastigen Bearbeitung von Edward Griegs romantisch-nationalem Opernfragment Olav Trygvason, die von kunstvollen Videoprojektionen begleitet war. Darauf folgten bekannte »Partei-Lieder« aus dem Spectre-Album.
Besonders intensiv waren dann im zweiten Teil des Konzerts das bereits klassische DAF-Cover »Alle gegen alle«, gefolgt von »Eat Liver« und dem ebenso treibenden wie melancholischen »Bossanova« vom aktuellen Album. Unter den abschließenden Zugaben von Laibach-Klassikern stach besonders eine neue Variante der deutschsprachigen Coverversion von »Life is life« (Opus) hervor, die von einem Wechsel von massivem Avantgarde-Noise und süßlichem Pop bestimmt war. Die gewohnt rituellen Darbietungen wurden von scherzhaft albernen Ansagen vom Band eingerahmt, die für das Bild einer Kommunikation mit dem Publikum sorgten – alles in allem eine denkwürdig komisch-ernste Mischung mit langem Nachklang. Friedrich Hausen/ Copyright Foto: Maya Nightingale




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