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DRESDNER Interviews / O-ton!
Einstürzende Mauern – Im Februar startet eine neue Konzertreihe des KlangNetz Dresden
Im Februar startet eine neue Konzertreihe des KlangNetz Dresden
■ Eine neue, stilistisch breitgefächerte Konzertreihe widmet sich Werken mehrerer Komponistengenerationen aus West und Ost, die in ihrer Entstehung unterschiedlichen sozialen und gesellschaftspolitischen Einflüssen unterlagen, und stellt sie einander gegenüber. Dabei werden neben Auftragswerken bekannte und unbekannte Werke zur Dresdner Erst- und (zum Teil posthumen) Uraufführung kommen. Für DRESDNER Kulturmagazin hat Anders Winter dazu mit KlangNetz-Dresden-Projektkoordinator Georg Preißler gesprochen.

Bei der Konzertreihe »Einstürzende Mauern« geht es sicherlich nicht um pure Lautstärke?

Georg Preißler: Nein! Der leicht pathetische Titel der Reihe spielt im 25. Jahr des Mauerfalls auf die facettenreiche Entwicklung der deutsch-deutschen Musikgeschichte an, möchte aber auch diejenige der »Nachwende-Generation« beleuchten. Wir möchten dazu einladen, über den Bezug von Musik zu der Welt, die sie umgibt, nachzudenken.

Die musikalische Avantgarde hat sich in Ost und West recht unterschiedlich entwickelt. Trotzdem, gab es Signale, die auf eine künstlerische Vereinigung hindeuteten oder abzielten?

Georg Preißler: Interessante Frage! Im Bereich der Kultur – nicht zuletzt in dem der Neuen Musik – wurden Dinge auf den Weg gebracht, die einer gemeinsamen Identität in beiden deutschen Staaten zuträglich waren. Die Reihe fragt auch, was in den Künsten in den Jahren dieser Spaltung passierte, und womöglich als Signal der offenen oder unterschwelligen Verbindung verstanden werden kann.

Inwiefern waren zum Beispiel Ost-Komponisten – bis Ende der 60er Jahre stark geprägt vom »Sozialistischen Realismus« – von der westlichen Avantgarde beeinflusst? Hat die Musik am Ende gar einen Beitrag zum Einsturz der Mauer geleistet?

Georg Preißler: Es wird uns in den Konzerten auch um bedrohliche, aktuelle »Mauern« mit Bezügen zu politischen Ereignissen gehen. Dazu planen wir begleitende Komponistengespräche und hoffen insgesamt, im 25. Jahr des Mauerfalls für Dresden einige kurzweilige Beiträge zu leisten.


Vielen Dank für das Gespräch!

Das Auftaktkonzert der Konzertreihe »Einstürzende Mauern« findet am 27. Februar, 19.30 Uhr im Hygiene-Museum unter dem Titel »Was bleibt... von Menschen und Mauern« mit Auditivvokal Dresden und Werken von Reiner Bredemeyer (UA posthum), Gerhard Stäbler, Marc Yeats (UA), Stephan Froleyks, Georg Friedrich Haas, Georg Katzer und Samir Odeh-Tamimi statt; um 18 Uhr Komponistengespräch mit Georg Katzer Marc Yeats. Mehr Infos unter: www.klangnetz-dresden.de

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