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Heavy Psych Sounds in Dresden – Im Gespräch mit Friedo von Elbsludgebooking zur Dresden-Premiere des »Heavy Psych Sounds Fest«
Im Gespräch mit Friedo von Elbsludgebooking zur Dresden-Premiere des »Heavy Psych Sounds Fest«
■ Im Dezember kommt das »Heavy Psych Sounds Fest«, das sonst in Großbritannien, den USA, oder in Italien stattfindet, erstmals nach Deutschland. Neben Berlin gibt es nur einen weiteren Austragungsort, und der ist glücklicherweise die Chemiefabrik in Dresden. Das veranstaltende »Heavy Psych Sounds«-Label aus Rom hat sich, dem Namen naheliegend, dem Sound von schwerer bis psychedelischer Rock und Hardrockmusik verschrieben. Darunter fallen im speziellen Doom, Stoner und 70s Hardrock. Angekündigt sind satte elf Bands, die unter Mithilfe des ortsansässigen Vereins Elbsludgebooking den Weg nach Dresden finden werden. DRESDNER-Autor René Seim hat Friedo von Elbsludgebooking vorab ein paar Fragen gestellt.

Hallo Friedo, du bist beim Elbsludgebooking tätig. Seit wann gibt es euch, und was ist euer Anliegen?

Friedo: Wir haben uns 2017 gegründet, haben aber vorher schon gemeinsam kleine Konzerte und Parties organisiert. Wir wollen den handgemachten Rock fördern und vor allem auch internationalen Bands Konzerte in Dresden ermöglichen. Die Stoner/Doom-Szene gibt es um den ganzen Globus, aber die ist familiär und immer ein bisschen neben dem Mainstream – da macht das Booken megamäßig Spaß! Gerade die US-amerikanischen Bands sind immer wieder begeistert vom Respekt und der Gastfreundschaft in Deutschland – das kennen die dort so gar nicht.

Seid ihr großenteils selbst Musiker, oder betreibt ihr das Booking aus reiner Fansicht, um eure Lieblinge sehen zu können?

Friedo: Der harte Kern besteht tatsächlich aus Hobbymusikern, aber zusätzlich sind wir alle Fans der gleichen Musik. Das Booking ist da ein guter Weg, um einerseits frischen Bands zu Gigs zu verhelfen und natürlich, um auch mal die von uns vergötterten Combos einzuladen. Und gerne spielen wir dann auch mal selbst als Vorband.

Stichwort Standort Dresden. Muss man das beklagen oder kann man sich beglückwünschen?

Friedo: Dresden ist für Livemusik ein Spitzenstandort, was aber offenbar viele Leute als naturgegeben hinnehmen. Man kann nur dankbar sein, wie viele Clubs es gibt und wie unkompliziert es ist, mit denen zusammenzuarbeiten. Ohne Läden wie die Chemiefabrik und den Ostpol könnten wir nichts von dem realisieren, was wir uns wünschen.

Was habt ihr mit dem Heavy Psych Sounds Fest zu schaffen?

Friedo: Das »Heavy Psych Sounds Fest« ist das Wanderfestival des gleichnamigen Labels aus Rom. Dessen Chef ist Gabriele, der auch viele seiner Bands eigenhändig auf Tour schickt und auch bei den Black Rainbows spielt. Das erste Konzert, das wir veranstaltet haben, war mit einer seiner Bands. Daraus ist mittlerweile eine Freundschaft entstanden, die soweit geht, dass er mich per Messenger anleitet, wie ich meine Pizza machen soll. Da war es natürlich klar, dass das erste HPS-Fest in Deutschland auch in Dresden stattfinden musste.

Deine persönlichen zwei Favoriten – und warum?

Friedo: Das ist unheimlich schwer für mich, aber Monolord auf jeden Fall. Die liefern satte Doomsongs, aber genau mit der richtigen Portion Melodie. Und dann natürlich die Black Rainbows, wegen Gabriele und ihrem Retro-Stoner-Brett. Und Tons, weil das Freunde von uns sind und die mit ihrer schweren Riffwalze alles plattmachen. Das waren jetzt aber schon drei, oder?

Heavy Psych Sounds Fest Dresden am 6. Dezember mit Monolord, Alunah, Giöbia, The Sonic Dawn, 1782 und am 7. Dezember mit Dead Witches, Planet of Zeus, Black Rainbows, Gorilla, Tons, Wedge in der Chemiefabrik. Zum Event: www.facebook.com/events/chemiefabrik-dresden-chemo/heavy-psych-sounds-fest-dresden/658161097944810/

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