Kunstfreiheit versus Auftragskunst

Lisa Maria Baier gibt im Streit um ihr Kunstwerk „Kulisse“ nicht auf

Lisa Maria Baier, freischaffende Künstlerin aus Dresden, befindet sich seit Sommer 2021 im Rechtsstreit um ihr Kunstwerk – die für die Görlitzer Art geschaffene Installation „Kulisse“. Die Stadt hat den Entwurf prämiert, lehnte das fertige Kunstwerk mit dem Plädoyer „Abortion without Boarders / aborcja bez granic“ und „Womensrights / Prava Kobiet“ für das Recht auf Abtreibung aber ab. Laut der Stadt Görlitz widerspricht ihr Kunstwerk dem von der Jury ausgewählten Konzept. Prämiert worden sei eine Arbeit zum Thema Filmstadt. Baier, gebürtige Görlitzerin und Alumni-Meisterschülerin der HfBK Dresden, wehrte sich auch juristisch gegen die Kündigung des Vertrages und den angedrohten Abbau. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen wies ihre Beschwerde jedoch zurück. „Die Kündigung des Vertrages durch die Stadt“ sei „auch unter Berücksichtigung der Kunstfreiheit wirksam, der ausgeführte entspreche nicht dem prämierten Beitrag, befanden die Richter.“ – dpa berichtet am 28. September darüber.  

Abbau der „Kulisse“ in Görlitz; Copyright: Lisa Maria Baier

Lisa Maria Baier versteht dies als Zensur. „Das Ansprechen von Frauen*rechten in Verbindung mit einer Filmstadt an der Grenze zu Polen führten zur Zensur meines Werkes.“, vermutet sie. Kunst im öffentlichen Raum müsse nicht gefallen, aber zur Auseinandersetzung anregen. Unterstützung bekam die Künstlerin u. a. von der Leiterin des Kunsthaus Dresden, Christiane Mennicke-Schwarz. Diese hält die Entscheidung der Stadt Görlitz für das falsche Signal. Baiers „Kulisse“ wurde inzwischen abgeholt und ins Depot nach Dresden verbracht. Nun soll die Künstlerin, die es bislang schaffte, die Gerichts- und Anwaltskosten selbst zu stemmen, noch 9.000 € für den Abtransport des Kunstwerks an die Stadt Görlitz zahlen. Um das Geld aufbringen zu können, hat sie eine Spendenkampagne gestartet. Auf der Webseite rekapituliert die Künstlerin noch einmal das Geschehen und erklärt die Intention ihrer Installation „Kulisse“. Wer Lisa Maria Baier unterstützen möchte, kann dies hier gerne tun.
HK

Bilder und Erinnerungen aus 70 Jahren Scheune gesucht

Im Dezember wird die Scheune 70 Jahre alt. Das ist ein Grund zum Feiern. Das Team des Neustädter Kulturzentrums hat zwar aufgrund der anstehenden Sanierung derzeit kein Haus und wegen Corona keine Veranstaltungen, aber das ist kein Grund Trübsal zu blasen. Die Scheune ruft dazu auf, Bilder und Erinnerungen aus 70 Jahren Scheune zu
schicken. „Wir hoffen, in den nächsten Wochen zahlreiche Zuschriften an info@scheune.org zu bekommen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Beiträge auch direkt in unsere Facebook-Gruppe scheune Dresden – History zu posten“, heißt es in der Pressemitteilung.

Scheune Blechschloss und Teststation


Im Rahmen des Jubiläums wird außerdem ein Film veröffentlicht, der während des
großen Scheune-Abriss im September entstanden ist. Die Filmemacher David
Campesino und Maks Pallas haben während der letzten Veranstaltung im alten Gebäude
zahlreiche Eindrücke gesammelt und Interviews geführt. Javier Sobremazas hat den
Schnitt übernommen. Der Film wird vermutlich punktgenau zum Scheune-Geburtstag am
21. Dezember 2021 vorgestellt. Auf dem Gelände steht übrigens auch wieder eine Corona-Teststation von „Corona Freepass“. Öffnungszeiten und weitere Informationen hier.

Quasi-Lockdown für Clubs

Trotz 2G und Testungen müssen die meisten Veranstaltungen mit Einführung der neuen Corona-Schutzverordnung und der seit 5. November erreichten Vorwarnstufe entfallen – Was heißt das für diese Kulturstätten? Ein Lagebericht.

Es hat sich schon wieder ausgetanzt in Sachsens Clubs und in den Konzerthäusern. Sobald laut der aktuellen Sächsischen Corona-Schutzverordnung vom 5. November die Vorwarnstufe oder die Überlastungsstufe erreicht ist, was seit 18. November in Dresden der Fall war, entfällt das bis dahin vorhandene 2G-Optionsmodell, das „keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, zur Kontakterfassung und zur Einhaltung des Abstandsgebotes sowie keine Beschränkung hinsichtlich der Auslastung der Höchstkapazität“ vorsieht, wenn nur Genesene oder Geimpfte Zutritt zur Veranstaltung haben. Für Tanz- und Stehkonzerte sind diese Auflagen nicht realisierbar, da dort keine Abstände eingehalten werden können und die geringe Raumkapazität und die Begrenzung der Auslastungskapazität einen Betrieb unmöglich gestaltet. Der für eine Veranstaltung nötige Personal- und Kostenaufwand bei einer solchen Veranstaltung steht in keiner Relation zu den geringer erwirtschafteten Einnahmen gegenüber einer vollen Auslastung, der sich durch die geringere Besucherzahl und bei gleichbleibenden Preisen zwangsläufig ergibt. Die sowieso schon hart betroffene Veranstaltungsbranche, die seit Anfang der Pandemie von Schließungen betroffen ist, muss nun schon wieder in die Zwangspause – nur dieses Mal nicht unter dem Begriff Lockdown, sondern wegen praktisch nicht umsetzbarer Maßnahmen.

Es hat sich ausgetanzt in Sachsens Clubs.

Soweit die Lage, die sich für die betroffenen ausrichtenden Spielstätten ergibt. Weil eben solche Auflagen nicht mit der Realität vereinbar sind, wurden während der Öffnung in den letzten Monaten andere alternative Maßnahmen von den Clubbetreibenden überlegt und umgesetzt. Überblickt man diese Konzepte wird ersichtlich, dass diese mindestens den geforderten Auflagen entsprachen, vielerorts wurden zusätzliche Schutzmaßnahmen getroffen, die über die geforderten Regelungen hinaus gingen. In Dresden haben der Club Gisela und das objekt klein a beispielsweise schon frühzeitig die 2G-Regel umgesetzt, vor vielen Veranstaltungen wurden in Eigeninitiative Schnelltestungen organisiert, Kontakterfassungen wurden bei Eintritt aufgenommen. Diese Vorgehen lassen erkennen, dass eine Verantwortlichkeit von Veranstaltenden gegenüber dem Schutz von Gästen vorhanden gewesen war und immer noch ist, solch ein Schutz muss aber anders stattfinden als in der aktuellen Corona-Schutzverordnung auferlegt.

Die Live Initiative Sachsen (LiSA) prangert diese Einschränkungen an und will der „gesamtgesellschaftlichen Verantwortung nachkommen und alles tun, um kollektiven Musikgenuss, exzessives Tanzen und das so lange erschütterte Grundbedürfnis nach Zerstreuung und außeralltäglichen Begegnungen in verantwortungsvollem Rahmen möglich zu machen.“ Sie fordert Maßnahmen, die keine Schließung erfordern. Eine davon wäre neben 2G der zusätzliche Nachweis eines tagesaktuellen Schnelltests, also 2G+.

Mit der unfreiwilligen Schließung der betroffenen Räume, die durch die finanziellen Ausfälle wieder um ihre Existenz fürchten und Personal kündigen müssen, gehen zudem noch andere Konsequenzen einher, die das Pandemiegeschehen auf lange Sicht nicht eindämmen. So wird laut LiSA die Feierkultur weg von öffentlichen Plätzen mit bestehenden und kontrollierten Schutzmaßnahmen hin zu illegalen Party-ähnlichen Privattreffen ohne jegliche Einschränkungen verlagert und Impfanreize entfallen für vor allem junge Leute. Die Grundlage eines zugrundeliegenden Hygienekonzeptes und den daraus folgenden Einlasskontrollen kann natürlich nie eine komplette Sicherheit vor Ansteckung garantieren, es stellt aber die beste und ausgewogendste Organisation für den Erhalt von Zusammentreffen in der Pandemie dar.

Da genau solche öffentlichen Räume des Aufeinandertreffens nicht öffnen können, fallen zudem andere soziale Komponenten weg, denn damit werden wieder einmal der jungen Bevölkerung Orte für Begegnungen genommen. Genau diese Komponente betont auch Julia Voigt vom Kulturbündnis „Hand in Hand“ aus Chemnitz auf der Pressekonferenz: „In einem Land wie Sachsen, wo Kultur oft der letzte Halm ist Menschen zueinander zu bringen, einen Dialog zu fördern, Schutzräume anzubieten, Demokratie-bildende Prozesse loszutreten – in so einem Land hätte ich mir ein bisschen Weitsicht gewünscht.“ Deshalb steht die beschlossene Schutzverordnung wieder einmal exemplarisch für die sächsische politische Handhabe gegenüber den Umgang mit gesamtgesellschaftlichen Themen: Probleme kurzsichtig lösen, ohne nachhaltige Effekte und die Akteure mit einzubeziehen.

Jenny Mehlhorn

Die Petition: Zweiten Lockdown sächsischer Clubs und Livemusikspielstätten stoppen! kann hier unterzeichnet werden.
Update vom 22. November: Der „harte Wellenbrecher“ tritt mit der neuen Notfallverordnung in Sachsen in Kraft. Das heißt konkret: Sämtliche Kultureinrichtungen müssen bis einschließlich 12. Dezember schließen. Veranstaltungen finden nicht statt. Der Lockdown ist Realität.

Großes Stelldichein für eine Kultur jenseits aller Grenzen

13. KulturInvest!-Kongress vom 10. bis 12. November im Kraftwerk Mitte

Kraftwerk Mitte

Grenzenlos! Welch’ magisches Wort in Zeiten, in denen die Grenzen der persönlichen Freiheit ziemlich nahe gerückt sind. Doch dies ist nicht das Thema des Kultur-Invest!-Kongresses. Dort sollen sich im Kraftwerk Mitte Kuratoren, Hochschullehrer, Vertreter von Stiftungen, kulturellen Einrichtungen und Unternehmen mit den Themen »Transnationalismus, Transformation und Glokalisierung« auseinandersetzen. Sie diskutieren, ob die Idee des Transnationalen eine Alternative zum Kosmopolitismus sein könne, welche Chancen und Risiken damit verbunden wären und wie man mit der Besinnung auf lokale Themen globalen Herausforderungen begegnen könnte. Damit will der 13. KulturInvest!-Kongress, der erstmalig in Dresden stattfindet, einen Beitrag zur Entwicklung von Innovationen und Investitionen im globalen und lokalen Kulturmarkt für eine Gesellschaft leisten, die über Grenzen hinaus blickt und in der der interkulturelle Diskurs zum Alltag wird.

In drei Hauptforen und 18 Parallelforen werden die aktuellen Trends im europäischen Kulturmarkt aufgezeigt und Entwicklungsperspektiven des grenzüberschreitenden Zusammenwirkens von Kultur und Wirtschaft sowie Öffentlicher Hand und Medien und der digitalen Revolution reflektiert. Dabei diskutieren Fachleute untereinander und mit dem Publikum über Transnationalismus und seine Bedeutung für Kultur und Wirtschaft, für Lokalität und Globalität sowie neue, innovative und zukunftsweisende Lösungen. Auf dem Programm stehen unter anderem Diskussionsrunden zu Bürgerbeteiligungen und transnationalen Kulturprojekten sowie Fachvorträge zu Kulturfinanzierung und kulturellem Erbe.

Aber natürlich wird es auf Europas größtem Kulturkongress, veranstaltet von der Agentur Causales und deren Mastermind Hans-Conrad Walter, viele Möglichkeiten des Gespräches und Austausches zwischen Kulturveranstaltern und Kulturförderern aus Politik und Wirtschaft geben. So beispielsweise beim Grand Opening im Albertinum oder auch bei der Preisverleihung des 16. Europäischen Kulturmarken-Awards, bei dem auch die Dresdner Sinfoniker gesetzt sind.
JB

Weitere Informationen zu Causales und dem 13. KulturInvest! – Kongress vom 10. bis 12. November 2021 und dem Kulturmarken-Award unter: kulturmarken.de sowie cultural-brands.com

Update: 8. November: Der KulturInvest!-Kongress in Dresden ist abgesagt, teilten die Veranstalter mit. „Aufgrund der sehr angespannten Inzidenzlage in Sachsen hat die Staatsregierung am 5. November 2021 eine neue Corona-Schutzverordnung beschlossen, die zur heutigen Absage des KulturInvest!-Kongresses mit der Preisverleihung der Europäischen Kulturmarken-Awards vom 10. bis 12. November 2021 geführt hat. Die Veranstaltung wird voraussichtlich auf den November 2022 unter demselben Leitmotiv „#transnational – Solutions for a culture beyond“ verschoben. Die gebuchten Tickets können 2022 für eine Teilnahme genutzt werden. Die Verleihung der Europäischen Kulturmarken-Awards 2021 an die Preisträger*innen erfolgt noch in diesem Jahr medienwirksam innerhalb individueller Formate. www.kulturmarken.de“

Ein Tribute-Album mit den größten Hits

Dresden hat keine Banksy-Ausstellung

2006 organisierte Banksy eine Ausstellung in Los Angeles, bei der Angelina Jolie ein kleines Vermögen für drei Werke bezahlte und die sein Schicksal als berühmtester Straßenkünstler der Welt besiegelte. Eigentlich waren es aber die Stunts, die ihn berühmt machten. Der Einbruch in den Zoo von Barcelona, die Veröffentlichung seiner eigenen Version der CD von Paris Hilton, das Aufstellen eines aufblasbaren Guantanamo-Gefangenen in Disneyland, die Aufschrift »Mind the crap« auf den Stufen der Tate Gallery und das Eindringen in mehrere große Museen, um seine eigenen Werke aufzuhängen, sorgten für Aufmerksamkeit in den Medien. Er machte aus der Straßenkunst eine Art Performance-Kunst und ahmte die Arbeitsweise der großen Marken nach, um etablierte Werte anzugreifen.

Ein Blick in die Ausstellung; Copyright: Dominik Gruss

Die Ausstellungen, die Banksy produziert, haben nie die Form einer »traditionellen« Kunstausstellung. Sie dauern in der Regel nur ein paar Tage und – wichtiger Punkt – sind kostenlos. Dresden hat also keine Banksy-Ausstellung. Das, was in der Zeitenströmung zu besichtigen ist, sind Reproduktionen seiner Graffitis, Stencils, Drucke, Skulpturen und Installationen. Der Anspruch der Ausstellungsmacher ist es, »einen umfassenden Überblick und Einblick in das Gesamtwerk« zu geben. Die Firma »Cofo Entertainment«, die sonst auf Musicalbiografien spezialisiert ist (»Falco – Das Musical«, »Die Udo Jürgens Story«), hat in erprobter Manier also ein Tribute-Album mit den größten Banksy-Hits zusammengestellt: Mit dabei sind der »Flower Thrower«, das »Balloon Girl« und das »Devolved Parliament«. Es gibt einen Nachbau der Eingangshalle des Walled Off Hotels in Bethlehem und einen U-Bahn-Waggon mit Corona-Graffitis: ein großes Kuriositätenkabinett mit handwerklich gut gemachten Kopien.

Nicht autorisierte Ausstellungen mit seinen Bildern sind rund um den Globus zu finden. Man kokettiert mit dem Zitat »Copyright is for losers« und macht sich die Gesetzgebung im Bild- und Medienrecht zunutze, wonach illegal in den öffentlichen Raum eingebrachte Kunst keinen Eigentumsrechten unterliegt. Der Künstler selbst sagt dazu: »There has been a recent spate of Banksy exhibitions none of which are consensual. Please treat them accordingly.«

So fragwürdig das Geschäftsmodell auch ist, die größere Frage ist: Was bietet die Ausstellung tatsächlich? Banksys Werke haben viel schwarzen politischen Humor und satirischen Witz; sie sind Reaktionen auf aktuelle gesellschaftliche und politische Themen. Ohne diesen Kontext können sie nicht gelesen werden, und hier ist auch der Punkt, die Ausstellung zu kritisieren. Fotografien der Werke sind alle im Internet zu finden. Wofür sollen Besucher den happigen Eintrittspreis bezahlen, wenn nur wenig kuratorische Mühe aufgewendet wurde? Die Bilder und Objekte sind zwar mehr oder weniger thematisch geordnet, doch die Erläuterungen zu den Zusammenhängen und Hintergründen fallen sehr mager aus.

Es ist ein heikles Unterfangen, Werke, die eigentlich auf die Straße gehören, in eine Galerie zu holen. Die klugen Beobachtungen, Witze und Unverschämtheiten, die im Einzelnen überraschen und schockieren können, summieren sich nicht zu einem noch größeren Erlebnis. Im Gegenteil: Die Energie, die von einem einzelnen Werk ausgeht, verschwindet. Zusammengenommen wird alles ein bisschen monoton und belanglos.

Annett Groh

The Mystery of Banksy ist bis 9. Januar 2022 in der Zeitenströmung (Königsbrücker Str. 96) zu sehen.

Finallesung der DRESDNER Miniaturen

Am 18. Juli entscheidet sich live im riesa efau, wer den Preis gewinnt

Der Sommer kommt und endlich gibt es wieder Literaturveranstaltungen – juhu! Nach der langen Dürre freue ich mich besonders, in diesem Jahr erstmalig eine sehr schöne Veranstaltung moderieren zu dürfen: Das Finale des Literaturwettbewerbs »DRESDNER Miniaturen« nebst Preisverleihung nämlich. Bereits zum viertem Mal wird der Preis für die beste Kurzgeschichte verliehen.

Mit dem Ziel, Dresdner Autoren untereinander zu vernetzen, anzuspornen und gleichzeitig stärker ins Stadtgespräch zu bringen, hat der Verein arts up e.V. im Herbst 2019 die vierte Ausschreibung des Kurzgeschichtenwettbewerbs gestartet. Aus allen Einsendungen wurden 13 Texte ausgewählt, die seither fortlaufend hier im Heft abgedruckt wurden. Aus allen veröffentlichten Miniaturen der aktuellen Wettbewerbsrunde hat unsere Jury, bestehend aus der freien Journalistin Annett Groh, Autorin Josefine Gottwald, DRESDNER-Chefredakteur Heinz K., Buchhändler Jörg Stübing und dem Vorsitzenden des Vereins Literarische Arena und Mitherausgeber der Zeitschrift »Ostragehege« Aron Koban ihre sechs Favoriten ausgewählt. Am 18. Juli, treten diese live und vor Publikum mit ihren Texten gegeneinander an – Wer sich am Ende die Miniaturenkrone auf’s vor Freude strahlende Haupt setzen darf, entscheidet das Publikum sowie die schon genannte Jury, die um den Vorjahressieger Hans-Haiko Seifert ergänzt wird.

Es lesen: Manuela Bibrach, Katharina Goetze, Elke Egger, Xaver Grimplini, Willi Hetze und Patrick Wilden. Alle Autoren haben einen Bezug zu Dresden und bereits Texte veröffentlicht. In der Finallesung präsentieren sie zunächst ihren eingereichten Text sowie neue Texte. Neben der Jury gibt das Publikum via Stimmzettel sein Votum ab. Der Preis in Höhe von 600 Euro wird gestiftet vom DRESDNER Kulturmagazin, vergeben werden außerdem Sachpreise.
Kaddi Cutz

Die Autoren der Final-Lesung:

Katharina Goetze (* 1984 in Dresden). Nach Stationen in England, Ägypten, Laos, lebt sie seit 2015 zwischen Dresden und Wien. Studium der Journalistik, Soziologie und der Modernen Nahostwissenschaften in London, Kairo, Oxford. Preisträgerin beim Bundeswettbewerb Treffen junger Autoren, Lyrik in Fahrt und zeilen.lauf-Wettbewerb 2017. Finalistin des Open Mike 2018 und unter den Top20 beim FM4-Wortlaut 2017. Veröffentlichungen in diversen Literaturzeitschriften und Anthologien (darunter Der Maulkorb, Lichtungen, Karussell). Schreibt Prosa, Lyrik und Theaterstücke. Ihr Dramolett I heart Gorbitz wurde im Juni 2019 als Teil von PPNews: Gerüchte in Kooperation mit Armada of Arts und dem Europäischen Zentrum für Künste Hellerau in Dresden-Gorbitz aufgeführt. Sie arbeitet derzeit an ihrem ersten Roman, dessen Arbeitstitel jeden Montag wechselt.

Elke Egger wurde in Geislingen an der Steige (Baden-Württemberg) geboren und zog nach dem Abitur Ende der 80er Jahre nach West-Berlin, wo sie Publizistik, Romanistik und Geschichte studierte. Persönliche, aber auch mediale Erlebnisse, die schwerer wiegen als andere, werden in ihren Geschichten verarbeitet, so auch in der vorliegenden der Amoklauf in der Albertville-Realschule in Winnenden 2009. Ganz in der Nähe hatte sie als Schülerin ihr erstes Praktikum bei einer Tageszeitung absolviert. Seit 1994 lebt und arbeitet sie als Journalistin und Malerin in Dresden.

Willi Hetze, geboren 1985 in Dresden, studierte Soziologie und Psychologie und promovierte an der Universität Erfurt. Er arbeitet heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden. Seit 2012 ist er Vorsitzender des Schriftstellervereins Dresdner Literaturner e.V. Literarisch befasst er sich mit der Digitalisierung und modernen Lebensentwürfen. 2015 erschien sein Erzählband Das Unbegreifliche der Katzenwege und er erhielt den Jury-Preis bei den Dresdner Miniaturen. 2018 folgte sein Roman Die Schwärmer, mit dem er für den SERAPH-Preis und den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert war.

Xaver Grimplini, 1987 geboren, wuchs in Görlitz auf. Zog nach Abitur und einer Ausbildung zum Krankenpfleger hundert Kilometer westwärts. Heute lebt er mit seiner kleinen Familie in Dresden, arbeitet seit ein paar Jahren auf einer Palliativstation und studierte nebenher Philosophie und Geschichte. Dadurch verband er Broterwerb und brotlose Kunst miteinander und weiß seither noch weniger, wo das eine aufhört und das andere beginnt. Mit dieser Ungewissheit begibt sich der Autor schreibend auf die Reise, versucht gedanklichen Neben- und Lebensgeräuschen aus Beruf und Alltag eine textliche Form zu geben.

Manuela Bibrach, geboren 1971 in Dresden, ist Diplomingenieurin für Umweltbildbildung und -psychologie. Sie hat Gedichte und Prosatexte in diversen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht(u.a. in Der Maulkorb, entwürfe, Krautgarten, Dreischneuß, die Novelle, Versnetze, Ostragehege, Am Erker, Dichtungsring, Ort der Augen). 2012 war sie 1. Preisträgerin des 14. Irseer Pegasus, 2018 2. Preisträgerin des Feldkircher Lyrikpreises, 2019 3. Preisträgerin der Dresdner Miniaturen, und 2020 2. Preisträgerin des Prosawettbewerbs Antho?-Logisch! 2018 erhielt sie ein Auslandsstipendium (Breslau) der Sächsischen Kulturstiftung. Sie ist Mitglied der Oberlausitzer Autorenrunde sowie Mitglied im Dresdner Literaturforum.

Patrick Wilden, geboren 1973 in Paderborn, aufgewachsen in der Region Kassel. Nach einem Studium in Tübingen und einem Verlagsvoluntariat in Stuttgart arbeitete er viele Jahre in einem Antiquariat in Dresden und ist dort heute für eine Bibliothek und ein Archiv sowie als Redakteur in einer Literaturzeitschrift tätig. Im November 2019 erschien als Raniser Debüt sein Gedichtband Alte Karten von Flandern, woraus er seitdem auch auf Lesereisen vorträgt.

Die Finallesung der DRESDNER Miniaturen findet am 18. Juli um 17.30 Uhr im riesa efau statt, bei schönem Wetter als Open Air im Hof; Schlechtwettervariante: Runde Ecke. Moderation: Kaddi Cutz, Musik: DJ Cramér. Karten können zum Preis von 8 Euro / ermäßigt 6 Euro via E-Mail an arts.up@gmx.de vorbestellt oder an der Abendkasse erworben werden.

Im Wandel beständig

Die Verbrauchergemeinschaft feiert 30. Geburtstag

Mit drei Mitgliedern fing alles an: Die Idee, gesunde Lebensmittel aus der Region anzubieten und damit auch in den wilden Zeiten nach der Wende so manchem Erzeuger Preiskontinuität oder einfach eine (Über-)Lebensperspektive zu bieten. Nun hat sich die Verbrauchergemeinschaft (VG) seit 2005 zu einer Genossenschaft mit 11.000 Mitgliedern und bislang sechs Märkten plus einem Naturwarenladen hingearbeitet, und das Interesse ist ungebrochen.

Copyright Foto: Verbrauchergemeinschaft

Denn das Geschäftsprinzip ist ebenso schlicht wie bestechend. Die Genossenschaftsmitglieder erwerben mit der Zahlung einer monatlichen (familienfreundlichen) Pauschale das Recht, zu vergünstigten Preisen einzukaufen. Dies sichert der Verbrauchergemeinschaft ein Stück Liquidität und macht sich für die Kundschaft bei häufigem Einkauf im Geldbeutel bemerkbar, weil sich die Preise im Vergleich zum Einkauf konventioneller Produkte relativieren. Und wer sich für regionale Produkte entscheidet, sorgt auch dafür, dass das erwirtschaftete Geld im Lande bleibt. Die Entwicklung von einem Verein mit 25 Enthusiasten im ersten »Wohnzimmer«-Laden in der Schützengasse zu mehr als 200 sicheren eigenen Arbeitsplätzen und einer Vielzahl davon bei den Erzeugern ist auch eine mittelständische Erfolgsgeschichte.

Die Regionalität ist nicht nur der Ur-, sondern auch der Markenkern der VG. Mit einigem Stolz verweist Barbara Rische, eine der Genossenschafts-Vorstände, auf etwa 90 Lieferanten in einem selbstgesteckten Umkreis von 150 Kilometern, der inzwischen auch nach Tschechien und Polen hineinreicht. »Um dies zu zeigen, entwickelten wir bereits vor 15 Jahren eine Kennzeichnung für Regionalprodukte, auch um klarzumachen, dass mit dem Kauf dieser Waren die Wirtschaftskreisläufe in der Region gestützt werden«, so Barbara Rische. Dieses Anliegen ist seit diesem Jahr auch im Stadtraum sichtbar, gemeinsam mit 31 regionalen und überregionalen Erzeugern finanziert, fährt eine Straßenbahn im Dienste der Sache.

»Natürlich müssen wir auch bei Großhändlern international hinzukaufen, um bedarfsorientiert wirtschaften zu können. Aber auch da kennen wir die meisten Erzeuger. Wir versuchen mit unserer Informationsangeboten unter dem Titel »Bio in aller Munde« die Verbraucher zu ermuntern, saisonal einzukaufen«, sagt Barbara Rische und verweist darauf, dass auch bei der veganen Ernährung weniger auf Fertigprodukte und kleine Abpackungen zurückgegriffen werden kann. Denn auch Müllvermeidung ist ein wichtiger Aspekt für die VG. So wurden in mehreren Läden »Unverpackt-Strecken« aufgestellt, wo es möglich ist, sich Linsen Erbsen, Gummibärchen etc. in Pfandgläser abzufüllen. Auch in den angeschlossenen Bistros, die zur Zeit im »To-Go«-Modus laufen, ist es möglich, sich eigene Behälter füllen zu lassen oder sich welche auszuleihen.

Die Festivitäten zu 30 Jahre Verbrauchergemeinschaft werden schwerpunktmäßig im Herbst stattfinden. Geplant sind die bewährten Regionalmärkte mit Spiel, Spaß und Musik, ebenso die beliebten Busfahrten auf die Erzeugerhöfe. Um regionale Musiker zu unterstützen, werden in einigen Märkten in den nächsten Wochen CD-Regale aufgestellt. Reizvoll wäre es auch, dieses Engagement mit Konzerten zu komplettieren, schildert Barbara Rische die derzeitigen Überlegungen. Und noch weiteres ist in Planung: »Durch die Mehrwertsteuersenkung im letzten Jahr konnten wir etwa 4.000 Euro erwirtschaften, mit denen wir gerne ein Projekt, eine Initiative unterstützen möchten. Es sollte natürlich mit ökologischem Landbau und Ernährung zu tun haben. Eine Ausschreibung ist derzeit in Vorbereitung«, so Barbara Rische. Sich regional und nachhaltig zu engagieren muss sich also nicht nur auf den Handel mit Lebensmitteln beschränken.
JB

Man muss nicht zwangsläufig Genossenschaftsmitglied sein, um in den VG-Märkten einkaufen zu können; in den meisten gibt es ein Zwei-Preis-System. Viele weitere Informationen und in Bälde auch das Festprogramm gibt es unter: vg-dresden.de

Studieren in der Warteschleife

Studies berichten zum Start des neuen Online-Semesters wie es ihnen bisher im Home Office ergangen ist

Wie schon im Wintersemester 2020/21 wurde auch im Sommersemester 2021 die Präsenzlehre an den Universitäten in Dresden begrenzt. Faktisch bedeutet dies, das so gut wie alle Seminare und Vorlesungen ins Digitale verlagert wurden, zumindest solange die Corona-Ampel auf rot steht. Da sich die Lage zu bessern beginnt, steht eine Umschaltung auf Präsenzbetrieb in HTW und TUD im Raum. Mindestens solange heißt es also noch Bude, statt Audimax und Heimküche statt Mensa.

Anton, Anglistik
Als bereits »fortgeschrittener« Bachelor-Student (9 Semester!) habe ich durch das Online-Semester glücklicherweise keine sozialen Probleme – ich kenne bereits Leute und vereinsame nicht komplett. Das stelle ich mir als Neuankömmling deutlich schwieriger vor. Natürlich würde aber auch ich mich über einen baldigen Präsenzunterricht freuen, sofern das möglich ist. Die Konzentration fällt zuhause dann doch manchmal schwer. Für lineare Vorlesungen empfinde ich die Option der Audioaufzeichnung jedoch durchaus auch als hilfreich: bei enorm schläfrigen Dozierenden die Geschwindigkeit zu verdoppeln spart zum Beispiel jede Menge Zeit.

Anton

Gregor, Philosophie
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass im Online-Semester vor allem die Seminare, die vom Diskurs mit Lernenden und Lehrenden leben, leiden. Man weiß immer nie so genau, ob der andere entweder schon fertig mit dem ist, was er sagen wollte, oder überhaupt noch etwas sagen will, oder es reden zwei Leute gleichzeitig, oder es gibt eine große Stille und irgendwann im Semester geben einfach alle auf und niemand sagt mehr irgendwas. Schauderös! Das zweite große Problem das ich hatte, war es, von zu Hause zu arbeiten, während die Bibliothek nicht oder nur halb offen hatte. Zwar war es gut, dass die SLUB schnell wieder den Ausleihservice anbot, aber ich glaube, dass ich wesentlich produktiver hätte arbeiten können, wenn ich einen Arbeitsplatz außerhalb meines eigenen Zimmers gehabt hätte. Zuhause verschmilzt die Arbeitszeit mit Prokrastinationszeit und eigentlich auch jeder anderen Zeit.

Gregor

Clara, Lehramt Kunst und Anglistik
Was sich zunächst nach einer wunderbaren Möglichkeit anhörte, Uni für ein paar Wochen vom Bett aus zu machen, entpuppte sich schnell als enorme mentale Belastung. Ich habe mich oft überfordert und allein gelassen gefühlt, vor allem auf organisatorischer Ebene und beim Erschließen der Seminarinhalte. Denn auch die meisten Dozenten schienen trotz aller Bemühungen äußerst unsicher, wie ein Alternativprogramm anzugehen wäre. So langsam mag sich das einpendeln, hat aber auch mir, die ich glaubte, das System Uni nach einigen Semestern weitestgehend durchblickt zu haben, einiges an Kraft und Nerven abgefordert.

Clara

Philipp, Germanistik
Eigentlich wurde ja schon alles gesagt: Schön isses nicht! Klar ist aber auch, dass die »Corona-Konstellation« nicht jeden gleich trifft. Ich für meinen Teil war schon vor dem Super-GAU kein Organisationstalent, aber seitdem ich mein Seminar mit auf Toilette nehmen kann, ist mir erst so richtig klar geworden, wie schwer es ist, ohne wirklichen Druck von außen den Tag zu bewältigen. Dass es Leute gibt, die das schaffen, macht die Sache nicht unbedingt besser. Und auch, wenn einem zwei Semester von offizieller Seite »geschenkt« wurden, ist das Jahr, das immer als das »sich ewig hinziehende« bezeichnet wird, verschluckt worden in der ganzen Warterei auf das Ende. Zumindest habe ich persönlich noch nie das Gefühl gehabt, so wenig in zwölf Monaten erlebt und geschafft zu haben. Aber ich will mich nicht beschweren, wozu auch?

Philipp

Jonas, Bauingenieurwesen
Meine Online-Semester liefen bisher überraschend gut. Die digitale Form der Lehre eröffnet völlig neue Möglichkeiten, sofern sie umfänglich angeboten wird. Meist ist das auch der Fall. Wenn dem jedoch nicht so ist, ist es natürlich ein Reinfall, und ich fange an, die betreffenden Module zu verschieben. Dass das eine sehr kurzsichtige Strategie ist, ist mir bewusst, besser als live gefilmte Tafelbilder abzuschreiben, ist sie allemal. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit der Umsetzung, was sicher auch an meinem naturwissenschaftlichen Studiengang liegt. Am schwersten fällt mir komischerweise nicht die Selbstmotivation, sondern die Organisation. Drei verschiedene Programme, Links zu den virtuellen Räumen finden, wann ist welche Abgabe, wie wird sie geregelt, wann sind Einschreibungen und so weiter. All diese Dinge fehlerfrei im Blick zu haben scheint unmöglich, zumindest für mich.

Jonas

Bleiben Sie gesund!

#allesdichtmachen und die Reaktionen auf die konzertierte Aktion – Ein Zwischenruf zur kritischen Vernunft von Heinz K.

Der Zeitpunkt hätte nicht günstiger gewählt sein können: Am Abend jenes Tages, an dem die Bundesnotbremse der Regierung nach dem Bundestag auch den Bundesrat passierte und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Unterschrift drunter setzte, damit die Notbremse bundesweit in Kraft treten konnte, wurde die mediale Bombe unter dem Hashtag #allesdichtmachen gezündet. Hinter der konzertierten Aktion standen ursprünglich 54 prominente deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler, die mit kurzen Videos auf den sozialen Kanälen und auf YouTube zeitgleich in Erscheinung traten. Gemeinsamer Tenor: Kritik an der staatlichen Lockdown-Politik durch ironisch verfremdete Rollenprosa. Die Videos zeigen schauspielerische Etüden oder auch kleine kabarettistische Szenen, mal mehr, mal weniger gelungen, in denen eine von den Corona-Maßnahmen hart getroffene Berufsgruppe aufbegehrt und den Protest zugleich ironisch rahmt. Viele der Beiträge karikieren die politische Rhetorik dieser Tage und schließen mit der euphemistischen Botschaft: »Bleiben Sie gesund und unterstützen Sie die Corona-Maßnahmen.«

Bei Heike Makatsch etwa, die inzwischen ihr Video löschte und sich von der Aktion distanzierte, klingelt‘s an der Tür, aber sie macht nicht auf, »weil ich Verantwortung übernehme. Für dieses Land.« Sie mache sich Sorgen, »dass es da draußen egoistische Leute gibt, die aufmachen wollen«. Ulrich Tukur empfahl schwarzhumorig der Bundesregierung, doch gleich noch alle Lebensmittelläden und Märkte zu schließen. Denn: »Sind wir erst am Leibe und nicht nur an der Seele verhungert und allesamt mausetot, entziehen wir auch dem Virus und seiner hinterhältigen Mutantenbagage die Lebensgrundlage.« Jan Josef Liefers übte sich in Medienkritik und bedankte sich in seinem Clip ironisch »bei allen Medien unseres Landes, die seit über einem Jahr unermüdlich verantwortungsvoll und mit klarer Haltung dafür sorgen, dass der Alarm genau da bleibt, wo er hingehört, nämlich ganz, ganz oben«. Nachdem es dafür auch reichlich Lob aus der rechten Ecke gab, teilte Liefers per Twitter mit, dass er »eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu Querdenkern u.ä.« glasklar von sich weise. »Es gibt im aktuellen Spektrum des Bundestages auch keine Partei, der ich ferner stehe, als der AfD.«, so Liefers.

Wenn man einmal davon absieht, dass seine Pauschalkritik »an den Medien« doch reichlich überzeichnet ist, so steckt darin natürlich auch ein Körnchen Wahrheit: Die Versuchung, Ereignisse dramatischer zu schildern als sie eigentlich sind, oder gar aus der Mücke einer beiläufigen Twitternachricht eine elephantöse Empörungswelle zu machen, ist bei Medien, die auf Click-Bites schielen, groß.

Das mediale Echo auf die Aktion ist jedenfalls gewaltig. Alle großen Tageszeitungen von Bild über FAZ bis Tagesspiegel, Zeitschriften wie Spiegel und Focus sowie natürlich auch die elektronischen Medien berichteten darüber. Was hierbei erstaunt, ist jedoch die Heftigkeit der Reaktionen. Vernichtende Kommentare wurden verfasst, Unterstellungen und Vorwürfe wurden geäußert. Pianist Igor Levit etwa twitterte die stumpfste Waffe gegen die Pandemie sei »schlechter, bornierter Schrumpfsarkasmus, der letztlich bloß fader Zynismus ist, der niemandem helfe und bloß spalte.« Jan Böhmermann – als Komiker selbst nicht gerade zimperlich im Austeilen von zynischen Tiraden – startete gar unter dem Hashtag #AlleNichtGanzDicht eine Gegenkampagne und stellte unter seinen Tweet ein Video aus der Intensivstation der Berliner Charité. Stefan Niggemeier vom Online-Magazin uebermedien.de verstieg sich zu der Aussage, dass dies ein »Dammbruch und zugleich der größte Erfolg der Querdenker-Szene bisher« sei. Schauspieler Ulrich Matthes, der sich erst im Februar bei der Kampagne ActOut als was auch immer outete, schlägt in die gleiche Kerbe. Schauspiel-Kollege Elyas M’Barek twitterte »Mit Zynismus ist doch keinem geholfen.«. Das ist sicherlich richtig, aber ist die ganze Kampagne denn wirklich zynisch? Ist sie wirklich eine Verhöhnung der Opfer der Pandemie oder nicht vielleicht doch eine durchaus berechtigte Kritik an den als wenig wirksam wahrgenommenen Maßnahmen einer Regierung, die sich seit März 2020 vom Lockdown über den Lockdown light zur Bundesnotbremse gehangelt hat?

Um maximale Aufmerksamkeit ging es sicherlich. Die wurde durch Prominenz und die Aktion #allesdichtmachen erreicht. Eines nämlich haben all die Kunst- und Kultur-Verbände mit ihren Anliegen, Aktionen, Petitionen, offenen Briefen und dergleichen mehr nicht erreicht: dass die Kunst und Kultur von den politischen Entscheidern als systemrelevant wahrgenommen und in den Maßnahmen entsprechend berücksichtigt wurde. Von Kultur ermöglichen ist jedenfalls in der Bundesnotbremse keine Rede. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterbreitete immerhin den Initiatoren der gestrigen Kampagne ein Gesprächsangebot.  »Kritik sei normal«. so Jens Spahn,  »Ich wäre eher besorgt, wenn es keine gäbe.«

Zustimmung bekommt die konzertierte Aktion übrigens auch von der ehemaligen Linken-Vorsitzenden Sahra Wagenknecht, die twitterte, dass dies eine »klasse Playlist« sei, »in der bekannte Schauspieler/innen ihre Empörung über die aktuelle Corona-Politik wunderbar ironisch zum Ausdruck bringen«. Aber da gab es auch Beifall aus der falschen Ecke. Ist die Botschaft kontaminiert, wenn man in rechten Zirkeln und Parteien oder in Verschwörungskreisen die Video-Statements feiert und für eigene Zwecke benutzen will? Nein. Dies lag gewiss nicht in der Absicht der Initiatoren und es wäre auch eine bewusst in Kauf genommene Falschinterpretation der Aussagen. Denn, obwohl es bislang kein wirklich erklärendes Statement dazu gab, ist doch die Botschaft erkennbar: Allein die verbrauchten Phrasen (seid solidarisch, bleibt zuhause … ) und missglückten Erklärungsversuche der für die Corona-Maßnahmen politisch Verantwortlichen sprechen eine eigene Sprache. Dazu gibt es Gesprächsbedarf. Vor allem dann, wenn auch die Notbremse nicht greifen sollte.

Die lange Durststrecke des Einzelhandels

Ein Blick in Läden der Neustadt

Das Stadtbild steht mit seinen Plakaten zu längst vergangenen Veranstaltungen an Wänden, Säulen und Tafeln, geschlossenen Läden und hochgestellten Sitzgelegenheiten in der Gastronomie still und befindet sich im andauernden Winterschlaf. Wer die letzten Wochen durch die Dresdner Straßen spaziert und in die Schaufenster der geschlossenen Geschäfte schaut, dem blickt hier und da noch die Winterware und die Weihnachtsdekoration an, immer wieder tauchen aber auch vereinsamte Glasfronten auf mit Schildern über leer stehenden Gewerberäumen, die zu vermieten sind. Laut dem Statistischen Bundesamt brach beispielsweise der Umsatz im Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren sowie der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art im Januar 2021 gegenüber deb Umsatzzahlen von Januar 2020 um 76,6 Prozent ein. Dafür profitierte der Internet- und Versandhandel mit einem Umsatzanstieg von real 31,7 Prozent. Konsumiert wird also noch, nur verlagert sich der Einkauf vermehrt in den Online-Bereich, zum Leidwesen der regionalen Läden. Natürlich laden auch diese mit zahlreichen Zetteln und Hinweisen an den Türen der vorüber geschlossenen Geschäfte und laden zum Online-Shopping oder Anrufen ein. Seit 15. Februar ist der click&collect-Service wieder möglich, mit dem Ware, die zuvor online oder telefonisch bestellt wurde, im oder vor dem Ladenraum abgeholt werden kann. Durchgehend zu regulären Öffnungszeiten geöffnet und verfügbar ist übrigens auch das Neustadt-Original »Eisenfeustel«. Das Traditionsunternehmen auf der Bautzner Straße musste nicht schließen, da diese als »einschlägige Ersatzteilverkaufstelle« gilt. Doch gerade die Kommunikation über die Öffnung trotz Lockdown gestaltet sich schwierig. Deshalb hat der Mini-Baumarkt seit März letzten Jahres ein gut gepflegtes Instagram-Profil, welches liebevoll die breite Produktpalette vorstellt.

Anfang März stellte die Bundesregierung den Fünf-Stufenplan zur Öffnung vor. Je nach Inzidenzwert kann eine schrittweise Lockerung erfolgen. Schritt 2 lässt die teilweise Öffnung des Einzelhandels zu, darunter zählen Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte, die inzwischen als systemrelevant eingestuft werden. Schritt 3 schließt dann auch den restlichen Einzelhandel in die Öffnungen mit ein, alles verbunden mit Personen- und Zeitregelungen und einer stabilen Inzidenz von 50. Ein ausgelassenes und spontanes Einkaufserlebnis lässt also weiterhin auf sich warten, und von den Einzelhändlern wird organisatorisch viel abverlangt. Man kann nicht oft genug betonen, dass es sich lohnt, die regional ansässigen kleinen Shops zu unterstützen, anstatt weltweit Waren über Online-Giganten zu ordern.

Wer bei der Kunden-Kommunikation helfen will, ist der Gewerbe- und Kulturverein Dresden Neustadt. Darunter versammelt sich ein Netzwerk aus Gewerbetreibenden, das Interessen von ansässigen inhabergeführten Läden und Bewohnern des Viertels wahrnimmt, bündelt und in Maßnahmen umsetzt. So entstand im letzten Jahr das Projekt »Neustadt bringt’s«. Auf der gleichnamigen Website, die durch den Gewerbe- und Kulturverein Dresden Neustadt mit Unterstützung von »Neustadt-Geflüster« entstanden ist, veranschaulicht eine interaktive Karte welche Einzelhändler, Initiativen und Gastronomie- und Unterhaltungsangebote rund um die Neustadt ansässig sind, und ob diese ein Liefer- oder Abholangebot anbieten. Neben den gebündelten Kontaktinformationen sind zudem noch eine Kalenderfunktion geplant, die über aktuelle Aktionen hinweisen soll. Zudem wird darüber nachgedacht, so Torsten Wiesener vom Gewerbe- und Kulturverein, ob es möglich ist über die Website eine Lieferfunktion anzubieten, die im nahen Dresdner Raum einen Shuttle für Händler über ein Logistikunternehmen anbietet. Diese Idee ist durch die Schließungen und Kontaktbeschränkungen entstanden, sie soll und darf jedoch auch über die Corona-Maßnahmen hinaus den Service zur Verfügung stellen, Ware schnell und direkt ins Haus zu liefern.

Blume Salomé (Copyright: Annett Zollfeldt Fotografie)

Aber wie ergeht es denn nun regionalen Händlern seit dem Lockdown, und wie schauen sie auf das Geschäftsjahr 2021? Dazu war DRESDNER-Autorin Jenny Mehlhorn im Gespräch mit Torsten Daae vom Catapult, Remo Dudek von art+form, Maria Bernhardt von Blume Salomé und Steve Kupke vom Unipolar, die stellvertretend für den Einzelhandel ein gegenwärtiges Stimmungsbild wiedergeben, das zeigt, wie viel Mühe und Herzblut in die einzelnen Ladenprojekte gerade gesteckt wird.

Was habt ihr während der Schließung gemacht, gestaltet, verbessert, verwirklicht?

Catapult: Zunächst ist durch die zwangsweise Schließung der normalerweise umsatzstärksten Wochen vor Weihnachten unser Ladenumsatz seit dem 14. Dezember 2020 komplett eingebrochen. Wie auch im Frühjahrs-Lockdown haben wir neben der Inventur im Januar weiter verstärkt an unserem Onlineshop-Angebot catapult.de gearbeitet und die erfolgreichen Corona-Care-Pakete durch weitere Geschenkboxen sowie den weiteren Aufbau des Gesamt-Onlinesortiments deutlich erweitert.

art+form: Tatsächlich waren wir auf den zweiten Lockdown besser vorbereitet als beim ersten Mal im März, wo es uns ziemlich unerwartet getroffen hatte. Nach kurzem Verschnaufen, so mitten im Weihnachtsgeschäft ausgebremst zu werden, haben wir viele Kapazitäten in unseren Onlineshop gesteckt. Viele Stammkunden und Dresdner haben die Chance genutzt, sich darüber mit letzten Weihnachtsgeschenken zu versorgen. Wir haben Anfang Januar unsere Inventur etwas verlängert, einmal alles gezählt und auf Hochglanz poliert. Wir haben die Zeit genutzt, neben einem neuen Kassensystem auch eine neue Warenwirtschaft für den Laden zu installieren – nun sind wir ganz gespannt auf die Feuertaufe zur Ladenöffnung. Wir haben gestrichen, gefliest, und nun bekommt noch unser Parkett einen neuen Schliff und eine neue Versiegelung – wird sind also rundum bestens vorbereitet auf den Neustart.

Blume Salomé: Ich habe Mitte November aufgemacht und hatte einen sehr guten Start. Die Umsätze sind dann mit dem Lockdown von heute auf morgen um ca. 60 Prozent eingebrochen. Zu Weihnachten kamen noch einige Bestellungen rein, das hat noch etwas Geld in die Kasse gebracht. Im Januar konnte ich mit den Einnahmen nicht mal ansatzweise die Fixkosten decken. Seit Februar geht es wieder etwas aufwärts. Ich bin angewiesen auf Laufkundschaft, wie fast jedes Geschäft in der Äußeren Neustadt. Da ich erst im November aufgemacht habe, habe ich leider kaum Stammkunden und es dauert auch ohne Lockdown lange, bis sich ein neuer Blumenladen herumgesprochen hat. Mit der Schließung habe ich erst mal Pause gemacht, geputzt, letzte Babykrankheiten des Online-Shops behoben, im Laden umgestellt. Ich verkaufe neben Blumen, Vasen und Töpfen auch Prints und Grußkarten von ausgesuchten Designern und Illustratoren. Hier hatte ich endlich mal Zeit, mich um neue Kooperationen zu kümmern.

Unipolar: Es war erst mal ein Schock, aber wir haben das Beste daraus gemacht. In der Weihnachtszeit waren es erfreulicherweise viele Onlineshop-Bestellungen, mit denen wir gut beschäftigt waren. Im Januar wurde es wie erwartet ruhiger. Wir haben im neuen Jahr mit der Inventur angefangen. Als klar wurde, dass die Wiederöffnung verschoben wird, haben wir uns Gedanken gemacht wie wir den Laden aufhübschen können. Dann haben wir mit der Renovierung begonnen. Parallel arbeiten wir an dem Ausbau unseres Onlineshops und möchten die Benutzerfreundlichkeit zum Beispiel durch Filtermöglichkeiten verbessern. Wir haben die Zeit auch genutzt, um unsere Arbeitsabläufe zu optimieren und ein Arbeitshandbuch für alle zu verfassen.

Catapult auf der Rothenburger/ Ecke Böhmische Straße

Was sind eure Erfahrungen mit click&collect, und welchen Service könnt ihr noch anbieten?

Catapult: Click&collect war in Sachsen seit dem Lockdown im Dezember behördlich untersagt, erst seit dem 15. Februar können wir es wieder unseren Kunden anbieten. Bislang wird diese Einkaufsmöglichkeit jedoch sehr zaghaft genutzt. Über unseren Onlineshop www.catapult.de versenden wir europaweit per DHL unsere beliebten Geschenkpakete.

art+form: Endlich ist es nun wieder möglich, vorab bestellte Waren direkt bei uns abzuholen. Bestellen kann man bequem im Onlineshop, aber auch telefonische Anfragen und Wünsche per E-Mail versuchen wir alle zu erfüllen. Natürlich ist es auch weiterhin möglich, sich die Waren einfach nach Hause liefern zu lassen – ab 40 Euro Bestellwert versenden wir deutschlandweit sogar ohne Versandkosten.

Blume Salomé: Ja klar, click&collect läuft. Leute bestellen Vasen, Pflanzen, Keramik, Prints und Grußkarten im Online-Shop und Schnittblumen via Google Maps (Chatfunktion), Telefon, Instagram und Mail. Es zieht sehr langsam an, aber es zieht.

Unipolar: Ja, man kann über unseren Onlineshop bestellen und die Bestellung täglich bei uns in der Neustadt abholen. Zusätzlich kann man sich per Telefon kompetent zu seinem Einkauf beraten lassen. Wir freuen uns durch die Abholung vor Ort über jedes freundliche Gesicht (hinter der Maske), das fühlt sich nach ein bisschen Normalität an, wenn man ansonsten nur Pakete packt. Wir merken definitiv einen Umsatzanstieg in unserem Onlineshop, der hauptsächlich von unseren Stammkunden genutzt wird.

Im Unipolar

Werdet ihr finanziell unterstützt, gibt es Hilfen vom Staat?

Catapult: Finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite haben wir bislang nicht erhalten. Einzige Hilfe ist die Beantragung des Kurzarbeitergeldes, welches jedoch erst nach zwei Monaten von der Bundesagentur an uns ausgezahlt wurde.

art+form: Das größte Problem ist die fehlende Planbarkeit. Entscheidungen zu Verlängerungen von Maßnahmen, neuen Vorschriften etc. werden immer sehr kurzfristig beschlossen, der Handel ist nicht einbezogen und es fehlt eine Perspektive, womit wann zu rechnen ist. Man kann da immer nur mutmaßen und das macht es schwierig, Warenbestände, Aktionen im Jahr aber auch Personal zu planen. Von allen vollmundig angepriesenen Unterstützungen von Land oder Bund ist bei uns nichts angekommen. Es deprimiert schon gewaltig, dass hier viel geredet und versprochen wird, aber real am Ende nichts ankommt. Da fühlen wir uns schon allein gelassen.

Blume Salomé: Natürlich ist Geld das größte Problem. Als Neugründerin sind für mich keinerlei Corona-Hilfen vorgesehen. Ich zehre von meinem Ersparten. Wenn ich nicht bald aufmachen darf, muss ich einen Kredit aufnehmen. Auch die Motivation leidet. Aber Aufgeben kommt momentan nicht in Frage.

Unipolar: Dadurch, dass unser Onlineshop einen gewissen Umsatz abwirft, sind wir für die Überbrückungshilfen nicht berechtigt. Trotzdem haben wir die monatliche Ladenmiete und weitere Fixkosten zu stemmen. Wir möchten gar keinen Ausgleich für den fehlenden Umsatz, aber eine Beteiligung an den Fixkosten wäre wünschenswert. Einiges an Winterware ist übrig geblieben, wobei wir hoffen, diese noch im nächsten Winter verkaufen zu können. In den kommenden Wochen erreicht uns die Frühlings- und Sommerkollektion, die wir stets vorfinanzieren müssen. Dadurch ergibt sich ein Liquiditätsengpass, welcher nur durch ein Darlehen gepuffert werden konnte. Bei regulärem Betrieb der Läden hätten wir es aus eigener Tasche stemmen können.

Wie plant ihr dieses Jahr?

Catapult: Die Planbarkeit ist tatsächlich sehr schwierig, da wir etwa für unser Oster-Sortiment einen Vorlauf von ca. einem halben Jahr haben, um Saisonware gezielt auf Messen einzukaufen. Die Messebesuche sind nun komplett weggefallen und eine Akquise neuer Artikel funktioniert nur über Online-Kanäle der vertrauten Lieferanten. Da derzeit noch unklar ist, ab wann unser Laden geöffnet werden kann, ist ein Einkauf an saisonaler Frühlingsware bislang im Vergleich zu den Vorjahren nur sehr zaghaft und vorsichtig erfolgt. Insgesamt sind wir jedoch optimistisch, dass mit Ladenöffnung wieder viele Kunden zu uns kommen werden.

art+form im Februar

art+form: Wir versuchen das Bestmögliche – mit Herz und Bauch und ordentlich Optimismus. Zum Start ins neue Jahr haben wir gesagt: »Es kann ja nur besser werden.«

Blume Salomé: Ich habe die wenigen Rücklagen, die ich für Investitionen hatte, aufgebraucht. Eigentlich wäre Anfang des Jahres der richtige Zeitpunkt, um Osterware zu bestellen. Hier werde ich einige Abstriche machen müssen, da ich nicht weiß, ob ich die Ware absetzen kann.

Unipolar:Wir haben gerade die Herbst/Winterkollektion bestellt, waren aber sehr zurückhaltend, da wir noch Lagerbestände haben und wir nicht wissen wie viele Monate im Jahr wir überhaupt öffnen können. Unseren Laden in Dresden-Mitte schließen wir zum 31. März dauerhaft. Wir wollten diesen eigentlich zum Abschluss noch gebührend mit Aktionen feiern, aber leider ist dies nicht möglich.

Vielen Dank!