Corona-Lockerungen in Sachsen ab 4. Mai

Am 30. April haben die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder darüber beraten, wie sie in der Corona-Krise weiter vorgehen. Danach hat das sächsische Kabinett in Dresden bevorstehende Lockerungen für Sachsen beschlossen. Der MDR Sachsen hat die wichtigsten Änderungen übersichtlich dargestellt. Demnach dürfen Friseure und Kosmetiker ab 4. Mai unter strengen Hygiene-Regeln ebenso wieder öffnen wie Geschäfte bis 800 qm in Shoppingcentern sowie Spielplätze. Museen und Bibliotheken, Botanische Gärten und Zoos können unter strengen Auflagen wieder öffnen, bei Versammlungen sind bis zu 50 Personen erlaubt, in geschlossenen Räumen sind, abhängig von der Raumgröße, Veranstaltungen mit bis zu 30 Besuchern erlaubt.

Am 6. Mai will die Runde der Regierungschefs wieder diskutieren, was auf dem Themenplan steht. Etwa die Öffnung und ein eventueller Normalbetrieb von Kindertagesstätten und Schulen. Eine Öffnung weiterer Branchen wie Gastronomie und Tourismus soll erst in der darauffolgenden Beratung Mitte Mai diskutiert werden. 

Hier und Jetzt

Staatliche Kunstsammlungen zeigen in Kooperation mit der HfBK junge Kunst in digitaler Outdoor-Ausstellung

Auf Initiative der „Artist’s Advocat“-Stipendiatin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Lisa Maria Baier, und in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) präsentieren beide Institutionen vom 30. April bis 11. Juni 2020 die Outdoor-Aktion „Hier und Jetzt“. Auf fünf digitalen Stelen, die sich rund ums Residenzschloss und dem Gebäude der Kunsthochschule befinden, werden im Wechsel Arbeiten von 23 Dresdner Künstlerinnen und Künstler auf Bildschirmen präsentiert. Über einen QR-Code, der über das Smartphone eingescannt werden kann, erfahren Interessierte Zusatzinformationen über die an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen und Künstler. #hierundjetzt

Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sind:
ARTOURETTE, Grit Aulitzky, Lisa Maria Baier, Gyde Becker, Dana Berg, Elise Beutner, Felix Ermacora, Deborah Geppert, Wiebke Herrmann, Tilman Hornig, Claudia Kleiner (im Bild: Webung 20.11, 2020), Ullrich Klose, Jan Kunze, Ludwig Kupfer, Moritz Liebig, Stephanie Lüning, Ruben Müller, Josef Panda, Polizeiklasse Dresden, Christian Rätsch, Daniel Rode, Anton Schön, Josefine Schulz. Mehr Informationen.

#GemeinsamFüreinander

Dresdner Kreativagenturen starten Webcast zum Erfahrungsaustausch in der Krise

Seit Ausgangsbeschränkungen eingeführt wurden, sind auch Unternehmen im Krisenmodus, Mitarbeiter zum Großteil im Homeoffice. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich Alltag und Arbeitsweise grundlegend verändern werden. Um Erfahrungen und Wissen der Wochen im Krisenmodus auszutauschen, starten Dresdner Kreativagenturen am 30. April 2020 von 9 bis 17 Uhr den Webcast #GemeinsamFüreinander.

»Wir freuen uns, dass wir 10 Referenten gefunden haben, die die Erfahrungen aus ihren Unternehmen und ihre Perspektiven selbstlos teilen, in der Überzeugung, dass damit eine bessere Zukunft entstehen kann.«, so der Initiator der Aktion, Christian Scheibe. Die Teilnahme am Webcast ist kostenfrei. Die Online-Vorträge der Referenten umfassen jeweils 30 Minuten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Anmeldung unter gemeinsamfuereinander.de

Rudis Corona Kino

Das Theaterhaus Rudi bietet Theaterinteressierten online im wechselndem Rhythmus kleine Filme aktueller oder vergangener Inszenierungen unter dem Titel  „#WirBleibenZuhause – Rudis Corona Kino“.

Zu sehen sind im Wechsel Szenen aus „Shakespeares Kaufmann“ und „Ein Sommernachtstraum“ der Theatergruppe Spielbrett, eine Folge „Das Kneipenschiff“ und „Schauspielen ist ein Handwerk“

„Shakespeares Kaufmann“ eine Dramödie mit Herz und ein Krimi ums Blut unserer Welt: das Geld. Da auch „Das Kneipenschiff“ momentan nicht in die große weite Welt fahren darf, kommt es ins Wohnzimmer geschippert. Ein theatralischer Schiffbruch an den Klippen des Humors.

Die Gruppe Spielbrett kann´s nicht lassen und gibt im Homeoffice unter dem Titel „Schauspielen ist ein Handwerk“  eine kleine Einführung in die grundsätzlichen Gesten der Schauspielkunst zum Zuschauen, Schmunzeln und Mitmachen.

Alles zu finden unter Theaterhaus Rudi

Programm „Denkzeit“ will sächsische Künstlerinnen und Künstler unterstützen

Unter dem Titel „Denkzeit“ können sächsische Künstlerinnen und Künstler ab dem 23. April 2020 bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Stipendien in Höhe von je 2.000 Euro beantragen. Das Programm soll sie darin ermutigen, auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverboten an ihrer künstlerischen Arbeit festzuhalten und individuelle Handlungsansätze für den Umgang mit der Corona-Krise zu entwickeln. Für die Umsetzung des Programms hat der Sächsische Landtag zwei Millionen Euro bewilligt.

Die Stipendien werden in Form einer einmaligen Zuwendung für die Dauer von zwei Monaten gewährt. Es sollen sächsische Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Darstellende und Bildende Kunst, Musik, Literatur und Film von der Förderung profitieren. Beantragt werden können die Stipendien ausschließlich über ein Online-Formular auf der Webseite der Kulturstiftung. Ein einfaches Antragsverfahren wird dafür sorgen, dass die Mittel zügig an die Antragstellerinnen und Antragsteller ausgereicht werden können.

Weitere Details zur Antragsstellung finden sich unter www.kdfs.de. Fragen zum Programm beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kulturstiftung unter denkzeit@kdfs.de sowie der Telefonnummer 0351-88480-33

Positionspapier der Initiative Kulturschaffender in Deutschland

Für Solo-Selbstständige und freie Kulturschaffende muss es ein Programm zur Soforthilfe zum Ausgleich der existenzbedrohenden Einbußen geben, das unabhängig von der Grundsicherung funktioniert, die in vielen Ländern, so auch in Sachsen oft gar nicht greift, weil sie den Honorar- und Verdienstausfall, der in nicht wenigen Fällen drastisch und bis zu hundert Prozent ausfällt, nicht berücksichtigt. Daher fordert die Initiative ein durch Landes- und Bundesmittel abgedecktes bundeseinheitliches Soforthilfeprogramm, in dem ein monatlicher Bedarf zur Lebenshaltung in Höhe von 1.180,00 Euro integrierbar ist.

Es kann und darf nicht im Interesse der Gesellschaft liegen, dass für die Mehrheit der Kulturschaffenden der Gang zur Arbeitsagentur, zum Jobcenter oder Sozialamt die einzige Möglichkeit bleibt. Und dieser Gang steht einer Vielzahl weiterer Betroffener Ende diesen Monats bevor, wenn keine schnelle Abhilfe geschaffen wird. Daher fordern wir die Fraktionen des Deutschen Bundestages und die Bundesregierung auf, dieser ersten Debatte schnellstmöglich Taten folgen zu lassen.“ , verlautbart die Initiative am 22. April.

Corona Creative

MDR KULTUR startet digitales Festival mit 20 Corona-Filmideen

Kinderabenteuer, Zirkusgeschichten und Alltagsmomente aus dem „Dorf der Spatzenjäger“: Über 300 Filmideen (im Bild: „Das Virus im Tal der Spatzenjäger“, Copyright: obs/MDR/Yvonne Andrä) wurden nach dem Aufruf zu „Corona Creative“ beim MDR eingereicht. Jetzt hat der Sender 20 Beiträge ausgewählt, die im Rahmen eines digitalen Filmfestivals vom 24. April bis 1. Mai auf mdrkultur.de und im TV zu sehen sein werden. Am 24. April, 23.50 Uhr, zeigt das MDR-Fernsehen die ersten sechs Beiträge. Mit der Initiative will der MDR Filmschaffende der Region mit einem Sonderetat unterstützen und ihnen in schwierigen Zeiten eine Bühne bieten.

Das digitale Filmfestival „Corona Creative“, ist ab 24. April im TV, in der ARD-Mediathek, bei mdrkultur.de und auf dem MDR DOK Youtube-Kanal zu sehen – mit täglichen Premieren, Zusatzinformationen über die Regisseurinnen und Regisseure sowie der Möglichkeit, über Projekte zu diskutieren. Digitale Premiere feiern u. a. die Kurzfilme „Der Zirkus ist in der Stadt.“, „Das Virus im Dorf der Spatzenjäger“, „Schwanger in Zeiten von Corona“ und „Mayas Abenteuer“.

Die Bremer Stadtmusikanten als Stream auf der tjg.-Seite

Ab 20. April steht eine Aufzeichnung der tjg.-Puppentheater-Inszenierung „Die Bremer Stadtmusikanten“ (UA) nach den Brüdern Grimm in einer Fassung des Regisseurs Lorenz Seib (Foto: Marco Prill) sowohl auf der Webseite des Theaters als auch auf dem Youtube-Kanal des tjg. bis einschließlich Sonntag, 3. Mai (20 Uhr) online und kann jederzeit abgerufen werden. Mit dem Stream erweitert das Dresdner Kinder- und Jugendtheater neben der Videoclip-Serie #tjgistfürdichda, der digitalen Probebühne der Theaterakademie und weiteren Formaten noch einmal sein digitales Angebot für das Publikum.

Von Pflanzen und Menschen

Video-Rundgang im Hygiene-Museum

Mindestens bis 3. Mai muss das Deutsche Hygiene-Museum geschlossen bleiben. Bis es soweit ist und das Museum wieder öffnet, lässt sich die Zeit der Schließung mit einem kurzen Videorundgang in drei Teilen durch die Sonderausstellung „Von Pflanzen und Menschen“ verkürzen. Eigentlich wäre die Ausstellung nur noch bis Sonntag zu sehen gewesen – eigentlich … Wer diese verpasst hat oder einfach noch einmal bestaunen will, ist zu dem digitalen Streifzug über den grünen Planeten eingeladen.

Teil 1 ist hier zu sehen, Teil 2 hier und Teil 3 hier.

Neue Allgemeinverfügung in Sachsen ab 20. April

Die sächsische Landesregierung hat am 17. April eine neue Corona-Schutz-Verordnung beschlossen. Eine völlige Aufhebung aller Beschränkungen und Schließungen wurde als verfrüht verworfen, um das Infektionsrisiko nicht zu erhöhen. Demnach wird das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel verpflichtend. Das Ausgangsverbot wird in ein Kontaktverbot umgewandelt, das vorläufig bis 3. Mai gilt. Damit gemeint ist, dass man weiterhin nur mit Menschen, die zum eigenen Haushalt gehören, und maximal einer weiteren Person unterwegs sein darf. Der einschränkende Radius von 15 km Entfernung vom Wohnort wurde aufgehoben, jetzt sind auch wieder Tagesausflüge in die weitere Umgebung möglich. Alle Veranstaltungen sind nunmehr bis 3. Mai untersagt (Ausnahme: Gottesdienste bis 15 Personen, Trauungen, Beerdigungen).

Kitas bleiben mindestens bis 3. Mai geschlossen. In Sachsen werden die Schulen nach den Osterferien für Schüler aller Abschlussklassen an den Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen wieder geöffnet. Ein regulärer Unterricht findet aber nicht statt. Im Vordergrund stehen die Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen. 

Ab 20. April können Einzelhandelsgeschäfte mit einer Fläche bis zu 800 Quadratmeter sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Einkaufszentren und auch große Möbelhäuser bleiben geschlossen, da dort ein zu großer Menschen-Auflauf befürchtet wird.  Handwerksbetriebe, Tankstellen, Autohäuser, Fahrradläden, Kfz- und Fahrradwerkstätten dürfen unabhängig von der Fläche öffnen.

Friseure und Kosmetikstudios könnten sich darauf vorbereiten, den Betrieb am 4. Mai wieder aufzunehmen.  Gastronomie und Hotels müssen noch länger warten. Bars, Restaurants, Cafés, Biergärten, Kneipen und Diskotheken bleiben auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Die ganze Verfügung ist im bürokratischen Wortlaut hier sowie kurz und verständlicher hier nachzulesen