Antragsstart für Denkzeit-Stipendien

Ab 15. Juli können sich freiberuflich tätige Kunst- und Kulturschaffende um ein Denkzeit-Stipendium bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen bewerben. Die Stipendien sind mit je 2.000 Euro dotiert und sollen in der gegenwärtigen Corona-Pandemie dabei unterstützen, zukunftsweisende Konzepte und Formate zu entwickeln. Insgesamt stehen für das Programm 5 Millionen Euro zur Verfügung.

Antragsberechtigt sind neben freiberuflich tätigen Künstlerinnen und Künstlern erstmalig auch freiberuflich tätige Kulturbeschäftigte wie Kulturmanager, Kuratoren, Musikproduzenten, Dramaturgen, Designer, Maskenbildner, Illustratoren, Übersetzer, Lektoren, Musik-, Kunst-, und Theaterpädagogen sowie vergleichbare freiberuflich tätige Kulturproduzenten.

Obacht! Antragstellerinnen und Antragsteller, die bereits in der ersten Programmphase zwischen 23. April und 26. Mai 2020 einen Antrag eingereicht haben, aber aufgrund der frühzeitigen Überzeichnung des Programmes noch keine Benachrichtigung erhalten hatten, brauchen keinen neuen Antrag stellen. Diese Anträge werden automatisch in das aktuelle Förderverfahren überführt. Personen, die in diesem Jahr bereits ein Denkzeit-Stipendium erhalten haben, sind nicht antragsberechtigt.

Weitere Informationen: http://www.kdfs.de/foerderung/programme/denkzeit/

Dresdner Kulturinseln 2020 bringen zusätzliches Leben in die Innenstadt

Bewerbungen für freiberufliche Künstler ab 2. Juli möglich

Professionelle freiberufliche Künstlerinnen und Künstler aus allen Sparten mit Sitz im PLZ-Bereich 01 können sich ab 2. Juli bis einschließlich 15. Juli mit ihren Programmvorschlägen bewerben. Die Projektkoordination liegt in den Händen der DMG. Unterstützt wird die DMG von einer Bietergemeinschaft aus der Agentur Schröder, First Class Concept GmbH und den Jazztagen Dresden gUG, von der auch das ursprüngliche Konzept für die „Dresdner Kulturinseln 2020“ stammt. Über die Künstlerauswahl entscheidet eine Jury, der neben den vorgenannten Akteuren Vertreterinnen und Vertreter freier Kultur- und Kreativnetzwerke und kultureller Interessenverbände sowie des Amtes für Kultur und Denkmalschutz angehören.

Vielfalt der Dresdner Kulturszene auf zwei Routen

Die Idee: An verschiedenen Open-Air-Standorten im Innenstadtgebiet – Altstadt, Äußere und Innere Neustadt – werden Künstler unterschiedlicher Genres auftreten, jeweils donnerstags bis samstags, für die Dauer von ca. 20 Minuten pro Stunde. Der erste Auftritt beginnt 13 Uhr, der letzte 18:30 Uhr. Am 18. Juli starten die Kulturinseln am Nachmittag mit einer Eröffnungsveranstaltung auf dem Altmarkt und anschließendem Programm bis 19 Uhr. Am 23. Juli geht das erste Dresdner Kulturinseln 2020-Wochenende an den Start, am 5. September das letzte. Die Kulturinseln sind auf eine Kultur- und die Shoppingroute verteilt und werden zeitversetzt bespielt. Besucher, die sich beispielsweise für die Kulturroute entscheiden, können so an einem Tag bis zu sechs unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler bzw. Ensembles aus der Region erleben. Die Inseln sollen die künstlerische Vielfalt der Landeshauptstadt abbilden, mit Künstlern aus verschiedenen Sparten wie Musik, Schauspiel, Comedy, Tanz, Streetart und mehr.

Open Call: https://www.dresden.de/de/kultur/dresdner-kulturinseln-2020.php

Bewerbungen: https://kulturinseln.agentur-schroeder.com/

Neue Allgemeinverfügung in Sachsen ab 27. Juni

Im Freistaat Sachsen gelten weiterhin Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot von 1,50 Meter zwischen Personen im öffentlichen Raum sowie die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, von Reisebussen und Fahrdiensten sowie im Einzelhandel. Darüber hat sich das Kabinett am 23. Juni verständigt. Die neue Corona-Schutz-Verordnung enthält einige moderate Lockerungen. So sind ab 27. Juni Familienfeiern außerhalb des privaten Bereichs z.B. in Gaststätten mit bis zu 100 Personen zugelassen. Öffnen dürfen zudem Musikclubs mit genehmigtem Hygienekonzept, aber ohne Tanz. Alle anderen Vorschriften der bis 26. Juni 2020 geltenden Corona-Schutz-Verordnung bleiben gültig.

Die Verordnung im Wortlaut:

Night of Light: Kreativer Protest der Eventbranche

Auch in Dresden werden markante Gebäude rot angestrahlt

Die Veranstaltungswirtschaft steht mehr als alle anderen Branchen infolge der Corona-Krise unter Druck. Niemand sonst muss derart um seine Existenz, seinen Job, seine Zukunft fürchten. Seit Monaten herrscht quasi Berufsverbot für Veranstalter, Eventagenturen, Techniker, Kulturschaffende und viele Akteure und Dienstleister eines Wirtschaftszweiges, der mehr als 1 Million Beschäftigte aufweist. Durch die Ankündigung, dass Großveranstaltungen jetzt sogar bis zum 31. Oktober verboten bleiben sollen, wird die Lage immer dramatischer.

Um auf die prekäre Situation aufmerksam zu machen, hat sich von Essen aus eine Initiative gegründet, die unter dem Motto „Night of Light“ in der Nacht von Montag auf Dienstag  (22./23. Juni), von 22 bis 1 Uhr, bundesweit markante Gebäude oder auch Firmenzentralen rot anstrahlen will. Die Farbe Rot steht symbolisch für die Alarmstufe Rot für die Veranstaltungswirtschaft, da ein Milliardenmarkt und hunderttausende Arbeitsplätze gefährdet sind. Es geht um einen flammenden Appell an die Öffentlichkeit und Ziel ist ein Branchendialog mit der Politik.

Die lose Initiative hat inzwischen mehr als 3.800 Unterstützer. Über 3.680 Gebäude sollen illuminiert werden. Bundesweit werden in mehr als 200 Städten Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke mit rotem Licht illuminiert.  Auch Dresden wird dabei sein. Die Aktionen sind nicht koordiniert, aber eine Initiativgruppe renommierter Vertreter der Eventbranche hat sich zusammengetan, um in spektakulärer Art und Weise eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt für einen Abend bzw. eine Nacht anzuleuchten. Bilder und Videos der von euch  beleuchteten Objekte und Gebäude können zentral auf den eigens für diesen Anlass erstellten Seiten bei Facebook und Instagram unter dem Hashtag #nightoflight2020 hochgeladen werden.

Zum Hintergrund: https://night-of-light.de/

Sachsen stellt 68 Millionen Euro für Kultur und Tourismus bereit

Der Freistaat Sachsen will den Kultur- und Tourismusbereich in der Corona-Krise mit 68 Mio. Euro in verschiedenen Fördertöpfen unterstützen. Im dem am 9. Juni vorgestellten Hilfsprogramm sind auch umfangreiche Hilfen für die staatlichen Kultureinrichtungen drin, wie der MDR heute berichtete. Alle coronabedingten Einnahmeverluste dieser Einrichtungen sollen damit ausgeglichen werden. Deren Verluste beziffert das Ministerium auf 17 Mio. Euro. Die seien im Gesamtpaket enthalten.

Damit bleiben etwas mehr als 50 Mio. für die freien Künstler, Kultureinrichtungen und die Tourismus-Kampagnen.  7 Millionen sind für die Kulturstiftung des Landes vorgesehen. Damit sollen laut Ministerin Barbara Klepsch u.a. freie Künstler gefördert werden. 2 Millionen seien für die Veranstaltungsbranche eingeplant. Der Tourismus soll 5 Millionen Euro zusätzlich bekommen. Klepsch sagte, der Staat könne nicht alle Einnahmeverluste ausgleichen. Man wolle aber Impulse setzen und dabei helfen die Krise zu überstehen. Rund 30 Mio. Euro soll an freie Kulturträger in Sachsen gehen. Dazu gehören Freie Theater, Festivals und Vereine. Profitieren sollen davon speziell Vereine und gemeinnützige Einrichtungen, „die zur kulturellen Vielfalt“ beitragen.

Solo-Selbstständige können im Programm „Denkzeit“ eine Förderung beantragen, um ihre Existenz zu sichern und die Umsatzeinbußen zu kompensieren. Pro Antrag werden bis zu 2.000 Euro ausgezahlt.  1,5 Millionen erhalten die etwa 90 Kinos in Sachsen. Mit ebenfalls jeweils 1,5 Millionen Euro werden laut Ministerium zudem sächsische Filmprojekte und lokale Medien bezuschusst. Die bereitgestellten Gelder bedürfen noch der Zustimmung des Haushaltsausschusses.

Eine Milliarde für den »Neustart Kultur«

In dem am 4. Juni verabschiedeten, 130 Milliarden Euro schweren Rettungspaket der Bundesregierung ist auch eine Milliarde für den Erhalt und die Sicherung der kulturellen Infrastruktur vorgesehen. Ziel der Maßnahmen sei es, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters, das durch die Corona-Pandemie lahmgelegte kulturelle Leben wieder anzukurbeln und dadurch Arbeitsmöglichkeiten für Künstlerinnen, Künstler und allen im Kulturbereich Tätigen zu schaffen.

Demnach sind ca. 250 Millionen eingeplant, um Kultureinrichtungen wieder fit zu machen für die Wiedereröffnung. Die Mittel sollen vor allem Einrichtungen zugutekommen, deren regelmäßiger Betrieb nicht überwiegend von der öffentlichen Hand finanziert wird und sind beispielsweise für die Umsetzung von Hygienekonzepten, Online-Ticketing-Systemen oder Modernisierungen von Belüftungssystemen gedacht.

Mit 450 Millionen sollen vor allem die vielen kleinen und mittleren, privatwirtschaftlich finanzierten Kulturstätten und –projekte unterstützt werden, damit diese ihre künstlerische Arbeit wieder aufnehmen und neue Aufträge an freiberuflich Tätige und Soloselbständige vergeben können. Für Livemusikstätten, -festivals, -veranstalter und –vermittler, stehen 150 Millionen zur Verfügung. Für Theater und Tanz stehen ebenfalls 150 Millionen bereit. Das betrifft Privattheater, Festivals, Veranstalter und Vermittler. Der Filmbereich wird mit 120 Millionen Euro unterstützt. Zugute kommen die Mittel vor allem Kinos, auch Mehrbedarfe bei Produktion und Verleih werden finanziert. Für weitere Bereiche wie Galerien, soziokulturelle Zentren sowie Buch- und Verlagsszene stehen 30 Millionen zur Verfügung. 100 Millionen Euro gibt es für regelmäßig geförderte Kultureinrichtungen, um coronabedingte Einnahmeausfälle und Mehrausgaben auszugleichen.

Das ganze Kulturpaket im Wortlaut: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/eine-milliarde-euro-fuer-neustart-kultur-1757174

Ohne uns ist Stille

Veranstaltungswirtschaft in Not: am 5. Juni 2020, 11 Uhr am Theaterplatz

Erstmals demonstrieren Künstler, Veranstalter und Unternehmen der Veranstaltungsbranche wie Caterer, Barbetreiber und Techniker gemeinsam am 5. Juni vor der Semperoper. Mit einem LKW-Korso aus 30 Fahrzeugen fahren sie durch Dresden und kommen abschließend zu einer Aktion mit 1.000 leeren Stühlen und 1.000 Personen vor der Semperoper zusammen, um auf die Probleme und Wichtigkeit ihrer Branche aufmerksam zu machen.

Aktion Leere Stühle

Die Demonstration soll Forderungen der Veranstaltungsbranche an die Bundes- und Landesregierung untermauern, die das Überleben der Unternehmen und selbstständigen Einzelunternehmen sichern müssen, welche jetzt unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind.

Um 11 Uhr werden namhafte Veranstalter und Theaterbetreiber gemeinsam mit Bühnenbauern, Licht- und Tontechnikern, Messebauern, Eventagenturen, Eventcaterern, Betreibern von Party-Locations, Barbesitzern, Schauspielern, Musikern u.v.a. die dramatische Situation, in der sich eine der größten Branchen Deutschlands befindet, darstellen. Erstmals finden sich vor einer großen Bühne alle zusammen; die Initiative SOS for Culture ist ebenso engagiert dabei wie die Initiativen „Stumme Künstler“, „Leere Stühle“ und der City Management Dresden e. V. Denn eines verbindet alle: Die Forderung nach Absicherung der Unternehmen und Soloselbstständigen.

Zur Aktion: https://www.facebook.com/ohneunsiststille

Stumme Künstler am Königsufer

Aktion für freie Künstler und die Veranstaltungswirtschaft

Mit der im Mai von Jazztage Dresden und Intendant Kilian Forster ins Leben gerufenen Plakat-Aktion wollen die Initiatoren auf die immer prekärerer werdenden Lage von freien Künstlern und die Veranstaltungswirtschaft aufmerksam machen. „Uns fehlen Worte und Stimme. Künstler und Veranstalter möchten wieder spielen und veranstalten, Steuern zahlen und vor allem für Sie, liebes Publikum, da sein und gemeinsam Kunst teilen. Bei den derzeitigen Hygiene-Vorschriften ist es jedoch wirtschaftlich, logistisch und oftmals künstlerisch unmöglich, Veranstaltungen durchzuführen. Selbst ohne Einschränkungen sind bereits jetzt viele der freien Veranstalter und Künstler ohne staatliche und städtische Hilfe existenziell bedroht.“, so heißt es in der Erklärung, an die auch ein Forderungskatalog geknüpft ist.

Bereits die ersten beiden Aktionen vereinten viele Künstler und Veranstalter, Techniker, Bühnenbildnern, darunter bekannte Namen wie Baby Sommer, Gunther Emmerlich, Manfred und Monika Breschke, Philipp Schaller, Tom Pauls, Rodney Aust, Johannes Vittinghof, Mirco Meinel und viele mehr. Die nächste Aktion startet am 27. Mai um 17 Uhr am Königsufer (Gelände der Filmnächte am Elbufer). Angekündigt hat sich dazu u. a. der sächsische Ministerpräsident Michael Kretzschmer. Nun kommt allmählich der Ton zu den stummen Künstlern. Mit „Freude schöner Götterfunken“ interpretieren sie sinnbildlich jeden nur 4. oder 5. aufgrund von Hygienevorschriften belegbaren Stuhl, indem sie nur jede 4. Silbe der Europahymne  singen und musizieren. Hintergrund und weitere Termine unter https://www.stumme-kuenstler.de/

Update 9. Juni: Nächste Demo am 10. Juni, 17 Uhr am Neumarkt.: https://www.facebook.com/events/250743332680227/

Und wieder eine neue Corona-Schutz-Verordnung

Die Sächsische Staatsregierung hat am 12. Mai 2020 die zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassenen Beschränkungen und Verbote weiter gelockert und eine neue Corona-Schutz-Verordnung beschlossen, die ab 15. Mai gilt. Demnach bleiben der Grundsatz der auf ein Mindestmaß zu reduzierenden allgemeinen Kontakte, das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern und die für bestimmte Bereiche erlassene Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung weiter bestehen.

Demnach können künftig Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser, sofern ein von der kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt, wieder öffnen. Angebote in Literaturhäusern, Kleinkunst-Spielstätten, Soziokultur und Gästeführungen sind ebenso möglich.

Geöffnet und besucht werden dürfen Einrichtungen für Fachberatungen im sozialen und psychosozialen Bereich, Seniorentreffpunkte und Angebote der Kinder- und Jugendarbeit ohne Übernachtung, wenn ein mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmtes Konzept zur Hygiene vorliegt sowie professionellen Betreuung sichergestellt ist.  Zusätzlich zu den bisherigen Kontaktbeschränkungen ist künftig auch der Kontakt mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes erlaubt. 

Tanzschulen, Fitness- und Sportstudios, Sportstätten ohne Publikum, Spielbanken, Spielhallen, Wettannahmestellen dürfen wieder öffnen. Freibäder sowie Freizeit- und Vergnügungsparks ebenso, sofern ein behördlich genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Gaststätten, Hotels und Pensionen sowie Hotels und Beherbergungsbetriebe dürfen wieder öffnen, wenn Hygiene- und Schutzvorschriften eingehalten werden. 

Geschlossen bleiben weiterhin Badeanstalten in geschlossenen Räumen, Saunen und Dampfbäder, Messeveranstaltungen, Spezialmärkte, Volksfeste, Jahrmärkte, Diskotheken, Clubs, Musikclubs, Reisebusreisen und Prostitutionsstätten. Bestehen bleibt grundsätzlich das Besuchsverbot für Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Einrichtungen und ambulant betreute Wohngemeinschaften sowie Wohngruppen mit Menschen mit Behinderungen, stationäre Einrichtungen und Wohnstätten der Kinder- und Jugendhilfe.  Der ganze Wortlaut der Verfügung ist hier nachzulesen.

 

Landesverbände fordern Schutzschirm für freie Kulturszene in Sachsen

In einem offenen Brief wenden sich die elf sächsischen Landeskulturverbände an den Ministerpräsidenten, die Kulturministerin und den Finanzminister. Darin fordern sie die Regierung auf, einen Schutzschirm von 20 Mio. Euro über die freie Kulturszene in Sachsen zu spannen. Das Spektrum der Szene reicht hier von Soziokulturellen Zentren und Kulturhäusern, Künstlerhäusern, freien Theaterensembles und Spielstätten, Kunstvereinen und kleinen Galerien, Kunstschulen, Amateurtheatergruppen, Festivals, Musikerinitiativen, Kunstwerkstätten bis hin zu Kulturvereinen aller Sparten. Die Interessengemeinschaft der Landeskulturverbände (IG) kritisiert, dass bisher keine Hilfsmaßnahmen für diesen Bereich greifen und bislang nur die Musikschulen mit 6 Mio. bedacht würden. In ihrem Offenen Brief verweisen sie darauf, dass die freie Kulturszene einen Großteil der fast 1.000 Kultureinrichtungen und Initiativen in Sachsen ausmacht. „ Jetzt muss auch diesen Vereinen geholfen werden. Sonst verlieren wir eine einmalige kulturelle Landschaft, die vor allem in der Kulturellen Bildung stark ist und den Menschen vor Ort Kulturangebote für jeden Geschmack ermöglicht“, so Anne Pallas, eine der beiden IG Sprecher. Die Einrichtungen hätten ebenfalls hohe Einnahmeverluste erlitten und sind damit existentiell bedroht. Allein in der Soziokultur und den freien Theaterspielstätten belaufen sich die Verluste auf monatlich 1.4 Mio. Euro. „Wir befürchten zudem, dass die Kommunen bei zunehmend knapper Kassenlage zunächst die kommunalen Einrichtungen schützen und die freien Träger darüber leer ausgehen. Es darf nicht sein, dass am Ende die Trägerschaft darüber entscheidet, ob eine Einrichtung überleben wird oder nicht.“ so Helge-Björn Meyer, ebenfalls Sprecher der IG.

Hier der offene Brief im Wortlaut: https://soziokultur-sachsen.de/78-news/news/1108-offener-brief