Lockdown wird verlängert

Sachsen verschärft nach der Bund-Länder-Konferenz ab 11. Januar die Kontaktbeschränkungen. Alle geltenden Regelungen bezüglich Ausgangsbeschränkung, Einzelhandel, Kitas, Schulen etc. bleiben bestehen. Wie Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping auf einer Pressekonferenz sagte, müsse man die Zahlen insgesamt deutlich nach unten bekommen, um die Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter wieder zu gewährleisten und die Lage in den Krankenhäusern müsse sich entspannen.

Konkret bedeutet das:
Die Kontaktbeschränkungen werden verschärft, künftig dürfen sich Menschen eines Hausstandes nur mit einer weiteren Person treffen. 
Die Wohnung darf weiterhin nur mit triftigem Grund verlassen werden. Die 15-km-Regel bleibt bestehen. Wege zur Arbeit und dringende Arztbesuche sind davon ausgenommen.
Schulen und Kitas bleiben bis Ende Januar geschlossen. Sie sollen nach derzeitiger Planung erst ab 8. Februar wieder öffnen.
Nur die erste Woche der Winterferien ist eine Winterferienwoche. Abschlussklassen aller Schularten und Vorabschlussklassen sollen ab 18. Januar in geteilten Klassen wieder in die Schulen gehen. 

Mehr dazu unter mdr sachsen sowie sachsen.de
Update: Mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung gilt der Lockdown nun bis 7. Februar 2021. Das hat das sächsische Kabinett am 8. Januar beschlossen. Damit werden die Regeln an die Schließungszeiten der Kitas und Schulen im Land angepasst. Ab 8. Februar sollen Kitas und Schulen wieder öffnen. Das gilt ab 11. Januar.


Kulturgesichter Dresden

Die Aktion #ohneunsistsstill ist eine deutschlandweite Initiative der Veranstaltungsbranche, die seit Mitte März vom bestehenden Veranstaltungsverbot betroffen ist. Kulturschaffende aus Dresden wollen mit der Initiative Kulturgesichter Dresden, die sich im Dezember 2020 als Facebook-Gruppe begründet hat, Sichtbarkeit und Beachtung für die Branche erreichen, die durch die Pandemie existenziell so stark bedroht ist, wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig in Deutschland. Die vielen Gesichter, die neben, hinter und auf den Bühnen für eine bunte Kulturlandschaft sorgen, sollen dabei sichtbar gemacht werden. Ergänzend zu den Aktionen und Aktivitäten anderer Initiativen wie z.B. das Bündnis Alarmstufe Rot oder Berufsverbänden wie dem ISDV e.V., die auf Landes- und Bundesebene für die Belange der Branche eintreten, soll auf lokaler Ebene auf die prekäre Situation der Kulturschaffenden in unserer Stadt aufmerksam gemacht werden. Mit einer Portraitkampagne sollen die vielen, derzeit zur Untätigkeit verurteilten Menschen aus der Veranstaltungsbranche sichtbar werden.

Die Registrierung für die Portraitkampagne läuft noch bis zum 6. Januar 2021. Photoshooting-Termine für Januar sind in Planung.

Initiative Leere Stühle übergibt schwarze Geschenke

Bundesweit wurden Schwarze Geschenke für die Bundesregierung gesammelt, die heute auch am Dresdner Neumarkt an Bundestagsabgeordnete übergeben wurden. Eindringlich mahnte Kathleen Parma, Sprecherin der Initiative, die schnelle Auszahlung der versprochenen Hilfen an. Aktuell erhielten die 200.000 Gastronomiebetriebe ca. 10 Prozent der durch die Bundesregierung beschlossenen Hilfen. Kathleen Parma: „Wir brauchen gerade in der Bevölkerung das Verständnis, dass unsere kleinen Restaurants und Bars nur überleben, wenn eine schnelle Auszahlung erfolgt.“ Bewusst legt die Sprecherin der Initiative Wert auf „klein“ und bezieht sich dabei auf die Sendung „Markus Lanz“, die leider nur den Fokus auf Unternehmen wie Starbucks & Co. gelegt hat.

Ulf Neuhaus, Präsident der Deutschen Barkeeper-Union und Vorstandsmitglied der Initiative ergänzt: „Die aktuelle Oxford-Studie zeigt, dass die Gastronomie nicht der Treiber der Pandemie ist und daher zu Unrecht als erstes geschlossen wurde. Wir fordern daher die Regierung auf, jetzt bereits klare Konzepte zur Wiedereröffnung der Gastrobranche zu entwickeln.“ Die Initiative Leere Stühle sieht hier zum einen die bereits erfolgreich umgesetzten Hygienekonzepte mit Abstandsregelungen, Lüftung etc.. Gleichzeitig macht sie sich auch für die Entlastung der Gesundheitsämter durch den Einsatz der App pass4all stark.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Pflege dringend gesucht

Zur Bewältigung der Corona-Krise werden ehrenamtliche Helferinnen und Helfer dringend gesucht. Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann und die Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Katrin Sachs rufen deshalb die Dresdnerinnen und Dresdner auf, sich freiwillig in Pflegeheimen und als Einkaufshelfer zu engagieren. Wo und wie Ihr Euch engagieren könnt, erfahrt ihr auf ehrensache.jetzt.

Gemeinnützige Einrichtungen und Vereine der Stadt haben Inserate geschaltet, die aktuell ehrenamtliche Mitstreiterinnen und Mitstreiter suchen. Die Einsatzstellen sind unter „Ehrenamt finden“ im Handlungsfeld „CORONA-Hilfe“ zu finden. Über ehrensache.jetzt könnt ihr telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen. Gesucht werden Helfer, die in Pflege- und Seniorenheimen in der Küche, bei der Essensausgabe und im Hauswirtschaftsbereich, bei der Alltagsbegleitung sowie im Pflegebereich und bei der Durchführung von Schnelltests unterstützen. Einkaufshelfer, die Menschen in Quarantäne mit Lebensmitteln versorgen und Apothekengänge erledigen, werden ebenfalls gesucht.

Die Art der Aufgabe, Rahmenbedingungen und Versicherungsfragen werden mit der Einsatzstelle besprochen, auch ob eine Aufwandsentschädigung gezahlt werden kann. Für eine gründliche Einweisung in die Aufgaben, eine Betreuung der Ehrenamtlichen und die Einhaltung der Hygiene-Standards ist gesorgt. Eine Schutzausrüstung wird gestellt.

Das Team ehrensache.jetzt der Bürgerstiftung Dresden ist telefonisch unter 0351-3158161 oder per E-Mail an info@buergerstiftung-dresden.de zu erreichen. Nachfragen zum Thema Pflege beantwortet das Sozialamt per E-Mail an pflegekoordination@dresden.de

Sachsen passt Corona-Verordnung an harten Lockdown an

Das sächsische Kabinett hat seine Corona-Schutzverordnung an die Bund-Länder-Vereinbarungen für den deutschlandweiten harten Lockdown angepasst. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping gab am 15. Dezember die Änderungen bekannt. Sie treten am 16. Dezember in Kraft.

Demnach gelten Lockerungen der Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten nur vom 24. bis 26. Dezember und wurden in der Anzahl verringert. Erlaubt sind Treffen des eigenen Hausstandes mit vier weiteren Personen aus dem engsten Familien- und Freundeskreis. Kinder bis zu 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Silvester gibt es keine Ausnahme von den geltenden Kontaktbeschränkungen. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist verboten, bereits vorhandene Pyrotechnik darf aber gezündet werden. Der Großhandel für Gewerbetreibende bleibt geöffnet, Gewerbetreibende dürfen in Baumärkten einkaufen, Privatleute nicht. Friseurgeschäfte müssen schließen. Die Liste systemrelevanter Tätigkeiten bei der Kindernotbetreuung wird um Bestatter und Schwangerenkonfliktberatungen erweitert. In Alten- und Pflegeheimen sowie bei ambulanten Pflegediensten sind künftig regelmäßige Corona-Tests für das Personal vorgeschrieben, möglichst zweimal pro Woche.

Diese und weitere Regelungen gelten vorläufig bis 10. Januar 2021. Siehe coronavirus.sachsen

Kreatives Sachsen und Maximal lokal

Kreativprodukte und -angebote aus Sachsen und Dresden online

Zahlreiche Kultur- und Kreativschaffende bieten ihre Produkte und Leistungen aktuell online an. In der Online-Plattform Padlet.com kann man sich für sächsische Produkte und Angebote sowie Shops mit seinem Angebot auch gern hier eintragen.

Maximal lokal bringt auf seinen Seiten eine Bandbreite ausgefallener Geschenkideen von Kunsthandwerk über Mode bis hin zu hausgemachten Delikatessen aus Dresden zusammen. Die Konsumzurückhaltung und das veränderte Kaufverhalten im Corona-Jahr bedrohen lieb gewordene Orte unmittelbar in ihrer Existenz. Maximal lokal verbreitet die neuen Absatzwege von Gastronomen, Kulturschaffenden und Künstlern. Die meisten der vorgestellten Ideen sind online verfügbar und damit von der geplanten Verschärfung der Coronaschutz-Maßnahmen ab 14. Dezember 2020 nicht betroffen.

Sachsen ab 14. Dezember im Lockdown

Die sächsische Staatsregierung hat am 8. Dezember angesichts der hohen Infektionszahlen verschärfte Corona-Regeln ab 14. Dezember angekündigt. Geplant sind die Schließung von Schulen, Kindertagesstätten und Horten, Teilen des Einzelhandels, ein öffentliches Alkoholverbot und Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Verkehrsraum. Die angekündigten Maßnahmenlockerungen für die Feiertage bis Neujahr sollen teilweise wieder zurückgenommen werden und nur noch für die Weihnachtstage (23. bis 27. Dezember) gelten.

Demnach gilt vom kommenden Montag an landesweit eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehrsraum (Ausnahme: Waldspaziergänge und Sport). Schulen und Kitas, sowie Teile des Einzelhandels müssen schließen. Geöffnet bleiben Lebensmittelläden, Weihnachtsbaumverkauf, Tierbedarf, Getränkehandel, Großmärkte, Post und Postdienstleistungen, Drogerien, Apotheken, Friseure, Banken, Tankstellen, KfZ- und Fahrradwerkstätten. Pflegeeinrichtungen und Kliniken dürfen nur mit Mundschutz und negativem Test betreten werden.

Erleichterungen über die Feiertage: Maximal 10 Menschen einer Familie können sich zwischen 23.12., 12 Uhr und 27.12., 12 Uhr treffen. Danach gilt wieder die bereits bestehende 5-Personen-Regel aus zwei Haushalten. Der zweite Lockdown für Sachsen ist vorerst bis zum 10. Januar 2021 vorgesehen. Quellen sind hier und hier nachzulesen.

Update 11. Dezember: Die Stadt Dresden verschärft die Regeln schon ab dem 12. Dezember. Der Grund: Dresden hat laut RKI (Robert Koch-Institut) 5 Tage in Folge mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern zu verzeichnen. Demnach ist das Verlassen des Hauses ohne triftige Gründe untersagt. Quelle: Stadt Dresden

Weihnachten neu denken

Im Gespräch mit Familientherapeutin Sylvia Betscher-Ott

Es gibt kaum ein Thema, das in vielen Familien mit weniger Emotionen beladen ist als Weihnachten. In unserem Kulturkreis gilt es als das Familienerlebnis, das der Selbstvergewisserung als Gemeinschaft dienen soll. Also machen sich jedes Jahr Heerscharen von Studenten, Singles und auch Paaren kreuz und quer durch die Republik auf den Weg, um unter dem Weihnachtsbaum die immer gleichen Rituale abzuhalten – gemeinsames Essen, gemeinsames Singen, Erzählen oder Gottesdienstbesuch, dann Geschenke auspacken, sich mehr oder weniger freuen, am nächsten Tag das Gleiche bei Oma und Opa. Und Erleichterung darüber, das Ganze einigermaßen ohne Streit überstanden zu haben. Nun scheint das Fest der Liebe ziemlich unsinnig, wenn allerorten »Kontakte reduzieren« das Diktum der Zeit lautet, und Familien unter dem Brennglas von Corona als »viraler Hotspot« definiert werden. Wie also dieses Weihnachten über die Bühne bringen? Darüber sprach DRESDNER-Herausgeberin Jana Betscher mit ihrer Schwester Sylvia Betscher-Ott, Gründerin des Würzburger Institus für systemisches Denken und Handeln und seit Jahrzehnten als Paar- und Familientherapeutin tätig.

Sylvia Betscher-Ott

Verunsicherung allerorten. Darf die Oma an Heiligabend nun dabei sein, sollte sie? Kann ich mich mit meinen Freunden treffen? Kurzum: Ist das Fest der Liebe in Gefahr?

Sylvia Betscher-Ott: Ja, auf alle Fälle! (lacht). Sicherlich stellen uns diese Weihnachtsfeiertage vor interessante Herausforderungen. Das wohl durchgeplanteste Familienereignis des Jahres lässt sich unter den derzeitigen Bedingungen schlecht planen. Und dies schafft weitere Unsicherheiten in den von vielen als sehr unsicher wahrgenommenen Zeiten. Aber zu sagen ist: Das Feiern in der Kernfamilie ist ja auf alle Fälle möglich. Wer sich unsicher ist, wie älteren oder kranken Familienmitgliedern zu begegnen ist, kann sich mit einem Test ein wenig Zuversicht verschaffen. Aber das Risiko, sich oder andere anzustecken, ist natürlich trotzdem da.

Schafft diese Unsicherheit nicht noch mehr Konflikte, denn an Weihnachten werden ja häufig nicht nur die Gemeinsamkeit betont, sondern auch immer wieder gerne Unterschiede in Charakter und Auffassung thematisiert?

Sylvia Betscher-Ott: Und da hat das Thema, wie die Coronamaßnahmen zu bewerten seien, mit Sicherheit erhebliches Streitpotential. Nimmt man dann noch Auseinandersetzungen, zum Beispiel über veganes Essen dazu, und kombiniert das Ganze mit den Animositäten und alten Wunden, die zu Weihnachten gerne aufgerissen werden, dann mag es in mancher Familie in der Stillen Nacht zu Konflikten kommen. Deshalb würde ich an dieser Stelle den Spieß gerne umdrehen: Statt darüber zu sinnieren, wie schrecklich dieses Weihnachten werden könnte, ist es lohnenswert, über Weihnachten neu nachzudenken.

Die Krise als vielbeschworene Chance?

Sylvia Betscher-Ott: Das hört sich im ersten Moment tatsächlich ein wenig sarkastisch an. Dennoch, wir alle kennen Menschen oder wir gehören vielleicht auch selbst dazu, für die Weihnachten in erster Linie mit viel Aufwand und wenig vergnüglichen Stunden verbunden ist. Und sich aus dieser als Pflichtübung empfundenen Situation zu lösen, dafür bietet Corona einen recht eleganten Ausweg. Vielleicht mag man wirklich lieber Weihnachten zu Hause verbringen, statt für ein paar Stunden Familienfest durch die ganze Republik zu fahren. Vielleicht möchte man sich in diesen Tagen wirklich lieber mit seinen Freunden umgeben und sich nicht die immergleichen Geschichten von Onkel Erwin anhören? Die derzeitige Situation kann die Gelegenheit sein, mit den Eltern und Großeltern zu besprechen, ob man nicht dieses oder jenes bleiben lassen oder anders machen könnte und möchte. Zusammengefasst: Die Chance liegt tatsächlich darin, Rituale zu überprüfen und neue Rituale zu entwickeln.

Aber die Vorstellung, Weihnachten alleine zu verbringen, selbst wenn man sich nach etwas Ruhe sehnt, ist das nicht auch gruselig?

Sylvia Betscher-Ott: Das muss nicht sein. Denn wenn wir uns klarmachen, dass es dieses Jahr vielen so ergeht, fühlen wir uns weniger einsam. Das ist ein tröstlicher Reflex unserer Seele. Vielleicht sollte man für sich überlegen, warum Weihnachten derartig mit Bedeutung aufgeladen ist. Denn objektiv gesehen ist es kein Weltuntergang, wenn Weihnachten einmal nicht so stattfindet, wie es immer stattgefunden hat. Natürlich gibt es Umstände, die einen wenig froh machen. Mein Mann und ich zum Beispiel verbringen Weihnachten mit vielen Freunden. Die großen Festrunden fallen nun aus. Dann ist eben Kreativität gefragt, zu überlegen, wie man trotzdem eine schöne Zeit miteinander verbringen kann, zum Beispiel beim Spazierengehen. Mein Mann und ich werden also dieses Jahr um Weihnachten herum viel an der frischen Luft sein. Und einmal nicht für 15 oder 20 Leute einkaufen zu müssen, hat ja schließlich auch etwas für sich.

Vielen Dank für das Gespräch!

Sylvia Betscher-Ott, Dipl.Soz.Päd., Lehrtherapeutin für System- und Familientherapie (DGSF) Supervisorin (DGSv), Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Weiterbildung in Gesprächspsychotherapie, Eheberatung und Mediation; langjährige Mitarbeit an einer Erziehungs- und Eheberatungsstelle; in freier Praxis tätig mit den Schwerpunkten Therapie, Supervision und Fortbildung; wuerzburger-institut.de

Mietenfond für freie Kulturszene beschlossen

Die Corona-Pandemie hat vor allem die Veranstaltungsbranche schwer getroffen. Tanzen ist verboten, Feiern in Zeiten von Corona schwer bis unmöglich. Die Planung von Veranstaltungen und Konzerten ist derzeit unmöglich – die Betriebskosten laufen dennoch weiter. Der vom Dresdner Stadtrat initiierte und beschlossene Mietenfonds für die freie Kultur- und Kunstveranstalterszene unterstützt daher die Veranstaltungsstätten bei Miet- bzw. Pachtzahlungen oder vergleichbaren Verpflichtungen für maximal drei Monate im Zeitraum März bis Dezember 2020. Eine Bewerbung ist bis 31. Dezember 2020 möglich.

Antragsberechtigt sind sowohl natürliche als auch juristische Personen als Musikveranstalter, soziokulturelle Einrichtungen, Theater, Kleinkunstbühnen sowie Clubs mit Sitz in Dresden, die 2019 mindestens zwei Veranstaltungen monatlich durchgeführt und einen Jahresumsatz unter 1 Million Euro erzielt haben. Die Mittel werden in der Reihenfolge der eingehenden Anträge ausgereicht. Zum Formular hier entlang, Förderrichtlinien finden sich hier.

Sachsen verschärft Corona-Maßnahmen

Die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen ist deutlich gestiegen. Inzwischen liegt der Wochen-Inzidenzwert sachsenweit bei über 240.  Ministerpräsident Michael Kretschmer und Gesundheitsministerin Petra Köpping appellierten nochmals eindringlich an alle Sachsen die Maßnahmen einzuhalten, um das Gesundheitssystem nicht weiter zu belasten. Lockerungen sind einstweilen nicht in Sicht.

Zu den neuen Maßnahmen gehören u.a. ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum und eine Ausgangsbeschränkung, wenn der 7-Tage-Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner fünf Tage in Folge überschritten wird. Menschen in den betroffenen Regionen dürfen nur noch aus triftigen Gründen aus dem Haus, etwa zur Arbeit, zum Einkauf oder um die Kinder in die Betreuungseinrichtungen zu bringen.

Für Sport und Bewegung im Freien sollen sie sich nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. In Geschäften mit einer Fläche von weniger als 800 Quadratmetern darf sich nur eine Person pro 10 Quadratmeter aufhalten, in Geschäften über 800 Quadratmeter eine Person pro 20 Quadratmeter. „Wenn die Sache nicht klappt“, so MP Michael Kretzschmer, „bleibt nur noch ein kompletter Lockdown. Um das zu vermeiden, müssen wir von der Zahl runterkommen.“

Die neue Verordnung tritt am 1. Dezember in Kraft und gilt vorerst bis 28. Dezember. Wahrscheinlich wird sie erneut verlängert.