Hinweis in eigener Sache.

Aufgrund der geltenden Allgemeinverordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus können Veranstaltungen ab 2. November nicht mehr stattfinden.

Für die veranstaltungsfreie Zeit informieren wir euch über Online-Alternativen, kulturelle Aktivitäten und Kulturmeinungen unter www.dresdner.nu/co19

Also, macht das Beste draus und bleibt gesund!




Kunst fürs Auge und fürs Ohr – Diplomausstellung 2020 an der HfBK Dresden
Im Oktogon und in den weiteren Räumen auf der Brühlschen Terasse können noch bis 1. November die Diplomarbeiten der Studierenden erlebt werden. Dieses Jahr konnten die Ausstellungsräume des Oktogons durch viele interessante großformatige Positionen sehr gut genutzt werden, sei es Malerei, (Sound-) Installation oder Objekt. Auch die restlichen Räume sind mit abwechslungsreichen Positionen gespickt. Insgesamt macht das Entdecken der Arbeiten gut Laune, denn durch die Variation an Gattungen und Techniken wirkt jeder Raum erfrischend anders.

Besonders beeindruckend steht die Arbeit von Viktoria Kurnicki im Raum. Sie zeigt ein beschriftetes Papier, welches hoch im Raum hängt, die Sätze lassen sich teilweise lesen. Durch die vier Spiegel auf dem Boden, ist das in Bahnen hängende Papier auch durch einen anderen Blickwinkel sichtbar. Die Künstlerin beschäftigt sich mit der Umsetzbarkeit von Ideen und Gedanken, kommt zu den Schluss, dass ebendiese Umsetzung in eine künstlerische Position nicht der Erwartung, sondern jeweils immer nur einem Kompromiss entspricht.

Im Nebenraum hängt das großformatige Werk und weitere kleinere Positionen von Hamidreza Yaraghchi. Durch seine Malweise vereinen sich hier Realität und Abstraktion sowie düsterer Raum mit farbigen Akzenten. Die große Arbeit bildet den Orakelbaum Waqwaq ab, der Früchte in Form von Menschenköpfen oder Tieren ausbildet und auf gleichnamiger fiktiver Insel gedeiht. Ein bisschen wie in einem Suchbild lassen sich diese Köpfe auf dem Bild durch den Betrachter finden. Auf alle Fälle eine etwas andere Landschaftsmalerei.

Aber auch außerhalb des Oktogons finden sich noch zahlreiche spannende Positionen. Raumeinnehmend gestaltet sich das Diplom von Deborah Geppert oder von Olivia Schneider, die durch ihre Installation sowie durch Videoschnitte das Home-Workout-Phänomen und die Fitness-Influencer vorführen. Insgesamt werden 36 Arbeiten im Oktogon, dem Senatssaal und Ateliers ausgestellt. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle für die unterschiedlichen Positionen der Diplomierten. Jenny Mehlhorn / Fotos: Andreas Seeliger

Diplome 2020, in der HfBK bis 1. November; geöffnet Di – So 11 – 18 Uhr.



« zurück