Spülpalast im Hof der Technischen Sammlungen

Als Gegenentwurf zu Müllbergen und Wegwerfkultur hat das Studio umschichten, ein Architekturbüro aus Stuttgart, auf Einladung des Kunsthauses Dresden und der Technischen Sammlungen für das Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt ein riesiges Geschirrspülgebäude, den Spülpalast, entwickelt. Da die BRN in diesem Jahr ausfallen musste, nimmt der Spülpalast eben auf dem Hof der Technischen Sammlungen demnächst den Probebetrieb auf.

Vom 11. bis 14. August wird aus Becken, Kanistern, Rohren und Solarpanels ein Palast gebaut. Eine Woche später beginnen die Waschprogramme, begleitet von Workshops zur Herstellung von Seife, zum Selberbauen von Solarzellen, zu Bioplastik sowie zu Trink-, Grau- und Schwarzwasser und dem Pfad zurück zur Klarheit. Eröffnet wird der Spülpalast am 14. August um 18 Uhr mit einem Konzert von Brendan.

Das Spülpalast-Begleitprogramm vom 11. bis 23. August 2020 auf: www.tsd.de
Anmeldung für die Workshops für Kinder und Jugendliche unter:
sevice@museen-dresden.de

ehrensache.jetzt – nachtaktiv

Acht kreative Stunden für eine gute Sache

Bei ehrensache.jetzt – nachtaktiv stellen Werbeagenturen und Freiberuflerinnen und Freiberufler aus der Kreativbranche ihre Dienste unentgeltlich für die gute Sache zur Verfügung: Mit Vereinen und Initiativen wollen sie zusammen Produkte für deren Öffentlichkeitsarbeit gestalten, die für den Erfolg gemeinnütziger Projekte eine große Bedeutung hat, für die aber oft zu wenig Zeit, Kraft oder Geld vorhanden ist. Insgesamt vier Teams werden über Nacht an unterschiedlichen Aufgaben arbeiten bis zur Präsentation der Ergebnisse um Mitternacht. So können beispielsweise ein neues Logo, ein Flyer, Banner oder Plakat, ein neuer Social-Media-Auftritt, Fotos für die Website oder ein Pressetext entstehen. Auch die Planung eines Events ist möglich oder die Überarbeitung einer Vereinswebsite. In jedem Team wird ein fertiges Produkt entstehen, das die Organisation mit „nach Hause“ nehmen kann und das ihr dabei helfen soll, ihre Botschaft in der Öffentlichkeit wirksam zu präsentieren.

„ ehrensache.jetzt – nachtaktiv“ findet am 16.9.2020 in der Zeit von 17 bis 1 Uhr in den Räumen der Kreativagentur CROMATICS in Dresden statt. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Bis 30.8.2020 können sich gemeinnützige Dresdner Vereine und Initiativen bei der Freiwilligenagentur ehrensache.jetzt der Bürgerstiftung Dresden um die Teilnahme bewerben. Die Ausschreibung, der Bewerbungsbogen und die Teilnahmebedingungen sind zu finden unter: www.ehrensache.jetzt/nachtaktiv

Der Bewerbungsbogen ist ausgefüllt per E-Mail zu senden an: info@ehrensache.jetzt

Nicht Museum für zeitgemäße Kunst

Am 25. Juli entsteht am Neumarkt für einen Tag das Nicht-Museum

Bildende Kunst an Bauzäunen, wie in einem Schaudepot, Musik unter freiem Himmel, Tanz auf Kopfsteinpflaster, Lesungen im offenen Stadtraum, Videos kämpfen auf ihren Monitoren mit den Sonnenstrahlen. Aber, es ist mehr als nichts und es ist ein Fest: Das Nicht-Museum ist Behauptung und Pop-Up, Nachsinnen, Betrachtung und Bekenntnis.

250 Künstlerinnen und Künstler aus Dresden, der Region, Deutschland, Europa und der Welt sind bereits zur Eröffnung in der Nicht Kollektion vertreten. Sie unterstützen die Idee und haben Werke der bildenden Kunst, Videos, Filme, Performances, Musik und vieles andere mehr beigetragen. Ihre Kunst ist aktuell, sichtbar und lebendig.

Das Nicht-Museum soll einen temporären Ort der Präsentation, der Kontemplation, aber auch für Diskussion der Rollen von Kunst, gesellschaftlichem Selbstverständnis, Fragen nach Beschaffenheit und Funktionen heutiger und künftiger lebendiger musealer Räume für Kunst und Künste erschaffen.

Die Kunst muss auch gefeiert werden: Das Nicht-Museum für zeitgemäße Kunst Dresden wie auch das umfangreiche, internationale Live-Programm ist ausschließlich und einmalig am 25. Juli 2020 von 14 bis 22 Uhr zu erleben.

Künstlerinnen und Künstler aller Genres und Interessierte sind eingeladen, sich mit eigenen Werken, Aktionen, Ideen oder einfach mit helfenden Händen zu beteiligen. Kontakt, Infos und Beteiligung: nichtmuseum@gmail.com oder mobil unter 0177-785 30 59.

Zwischen Analog und Digital

Die Kunsthochschule in Zeiten von Corona

Prof. Anton Henning im Gespräch (Foto: Katja Zehrfeld)

»Wem gehört dieser Raum?«

Als Antwort auf die Schließung von kulturellen Institutionen, also Innenräumen, haben sich die Studierenden der Fachklasse für zeitbasierte Medien von Prof. Carsten Nicolai mit möglichen Ausstellungsformaten im öffentlichen Stadtraum auseinandergesetzt. Das Plakat als Medium steht im Zentrum dieser Überlegung. Plakate dokumentieren gesellschaftliche Entwicklungen und spiegeln wechselnde Stile in der Kunst. Dieser »Mehrwert« ist es, der aus einem Plakat ein Kunstwerk machen kann. Durch das modulare Layout sind die Plakate visuell miteinander verbunden. Eine Inspirationsquelle waren auch die für Dresden bekannten Formbausteine. Die Plakate entstanden durch die Kommunikation der Studierenden über Online-Meetings im digitalen Raum.

Klasse Carsten Nicolai »Wem gehört dieser Raum?«

Die derzeit ungenutzten Werbeflächen der Firma Mambo Plak in Dresden werden zum »Ausstellungsraum«. Die Dauer der Ausstellung im öffentlichen Raum ist ungewiss. Durch den Hashtag #KCN und einen QR-Code findet eine Verknüpfung zurück in den digitalen Raum statt. Die Aktion ist so angelegt, dass sie auch künftig im digitalen und analogen Raum wiederholt und ergänzt werden kann. Die Ausstellung versteht sich ebenso als ein Format, jedem den Zugang zu Kunst zu ermöglichen, jungen Künstlern und Künstlerinnen eine Plattform zu bieten und so die Sichtbarkeit der Dresdner Kunstszene zu bewahren.

Prospektive, Lena Dobner »Strecke« 2019

Im Oktogon, der Kunsthalle der HfBK, treffen unter dem Titel »Prospektive« 46 Künstlerinnen und Künstler zusammen, die an der Akademie in Wien bei Daniel Richter und bei Ralf Kerbach in Dresden studieren. Kuratiert von Liam Floyd (Dresden) und Paolina Wandruszka (Wien) schaut »Prospektive« in die Zukunft eines traditionellen Mediums der Kunst: der Malerei. Die Ausstellung versteht sich als Gegenentwurf zum gängigen Ausstellungsformat: der Retrospektive, dem Rückblick also.

In der Ausstellung geht es darum, das Werk von Kunstschaffenden in den Blick zu nehmen, die der Kanon (noch) nicht kennt, die sich einer Einordnung vielleicht sogar entziehen. Es geht also nicht um Namen, sondern um die Kunst selbst, die sich vielleicht gerade an der von Unsicherheit und Leichtigkeit geprägten Schwelle zwischen Ausbildung und Autonomie offenbart. Es geht um die Frage der Zukunft von Malerei, um das Hinterfragen von Betrachtungsweisen und die verschiedenen Auffassungen von Kunst.

Die Idee, beide Klassen für ein gemeinsames Ausstellungsprojekt zusammenzubringen, entstand während eines Studienaufenthalts von Lena Dobner (Kerbachklasse, Dresden) bei der Klasse von Daniel Richter in Wien im Sommer 2018. Nina Gross aus der Wiener Klasse und Lena Dobner entwickelten in dieser Zeit gemeinsam das Konzept der Ausstellung.

Die Ausstellung »Prospektive« ist vom 24. Juli bis 30. August 2020 im Oktogon der HfBK zu sehen.Und wer es nur digital möchte, dem sei die seit 15. April wieder verfügbare neue Version von kunstknall empfohlen.

Internationale Schostakowitsch Tage Gohrisch – virtuell

Coronabedingt können zwar die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch nicht wie gewohnt stattfinden, doch hat das Festival gemeinsam mit MDR, ARTE und der Deutschen Grammophon eine virtuelle Alternative entwickelt. Dabei sind in einem einzigartigen Studio-Ereignis am 5. Juli neun Uraufführungen zu erleben.

Dmitry Masleev at Tchaikovsky Concert Hall Moscow © Vladimir Volkov

Ein gewichtiger Teil des ursprünglich geplanten Programms wird als Stream im Internet präsentiert. Insgesamt neun Uraufführungen von Dmitri Schostakowitsch hält der Stream bereit – allesamt Klavierstücke, die von drei herausragenden russischen Pianisten gespielt werden: Yulianna Avdeeva, Dmitry Masleev und Daniil Trifonov.

Die drei Interpreten finden sich über die Kontinente hinweg zu einem einzigartigem Studio-Ereignis zusammen: Yulianna Avdeeva wird in Gohrisch im Hotel Albrechtshof musizieren, wo Schostakowitsch 1960 sein achtes Streichquartett komponierte. Dmitry Masleev spielt in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau und Daniil Trifonov in seinem Haus in Greenwich, Connecticut.

Der Stream wird am 5. Juli 2020 ab 20 Uhr erstmals auf der Online-Plattform ARTE CONCERT unter dem Titel „Schostakowitsch – Entdeckungen“ zu sehen sein. Im Anschluss ist er dort weitere 90 Tage verfügbar. Parallel sind die Uraufführungen auch auf dem YouTube-Kanal der Deutschen Grammophon zu erleben.

https://www.schostakowitsch-tage.de/willkommen/

Mit Abstand das Beste

Open-Air-Theater in der Jungen Garde

Seit Mitte März vermissen sich Künstler, Theater, Kulturveranstalter und Publikum gegenseitig. Grundsätzlich könnten unter Auflagen fast alle Dresdner Theater wieder spielen, gleichwohl sind Bespielungen unter den geltenden Hygieneregeln unwirtschaftlich. Aust Konzerte als Betreiber der Freilichtbühne Junge Garde mit einer Gesamtkapazität von 4.900 Zuschauern bietet nun für circa 900 Besucher eine Alternative für den Kultursommer in Dresden. Garde-Betreiber Rodney Aust, das Boulevardtheater Dresden, das Tom-Pauls-Theater Pirna, die Agentour (Humorzone Dresden), die Booking-Agentour Sommerfeld und die Jazztage Dresden haben sich zusammengeschlossen und bieten ab 26. Juni bis in den September hinein ein Theater-Open-Air, das vor allem einheimischen Künstlern wie Tom Pauls, dem Zwinger-Trio-Dresden, Olaf Schubert, Anna Mateur, Miss Chantal & Friends, Uwe Steimle, der bereits in den Ruhestand verabschiedeten Hexe Babajaga, den medlz und vielen anderen Bekannten mehr ein Podium bieten will.

Gesamtprogramm unter https://www.junge-garde.com/ Tickets sollten im Vorverkauf online erworben werden, es gibt nur einige wenige Karten an der Abendkasse. Die Preise bewegen sich zwischen 25 und 39 Euro.

SchützRaum

Ein musikalisches Äthernettheater an der Musikhochschule

AuditivVokal, Copyright: Gerhard Richter, 2018

„Über das Internet bekommen wir Impulse vom Publikum, auf die unsere Sängerinnen und Sänger mit einem halb improvisierten, halb strukturierten Musikstück reagieren werden“, so Olaf Katzer, Vertretungsprofessor in der Fachrichtung Dirigieren an der Hochschule für Musik Dresden und künstlerischer Leiter des Vokalensembles AuditivVokal Dresden im Vorfeld des interaktiven Konzertes „SchützRaum – Ein musikalisches Äthernettheater“ am 12. Juni um 19.30 Uhr. Ein Novum.

Neben den Paraphrasen zu Peter Handkes Sprechstück „Publikumsbeschimpfung“ sowie musikalischen Kompositionen von Heinrich Schütz und jungen Dresdner Komponisten, werden u. a. auch improvisierte Kompositionen – sogenannte ‚comprovisations‘ – von Kompositionsstudierenden der Dresdner Hochschule aufgeführt. „Die Studierenden haben eigene Stücke am Computer entworfen, aufgenommen und untereinander zur Bearbeitung weiterverschickt. Herausgekommen sind sieben ‚comprovisations‘, die ohne Zutun des jeweils anderen nicht geworden wären, was sie sind“, so Stefan Prins, Professor für Komposition an der Dresdner Musikhochschule.

Das Projekt von AuditivVokal wird präsentiert von Höfer & Tausch GmbH und möglich gemacht durch zahlreiche private Spenden. Es wird veranstaltet in Kooperation mit dem Hybrid Music Lab der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)

Der Livestream ist abrufbar auf den Känalen von AuditivVokal Dresden:
https://www.facebook.com/auditivvokal.de/
sowie https://www.youtube.com/channel/UCsuyrfVWGhEffoaO9RevyuQ

ZDFkultur und Arte präsentieren Musiker der Staatskapelle Dresden in den Staatlichen Kunstsammlungen

Chamber Soloists der Staatskapelle Dresden, Copyright: Markenfotografie

Auch wenn sich im kulturellen Bereich inzwischen erste Lockerungen nach dem Corona-Lockdown abzeichnen, ist an einen regulären Konzert- oder Opernbetrieb noch lange nicht zu denken. Die großen Orchester stehen vor der Frage, wie und wo sie ihre Musik aufführen können. Die Sächsische Staatskapelle Dresden hat gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein Konzept für eine Reihe attraktiver Konzerte entwickelt, die ZDFkultur und ARTE ab Freitag, den 29. Mai, im wöchentlichen Rhythmus online stellen: https://arte.tv und https://zdfkultur.de.

Mitglieder des Orchesters treten in unterschiedlich kleinen Besetzungen auf – und das ist für sie nichts Außergewöhnliches: Kammermusik spielt in der Geschichte der Staatskapelle traditionell eine wichtige Rolle. Die Konzertorte selbst befinden sich in Dresden und sind einzigartig. Dazu gehören das Audienzgemach und der »goldene« Kleine Ballsaal des Dresdner Residenzschlosses, der nach seiner Rekonstruktion erst im letzten Jahr wieder dem Publikum zugänglich gemacht wurde. Außerdem die Antikenhalle und die Gemäldegalerie Alte Meister im Semperbau am Zwinger, wo vor der berühmten »Sixtinischen Madonna« von Raffael gespielt wird. Der Klingersaal im Albertinum, der Werke des Fin de Siècle beherbergt, rundet die kleine Konzertreise durch Dresden ab.

Lost in digital Space

Eine scripted reality farce zeigt die (Un-)Möglichkeiten künstlerischer Produktion in Zeiten von Corona

Das kollektive Chaos bei Kollektiv Jetzt

Sicherlich, der eine oder andere hat die letzten Wochen auch mal als kreative Pause gestaltet, den Kleiderschrank ausgemistet, Fenster geputzt. Aber nicht jeder hat die Hände in den Schoß gelegt. So beispielsweise das Theatertruppe Kollektiv Jetzt, ein loser Zusammenschluss freischaffender Künstler im Dresdner Raum.

Gemeinsam mit dem Ensemble La Vie e.V. haben sich die Kreativen am Kopf gekratzt und beschlossen, die aktuell gegebenen Möglichkeiten künstlerisch zu befragen. Herausgekommen ist eine mehrteilige über Zoom produzierte Serie, in der Darsteller, Dramaturgen und alle anderen, die eigentlich an der Inszenierung von Shakespeares »Des Widerspenstigen Zähmung« persönlich zusammenkommen wollten, getrennt voneinander aus dem heimischen Büro heraus versuchen, die Sache irgendwie digital zu stemmen. Geht das? Die Antwort darauf gibt es ab dem 28. Mai zu erleben, wenn um 20.30 Uhr die erste Folge mit dem Titel »Jetzt geht’s los!« online gehen wird.

Jeden Donnerstag gibt es um jeweils 20.30 Uhr eine weitere 15-minütige Folge zu erleben. Wir werden hier auf dieser Seite jede aktuelle Folge verlinken. So könnt ihr später auch vergangene Folgen (noch einmal) anklicken.

Hier gibt’s schon mal den Trailer zu »Jetzt!«:

Heute, am 28. Mai 2020, startet um 20.30 Uhr die 1. Folge: „Jetzt geht’s los!“

Den zweiten Teil, der am 3. Juni 2020 um 20.30 Uhr Premiere haben wird findet ihr hier. „Jetzt wollen alle!“

„Jetzt oder nie!“ lautet der Titel der dritten Folge, die am 11. Juni 2020 um 20.30 Uhr Premiere haben wird. Hier geht’s lang:

Welche Intrigen im vierten Teil zu erleben sein werden? Am 18. Juni 2020 um 20.30 Uhr erfahrt ihr es, wenn es heißt „Jetzt wird getanzt!“

Das ist alles nicht mehr auszuhalten? Dem scheint so, denn die fünfte Folge trägt den Titel „Jetzt die Wände hoch!“ und ist ab dem 25. Juni, 20.30 Uhr hier zu sehen:

Ob sie jetzt endlich mal zu Potte kommen? Teil 6 lässt hoffen, denn er trägt den Titel „Jetzt wirds Kunst!“. Zu sehen ist der Spaß ab dem 2. Juli, 20.30 Uhr hier:

High Heels, Perücke und falsche Wimpern, oder was? Am 9. Juli 2020 heißt es um 20.30 Uhr „Jetzt alle in Drag!“.

Mit dieser siebten Folge geht die Serie in die Sommerpause. Die zweite Staffel startet am 2. September 2020!

www.ensemble-lavie.de

1:1 Concerts der Dresdner Philharmoniker

In den vergangenen Wochen war Musik fast nur noch digital zu erleben. Das soll nicht so bleiben. Ab sofort kommen Dresdner Philharmonikerinnen und Philharmoniker zu ihrem Publikum. Jeweils ein Musiker spielt 10 Minuten für jeweils einen Zuhörer. Live, unmittelbar, individuell. Aus einem intensiven Blickkontakt ergibt sich ein persönliches Konzert – unter Einhaltung aller Corona-Schutzregeln.

Bei den 1:1 CONCERTS findet eine ca. 10 minütige, wortlose musikalische Begegnung zwischen einem Hörer und einem Musiker statt. Ein eröffnender  ausgedehnter Blickkontakt ist der Impuls für ein sehr persönliches Konzert – eine ungewöhnliche, für beide Seiten intensive Erfahrung, die Nähe trotz Distanz ermöglicht. Wer spielt und auf welchem Instrument – das bleibt eine Überraschung. Auch mit den Spielorten wird mitunter ungewöhnliches Terrain erobert. Verschiedene Gastgeber stellen dafür ihre Konzertorte zur Verfügung.

Ziel ist es, trotz der aktuellen Einschränkungen im Konzertbetrieb musikalische Begegnungen mit Musikerinnen und Musikern der Dresdner Philharmonie zu ermöglichen.

Die Musiker spielen ohne Honorar, der Eintritt ist frei. Konzertbesucher werden um eine Spende gebeten, die in den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung fließt. Mit diesen Mitteln werden freischaffende Musikerinnen und Musiker bzw. Honorarkräfte des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden unterstützt, die besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden.

Die ersten ersten Konzerte finden am 19. Mai im Kulturrathaus statt. Weitere folgen. Termine können hier gebucht werden.