1:1 Concerts der Dresdner Philharmoniker

In den vergangenen Wochen war Musik fast nur noch digital zu erleben. Das soll nicht so bleiben. Ab sofort kommen Dresdner Philharmonikerinnen und Philharmoniker zu ihrem Publikum. Jeweils ein Musiker spielt 10 Minuten für jeweils einen Zuhörer. Live, unmittelbar, individuell. Aus einem intensiven Blickkontakt ergibt sich ein persönliches Konzert – unter Einhaltung aller Corona-Schutzregeln.

Bei den 1:1 CONCERTS findet eine ca. 10 minütige, wortlose musikalische Begegnung zwischen einem Hörer und einem Musiker statt. Ein eröffnender  ausgedehnter Blickkontakt ist der Impuls für ein sehr persönliches Konzert – eine ungewöhnliche, für beide Seiten intensive Erfahrung, die Nähe trotz Distanz ermöglicht. Wer spielt und auf welchem Instrument – das bleibt eine Überraschung. Auch mit den Spielorten wird mitunter ungewöhnliches Terrain erobert. Verschiedene Gastgeber stellen dafür ihre Konzertorte zur Verfügung.

Ziel ist es, trotz der aktuellen Einschränkungen im Konzertbetrieb musikalische Begegnungen mit Musikerinnen und Musikern der Dresdner Philharmonie zu ermöglichen.

Die Musiker spielen ohne Honorar, der Eintritt ist frei. Konzertbesucher werden um eine Spende gebeten, die in den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung fließt. Mit diesen Mitteln werden freischaffende Musikerinnen und Musiker bzw. Honorarkräfte des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden unterstützt, die besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden.

Die ersten ersten Konzerte finden am 19. Mai im Kulturrathaus statt. Weitere folgen. Termine können hier gebucht werden.

1:1 Concerts – Staatskapelle direkt

Ein Musiker, ein Zuhörer, mindestens 2 Meter Abstand – Mit kurzen Konzerten schließen sich die Musikerinnen und Musiker der Sächsischen Staatskapelle Dresden der Stuttgarter Initiative 1:1 Concerts an. Ab dem 15. Mai 2020 werden an verschiedenen Orten in und um Dresden zehnminütige musikalische Eins-zu-Eins-Begegnungen zwischen Hörern und Musikern stattfinden. Ziel des Projekts ist es, trotz der aktuellen Einschränkungen des Konzertlebens aufgrund der Corona-Pandemie Musikliebhabern ein unmittelbares musikalisches Live-Erlebnis zu bieten. Die teilnehmenden Musiker spielen ohne Honorar, der Eintritt ist frei. Die Konzertbesucher werden aber zu freiwilligen Spenden aufgerufen, die direkt in den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung fließen. Mit den Geldern werden Musikerinnen und Musiker unterstützt, die durch die Corona-bedingte Absage aller Konzerte und Aufführungen ihre Einkünfte verloren haben und existentiell bedroht sind.

Pro Termin wird jeweils nur eine Person zugelassen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr; alle geltenden Abstands- und Hygienevorgaben werden beachtet. Weitere Termine werden sukzessive veröffentlicht. Ausführliche Informationen zur Vorbereitung finden sich  hier.  Die Erfahrungen können unter #1to1concerts in den sozialen Medien geteilt werden. 

Als Veranstalter treten u. a. der Kunstraum Pillnitz, die Weinbergkirche Dresden-Pillnitz, die Friedenskirche in Bühlau, das Café Oswaldz in der Dresdner Neustadt und die Galerie Ines Schulz auf. Terminanfragen und alle Orte hier: http://www.staatskapelle-dresden.de/konzerte/1to1concerts/

Livestream ab 16. Mai aus dem Beatpol

Alternativ zur aktuellen Veranstaltungsflaute startet der Beatpol am 16. Mai via Twitch.tv und auf seiner Facebook-Seite ein erstes Konzert als Live-Stream. Geplant sind vorerst 1 bis 2 Shows in dieser Form pro Monat, um relevante Künstler und Publikum zusammenzubringen. Zum Auftakt ist der Münchner Pianist und Komponisten Florian Christl (Foto) zu erleben. Dessen mal sanftes, mal kraftvolles, stets gefühlvolles Spiel lässt selbst in einem leeren Konzertsaal berückende Impressionen entstehen.

Aufgrund der aktuell wegfallenden Ticketeinnahmen, sind Spenden willkommen, um Künstler und Personal entsprechend zu entlohnen und die Produktionskosten begleichen zu können. Jeder gespendete Euro wird ausschließlich für die Beatpol-Livestream–Konzerte eingesetzt.

Spenden könnt ihr hier: http://www.paypal.me/LivestreamBeatpol
sowie per Banküberweisung: IBAN: DE93 8505 0300 3120 2351 63 Verwendungszweck: Spende Beatpol Livestream.

Music Never Sleeps

Dresdner Musikfestspiele laden am 16. Mai zum 24-Stunden-Livestream-Festival ein

Die Dresdner Musikfestspiele machen in diesem Jahr das Internet zum Konzertsaal. Intendant Jan Vogler (Foto: Marco Grob) lädt das Publikum in Dresden und der ganzen Welt am 16. Mai, ab 18 Uhr unter dem Motto »Music Never Sleeps DMF« zu einem 24-Stunden-Livestream-Festival ein.  
Das Online-Festival wird in Kooperation mit Jan Voglers Initiative »Music Never Sleeps NYC« präsentiert, die im März international für Furore sorgte und von der Süddeutschen Zeitung als »… das bislang beeindruckendste unter den vielen Überlebenszeichen, die die Klassik in den Zeiten der Konzertsaalschließungen zu geben versucht«, bezeichnet wurde.  

Bei der Dresdner Ausgabe bringen rund 50 Künstler des aktuellen Jahrgangs zusammen mit Künstlern, die den Dresdner Musikfestspielen seit Jahren schon eng verbunden sind, Festivalatmosphäre in die Wohnzimmer der Zuschauer. Musiker wie Fabio Luisi, Jamie Cullum, Pape Diouf, Aoife O’Donovan, Omer Meir Wellber, Nils Landgren, Simone Kermes, Francesco Tristano, Valer Sabadus, Avi Avital, James Ehnes, Mischa Maisky, Martin Stadtfeld, José Cura und Gil Shaham streamen dabei kurze Programme aus ihren eigenen Wohn- und Proberäumen überall auf der Welt. Auch das Dresdner Festspielorchester unter der Leitung von Ivor Bolton, das Orchester des Mariinsky Theaters unter Valery Gergiev melden sich mit Programmen aus dem vergangenen Jahr im Stream zu Wort. Als Co-Moderatorin steht Jan Vogler die Sängerin Ute Lemper zur Seite.

Der Stream wird auf der Webseite, über den Youtube- und den Facebook-Kanal der Dresdner Musikfestspiele sowie über die Kanäle von »Music Never Sleeps NYC« ausgestrahlt. Aktuelle Informationen zum Programm gibt es unter dem Hashtag #musicneversleepsDMF sowie auf der Webseite der Musikfestspiele.

Hier und Jetzt

Staatliche Kunstsammlungen zeigen in Kooperation mit der HfBK junge Kunst in digitaler Outdoor-Ausstellung

Auf Initiative der „Artist’s Advocat“-Stipendiatin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Lisa Maria Baier, und in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) präsentieren beide Institutionen vom 30. April bis 11. Juni 2020 die Outdoor-Aktion „Hier und Jetzt“. Auf fünf digitalen Stelen, die sich rund ums Residenzschloss und dem Gebäude der Kunsthochschule befinden, werden im Wechsel Arbeiten von 23 Dresdner Künstlerinnen und Künstler auf Bildschirmen präsentiert. Über einen QR-Code, der über das Smartphone eingescannt werden kann, erfahren Interessierte Zusatzinformationen über die an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen und Künstler. #hierundjetzt

Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sind:
ARTOURETTE, Grit Aulitzky, Lisa Maria Baier, Gyde Becker, Dana Berg, Elise Beutner, Felix Ermacora, Deborah Geppert, Wiebke Herrmann, Tilman Hornig, Claudia Kleiner (im Bild: Webung 20.11, 2020), Ullrich Klose, Jan Kunze, Ludwig Kupfer, Moritz Liebig, Stephanie Lüning, Ruben Müller, Josef Panda, Polizeiklasse Dresden, Christian Rätsch, Daniel Rode, Anton Schön, Josefine Schulz. Mehr Informationen.

Rudis Corona Kino

Das Theaterhaus Rudi bietet Theaterinteressierten online im wechselndem Rhythmus kleine Filme aktueller oder vergangener Inszenierungen unter dem Titel  „#WirBleibenZuhause – Rudis Corona Kino“.

Zu sehen sind im Wechsel Szenen aus „Shakespeares Kaufmann“ und „Ein Sommernachtstraum“ der Theatergruppe Spielbrett, eine Folge „Das Kneipenschiff“ und „Schauspielen ist ein Handwerk“

„Shakespeares Kaufmann“ eine Dramödie mit Herz und ein Krimi ums Blut unserer Welt: das Geld. Da auch „Das Kneipenschiff“ momentan nicht in die große weite Welt fahren darf, kommt es ins Wohnzimmer geschippert. Ein theatralischer Schiffbruch an den Klippen des Humors.

Die Gruppe Spielbrett kann´s nicht lassen und gibt im Homeoffice unter dem Titel „Schauspielen ist ein Handwerk“  eine kleine Einführung in die grundsätzlichen Gesten der Schauspielkunst zum Zuschauen, Schmunzeln und Mitmachen.

Alles zu finden unter Theaterhaus Rudi

Corona Creative

MDR KULTUR startet digitales Festival mit 20 Corona-Filmideen

Kinderabenteuer, Zirkusgeschichten und Alltagsmomente aus dem „Dorf der Spatzenjäger“: Über 300 Filmideen (im Bild: „Das Virus im Tal der Spatzenjäger“, Copyright: obs/MDR/Yvonne Andrä) wurden nach dem Aufruf zu „Corona Creative“ beim MDR eingereicht. Jetzt hat der Sender 20 Beiträge ausgewählt, die im Rahmen eines digitalen Filmfestivals vom 24. April bis 1. Mai auf mdrkultur.de und im TV zu sehen sein werden. Am 24. April, 23.50 Uhr, zeigt das MDR-Fernsehen die ersten sechs Beiträge. Mit der Initiative will der MDR Filmschaffende der Region mit einem Sonderetat unterstützen und ihnen in schwierigen Zeiten eine Bühne bieten.

Das digitale Filmfestival „Corona Creative“, ist ab 24. April im TV, in der ARD-Mediathek, bei mdrkultur.de und auf dem MDR DOK Youtube-Kanal zu sehen – mit täglichen Premieren, Zusatzinformationen über die Regisseurinnen und Regisseure sowie der Möglichkeit, über Projekte zu diskutieren. Digitale Premiere feiern u. a. die Kurzfilme „Der Zirkus ist in der Stadt.“, „Das Virus im Dorf der Spatzenjäger“, „Schwanger in Zeiten von Corona“ und „Mayas Abenteuer“.

Die Bremer Stadtmusikanten als Stream auf der tjg.-Seite

Ab 20. April steht eine Aufzeichnung der tjg.-Puppentheater-Inszenierung „Die Bremer Stadtmusikanten“ (UA) nach den Brüdern Grimm in einer Fassung des Regisseurs Lorenz Seib (Foto: Marco Prill) sowohl auf der Webseite des Theaters als auch auf dem Youtube-Kanal des tjg. bis einschließlich Sonntag, 3. Mai (20 Uhr) online und kann jederzeit abgerufen werden. Mit dem Stream erweitert das Dresdner Kinder- und Jugendtheater neben der Videoclip-Serie #tjgistfürdichda, der digitalen Probebühne der Theaterakademie und weiteren Formaten noch einmal sein digitales Angebot für das Publikum.

Von Pflanzen und Menschen

Video-Rundgang im Hygiene-Museum

Mindestens bis 3. Mai muss das Deutsche Hygiene-Museum geschlossen bleiben. Bis es soweit ist und das Museum wieder öffnet, lässt sich die Zeit der Schließung mit einem kurzen Videorundgang in drei Teilen durch die Sonderausstellung „Von Pflanzen und Menschen“ verkürzen. Eigentlich wäre die Ausstellung nur noch bis Sonntag zu sehen gewesen – eigentlich … Wer diese verpasst hat oder einfach noch einmal bestaunen will, ist zu dem digitalen Streifzug über den grünen Planeten eingeladen.

Teil 1 ist hier zu sehen, Teil 2 hier und Teil 3 hier.

(Re)Search & Share

Digitales Ausstellungsformat im Kunsthaus Dresden

(Re)Search & Share ist ein digitaler Projektraum, der dazu einlädt, künstlerische Feldforschung und damit Prozesse der Beobachtung und Materialsammlung exemplarisch mitzuerleben. Im Ausstellungsraum sehen wir oft nur das fertige Produkt – Kunst entsteht jedoch wie vieles andere auch fortlaufend, in einem Prozess der Veränderung. Hierbei wird die Möglichkeit einer langfristigen prozessorientierten Arbeit an Zwischenständen und künstlerischen Experimentierfeldern über die klassische Ausstellung hinaus geboten. Das Projekt ist als sich fortsetzende Reihe der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern gedacht und wird sich auch zukünftig im Programm des Kunsthauses wiederfinden. Für den Auftakt des Projektes wurden die Künstlerinnen Sonya Schönberger und Gabriela Oberkofler eingeladen, einen aktuellen künstlerischen Arbeitsprozess in Bild, Text, Zeichnung, Ton oder Video zu teilen.

Pflaumenbaum (work in progress) von Sonya Schönberger ist über mehrere Jahre angelegt. Das Projekt, das von einem Pflaumenbaum auf einer Parzelle in einer Berliner Kleingartenanlage im Stadtteil Britz ausgeht, wird auch während es im Showroom (Re)Search & Share sichtbar ist, stetig weiterentwickelt.

WIESEN RAUMEN von Gabriela Oberkofler entsteht während des aufgrund der Corona-Pandemie ausgedehnten aktuellen Aufenthaltes der Künstlerin in ihrem Heimatort in Südtirol. Das ‚Raumen’ und die dazugehörigen Feuer sind Teil der uralten alljährlichen Landschaftspflege auf den Almen. Das ‚Raumen’ gehört zu den wenigen Tätigkeiten im Freien, zu denen die Familien trotz der Einschränkungen ihre Häuser verlassen dürfen. Seit Mitte März gelten in Südtirol weitreichende Einschränkungen der alltäglichen Bewegungsfreiheit und Produktion.