Kunstmesse »Neue ArT« nach zwei Jahren wieder am Start

Ein facettenreiches Spektrum zeitgenössischer Kunst verschiedener Genres kennzeichnet die Kunstmesse »Neue ArT«, die die Messe Dresden vom 30. September bis 2. Oktober 2022 nach zweijähriger Pause neuerlich präsentiert. Kunst aus anderer Perspektive zu erleben, die dem Betrachter eine persönliche Sichtweise offenlässt, ist das Anliegen dieser Messe. Fernab jeglicher Bewertungen, hat der Besucher die Möglichkeit, sich hier aktiv mit Kunst auseinanderzusetzen.

Neue ArT in der Messe Dresden, Foto: Frank Grätz

110 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Polen, Litauen, Österreich, Frankreich, Italien und der Ukraine werden als Aussteller nach Dresden kommen und auf ca. 1.800 qm Fläche ihr Kunstschaffen präsentieren. Unter dem Motto »Kunst für den Frieden« sind diesjährig ukrainische Künstler geladen. Die Arbeiten dieser Künstler werden am Sonntag, 2. Oktober, 17 Uhr, im Rahmen einer Auktion versteigert, der Erlös wird einem gemeinnützigen Zweck in der Ukraine zugutekommen. Den Auftakt der Neuen ArT bildet die Vernissage am Freitag, 30. September, 19 Uhr, zu der der bekannte Dresdner Schauspieler Ahmad Mesgarha einen Auszug aus seinem Otto-Reuter-Programm geben wird. Parallel zur Kunstmesse Neue ArT findet die Hochzeitsmesse JAwort statt. Beide Messen sind über getrennte Eingänge mit separaten Tickets erreichbar, wobei das Ticket zur JAwort auch zum Eintritt in die Neue ArT berechtigt.

HK

Reverberation Fest im Ostpol und in der Chemiefabrik

Die Dresden Psych Family lädt zu einem farbenfrohen Musik- und Kunst-Spektakel ein, bei dem der gemeinsame Nenner aller Beteiligten die Freude an der psychedelischen Ausgestaltung der jeweiligen Kunst ist. So eröffnen am Freitag im Ostpol 13 Year Cicada aus Berlin. Zooey Agro (Voice, Synthesizer) und ihre Band beschreiben ihre Musik als »Experimental-Electro-Math-Pop«. Darauf folgen Glue Trip aus Brasilien, die uns mit ihrem Mix aus Latin, Dreampop, Brazil-Psych in das innere eines Strandcocktails beamen.

Glue Trip aus Brasilien sind zum Reverberation-Auftakt am Freitagabend im Ostpol zu erleben

Am Samstag steht ein Umzug des Festivals auf das Gelände der Chemiefabrik an. Der Außenbereich lädt bereits ab 15 Uhr ein, den zweiten Festivaltag zu beginnen. Drinnen werden sich dann auf zwei sich gegenüber stehenden Bühnen internationale Acts die Klinken zuwerfen, moderiert von Festival-Host Flux Wildly. Von den Bühnen erklingt Die Wilde Jagd (Krautrock/Pop), orientalische Psych-Musik spielen Sabba 5 (Israel), Love ‚N‘ Joy aus der Ukraine liefern Psychedelic-Indie-Rock mit Einflüssen aus den 60s und 70s, aber ohne Garage-Rock-Touch, Außerdem noch Warm Graves (Dark Ambient, Leipzig) und The Big Idea (Garage/Indierock aus Frankreich).

Am Festivalsonntag im Ostpol wird das Sphere Collective (Modern Dance) zu dem Liveauftritt des Argentiniers (Cumbia Surf Trash) eine einmalige Tanzperformance liefern. Außerdem spielen Mitsune (J/AUS/D) Japanase-Folk-Fusion, deren Klang ganz viel Platz im Kopf schafft.
RS

DRESDNER Kulturmagazin präsentiert: Reverberation Festival, vom 16. bis 18. September im Ostpol (Freitag & Sonntag, Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr) und der Chemiefabrik (am Samstag ab 15 Uhr); Tickets (Tagestickets + Festivaltickets), Timeline und mehr unter reverberationfest.com.

Pussy Riot lebt!

Die russische Aktivistinnengruppe sammelt auf ihrer Europatournee Spenden für die Ukraine

Als die Aktivistinnen vor zehn Jahren in ihrem Punk-Gebet »Heilige Jungfrau schmeiß Putin raus« auf der Kanzel der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau performten, wurden sie weltweit berühmt. Das Kollektiv besteht aus etwa zehn Frauen, die in wechselnden Konstellationen auftreten. Sie kritisieren seit ihrer Gründung auf öffentlichen Plätzen und Bühnen Putin und sein autoritäres Regime. Schon 2014 verurteilten sie in Interviews die Annexion der Halbinsel Krim öffentlich, im Mai 2022 sind sie aus Russland nach Europa geflohen; Maria Aljochina entkam ihren Überwachern – sie steht unter Hausarrest – verkleidet als Essenslieferantin. Seitdem treten drei Frauen der Gruppe auf den Bühnen Europas auf, um solidarisch für die Ukraine einzustehen und Spenden zu sammeln. Zudem fordern sie mit ihren Auftritten und in einem Interview in der Tagesschau im Mai, dass kein Öl und Gas von Russland gekauft werden soll, weil durch diese Gelder die Repressionen im Land und der Krieg in der Ukraine finanziert werden. Zudem verlangen sie die Auslieferung Putins als Kriegsverbrecher vor das Tribunal des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag. Dieser Protest, der durch die Hausarreste und radikalen Äußerungen gegenüber Putin außerhalb Russlands stattfindet, soll zudem nach der Tour auch in Russland weitergeführt werden, ein dauerhaftes Exil schließen die Russinnen aus.

Die aktuelle Tour »Riot Days« ist eine Konzert-Performance mit Marija Aljochina, Diana Burkot und Olga Borisova. Sie vereint Musik, Kundgebung und Theater, indem die Künstlerinnen mit aggressivem Sprechgesang unerschrocken gegen Putin und seine repressive Politik anschreien. Gleichzeitig neben den Auftritten veröffentlichen die Riot Grrrls ihr neustes Album »Matriarchy now« und ordnen sich damit musikalisch zwischen Pop und Punk ein. Textlich arbeitet es mit viel Ironie und Gegenentwürfen – der Albumtitel steht als Kontrast zu Putins Patriarchat, und sexistische Klischees werden umgedreht. Die künstlerischen Positionen stehen als Zeichen für einen Protest aus der Zivilgesellschaft, für den sie im eigenen Land strafrechtlich verfolgt werden und mit dem sie der Willkür des repressiven Systems ausgesetzt wären. Abweichende Meinungen darf es nicht geben, dort, wo schon das Zeigen eines weißen Papiers ohne Aufschrift oder friedliche öffentliche Gegenproteste zu Festnahmen führen. Diese aggressive Gegenstimme in einem Land, in dem man noch nicht einmal gegen nichts protestieren darf, vereint all jene Kriegs- und Putin-Gegner, die teilweise als politische Gefangene in Russland aufgrund ihrer kritischen Stimme in Gefängnissen ausharren müssen.
Jenny Mehlhorn

Pussy Riot sind am 10. September, 20 Uhr, im Kleinen Haus des Staatsschauspiel Dresden zu erleben.

Es muss gefeiert werden

Spielzeiteröffnungsfeste

Schöne lange Theaternächte sind zum Auftakt der neuen Spielzeit zu erwarten. So eröffnet die Semperoper mit »chasing waterfalls« am 3. September innovativ und progressiv die Saison. Auch im und vor dem Schauspielhaus wird der Beginn des neuen Theaterjahres gefeiert. Ab 16 Uhr gibt es auf dem Postplatz Kinderbespaßung, den Auftritt der Jazz-Folk-Band Leléka und im Anschluss Tangotanzen für alle – mit Anleitung und Live-Band. Im Haus besteht die Möglichkeit, sich über die Bereiche hinter der Bühne zu informieren. Und auch diese Jahr gibt die große Saisonvorschau Einblicke in die Vorhaben der neuen Spielzeit. Und abgerundet wird der Abend mit Live-Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden.

Die Staatsoperette bietet in ihrem 75. Bestehungsjahr beim Kraftwerk Mitte-Fest, ebenfalls am 3. September, die Gelegenheit, sich um 16 Uhr im Theaterfoyer einen musikalischen Einblick in die kommenden fünf Premieren der Saison zu verschaffen. In einer rasanten Show stellen sich unter dem diesjährigen Motto »Wir entfachen Magie« einzelne Künstlerinnen und Künstler mit mit spektakulären Nummern vor. Und ab ca. 21 Uhr startet dann die Party.

Pan – Lost in Neverland (Foto: Marco Prill) erlebt am 23. September seine Uraufführung am tjg.

Das tjg. greift eine Woche später ins Geschehen ein. Am 11. September sind zum Picknick zum Saisonauftakt ab 12 Uhr alle interessierten Kinder, Jugendliche und Familien eingeladen, sich über die Pläne für die neue Saison und die Möglichkeiten bei der Theaterakademie zu informieren. Zugleich findet der erste von vier Familien-Sonntagen statt: Im Kranfoyer und auch in den Außenanlagen wartet eine riesige Anzahl von Gesellschaftsspielen und und anderen Spielmöglichkeiten wie auch der tjg.-Tischkicker-Cup. Die erste Premiere in der neuen Spielzeit bestreitet am 23. September dann »Pan – Lost in Neverland«
JB

Drei auf einen Streich

Die Dresdner Musikfestspiele laden zum »September-Festival« in den Kulturpalast

Aufgrund des großen Erfolges – die Jubiläumsausgabe der Dresdner Musikfestspiele zählte 42.000 Besucher, die Ticket-Einnahmen lagen mit 1,4 Mio. Euro erstaunlich hoch und die Auslastung lag bei ebenso erstaunlichen 85 Prozent – verlängern Jan Vogler und das Festival-Team die Musikfestspiel-Saison um ein hochkarätiges »September-Festival«, das Anfang des Monats gleich drei herausragende amerikanische Klangkörper in die Stadt bringt. Den Auftakt gibt das Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von Manfred Honeck mit der Pianistin Hélène Grimaud als Solistin. Das Orchester begeistert nicht nur in seiner Heimat, sondern auch auf zahlreichen Tourneen in aller Welt und geht unter seinem Chefdirigenten in die 14. gemeinsame Spielzeit. Zum Auftakt des Konzerts erklingen die von Tanzmusik inspirierten »Fünf Stücke für Streichquartett« des Tschechen Erwin Schulhoff.

September-Festival im Kulturpalast, Foto: Oliver Killig

Mit Ravels Klavierkonzert folgt ein Publikumsliebling in den Konzertsälen, bevor es dann romantisch und melancholisch wird im Finale mit Tschaikowskys Fünfter Sinfonie. Einen Abend später sind die Geigerin Lisa Batiashvili und das Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin im Kulturpalast zu erleben. Damit gastiert ein weiteres US-Spitzenorchester bei den Musikfestspielen, das neben Karol Szymanowskis virtuosen Violinkonzert mit dem »Poème« für Violine und Orchester die wohl bekannteste Komposition des Franzosen Ernest Chausson erklingen lässt. Das Finale bildet Antonin Dvořáks 1885 in London uraufgeführte Siebte Sinfonie, die mit Beethovens Neunter die Tonart und den poetisch-erhabenen Charakter teilt. Zum Abschluss des September-Festivals ist das Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst am 4. September zu Gast. Auch hier bleiben musikalisch keine Wünsche offen, wenn das als eines der weltbesten Klangkörper gepriesene Orchester und sein Dirigent mit Richard Strauss` Meisterwerken »Macbeth« und »Till Eulenspiegels lustigen Streichen« aufwarten. Wer will, kann diese drei Konzertabende mit US-amerikanischen Orchestern als Epilog des 45-jährigen Jubiläums der Musikfestspiele sehen, die unter dem Motto »Zauber« standen.
HK

Dresdner Musikfestspiele: »September-Festival« mit Grimaud – Pittsburgh Symphony Orchestra – Honeck am 1. September, Batiashvili – Philadelphia Orchestra – Nézet-Séguin am 2. September sowie The Cleveland Orchestra & Welser-Möst am 4. September im Kulturpalast; Konzertbeginn ist jeweils 19.30 Uhr.

Dresden is(s)t bunt

Geboren wurde die Idee zum Gastmahl »Dresden is(s)t bunt« 2015. Gemeinsam zu essen, sich an Speisen und Kulturen aus aller Welt zu erfreuen sowie miteinander ins Gespräch zu kommen, war das simple Konzept der Veranstaltung. Und dank eines regen Zuspruchs ist es das bis heute geblieben. Nun geht das Gastmahl in die 6. Auflage: Dieses Jahr findet das große Picknick am 5. September an einem besonderen Ort statt: Auf der Augustusbrücke und dem Schlossplatz wird eine lange Festtafel aufgebaut. Alle gastfreundlichen Menschen Dresdens sind eingeladen, daran Platz zu nehmen, Essen und Getränke zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Einladung zur Mitwirkung sind in diesem Jahr 100 Kulturpartner gefolgt, die für Musik, Tanz, Gesang und andere Unterhaltung sorgen. Mit knapp 240 Tischen, die zum Verweilen und zur Verkostung einladen, stellt die Veranstaltung 2022 einen neuen Rekord in Sachen Dresdner Gastlichkeit auf.
JB

Gastmahl für Alle 2021 auf der Hauptstraße; Foto: Anja Schneider

5. September, 16-20 Uhr, Augustusbrücke und Schlossplatz.

Die Lange Nacht der falschen Wahrheit

am 2. September im Hygiene-Museum

Am Freitag um 19 Uhr startet mit der Langen Nacht der falschen Wahrheit eines der Höhepunkte im Begleitprogramm der Sonderausstellung FAKE. DIE GANZE WAHRHEIT. Der gewohnte Blick auf die Dinge wird an diesem Abend auf eine harte Probe gestellt: was ist Realität, was Fiktion? Um diese Irritation zu einem künstlerischen Ereignis werden zu lassen, hat das Hygiene-Museum Künstler und Künstlerinnen der Freien Szene aus ganz Deutschland eingeladen. Performances, kurze Theaterszenen, Filme oder ein Radioballett machen die unterschiedlichsten Räume des Museums zu einer großen Bühne. Einige der Aufführungen sind rein zum Zusehen und Zuhören gedacht, bei anderen seid ihr selbst gefragt, zu einem Teil der Show zu werden. Da die Aufführungen parallel und mehrfach stattfinden, kann sich hier jede und jeder nach dem Einchecken seinen individuellen Programmablauf zusammenstellen. Und für alle, die die Lange Nacht noch länger machen möchten, beginnt um 23 Uhr die queere After-Show My body, my truth, my party mit Dance, Rap & Lipsync serviert von Cointreau on Ice aus Berlin.
HK

Drag-Show © Cointreau On Ice

Für die Gäste der Langen Nacht am 2. September ist die Fake-Ausstellung durchgängig von 18 bis 22 Uhr geöffnet. Es gibt keinen Dresscode, aber wer falsche Wimpern anlegt oder das viel zu selten getragene, extravagante Kleidungsstück, ist besonders herzlich willkommen. Tickets und mehr Infos unter dhmd.de

Das kleine Hechtfest

Der Hechtviertel-Verein hatte zwar schon vor längerer Zeit mitgeteilt, dass es in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen kein großes Hechtfest geben wird, aber ein paar engagierte Hechtbewohner stellen nun wenigstens ein Programm für das kleine Hechtfest auf die Beine. Dieses wird sich hauptsächlich in Hinterhöfen, in und vor Lokalen im Viertel abspielen. Viele Kneipen und Gaststätten auf der Rudolph-Leonhardt-Straße wie das Martinez, Der Dicke Schmidt, Tattoo-Café Peckerl, die Galerie Rockefeller und die Theaterruine sowie das Café Saite haben dazu für das Wochenende ein Programm auf die Beine gestellt. So sind auf der Bühne im Sommergarten des Café Saite u. a. zum Opening am Freitagabend Salsacional, am Samstag die Hungarian-Speed-Folks The Transsylvanians um 19 Uhr, Puppentheater mit Josefine Schönbrodt & Jan Maria Meissner am Sonntag um 16 Uhr, Pantomime Rainer König um 17 Uhr sowie Hans –Eckart Wenzel & Band um 19 Uhr zu erleben. Das große Remmidemmi mit zahlreichen Bühnen fällt also aus, trotzdem lohnt der Besuch des kleinen Stadtteilfestes im Hechtviertel.
HK

The Transsylvanians


Das kleine Hechtfest findet am 27. und 28. August im Hechtviertel statt.

Drum and Bass Award Germany 2021/22

Preisverleihung und Aftershowparty in der Chemiefabrik

Die Drum and Bass Awards Germany Season 2021 / 2022 ist im vollen Gange und zu einem Voting gehört natürlich auch eine festliche Preisverleihung. Am 26. August ist es dann in der Chemiefabrik soweit. Neben vielen Nominierten seid auch ihr herzlich eingeladen, daran teilzuhaben. Die Zuschauerplätze sind begrenzt, und im Anschluss gibt es natürlich noch eine zünftige Aftershow-Party.

Camo & Krooked

Das unzertrennliche Duo Camo & Krooked spielt seit Jahren in der obersten Liga mit. Zurecht, denn sie erfinden ihren Sound immer wieder selbst neu, gehen damit voran und haben deshalb ultimative Vorbildwirkung für viele junge und aufstrebende Künstler. Jüngst haben sie mit »Mefjus« alles in einen Skilltopf geworfen und es entsteht Hitsingle auf Hitsingle und keiner kann sich dem so wirklich entziehen. Die Crew von Urge To Move freut sich wie Wiener Schnitzel, dass sie die Jungs für die Awards gewinnen konnten.
HK

Die Preisverleihung startet am 26. August 2022 um 19 Uhr, Aftershowparty ab 23 Uhr mit Camo & Krooked feat. Daxta MC and many more in der Chemiefabrik. Tickets gibt es hier.

Oase der Imaginationen

Deutsch-Tschechischer Kultur-Chillout am 20. und 21. August

Mit einem zweitägigen deutsch-tschechischen Kultur-Chillout präsentiert der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) am 20. und 21. August 2022 den dritten Teil des Kulturfestivals „Alle Macht der Imagination! Tschechische Saison in Dresden“. Unter dem Motto „Oase der Imaginationen“ verwandelt sich Dresden für diese Tage, an denen zudem das traditionelle Stadtfest Canaletto gefeiert wird, in die Hauptstadt des deutsch-tschechischen Kulturdialogs. Auf dem Georg-Treu-Platz in unmittelbarer Nähe zur Frauenkirche und zur Brühlschen Terrasse bietet sich den Gästen eine Vielzahl von Darbietungen.

Krištof Kintera, My Light is Your Light

Dabei wird die Phantasie auf besondere Weise angeregt – etwa durch Riesenpuppen, die durch die Stadt stolzieren, akrobatische Auftritte des Künstlerensembles Bratři v tricku, humorvolles Tanztheater von Koťátko zkázy oder die farbenfrohe Performance des V.O.S.A.-Theaters. Darüber hinaus wird ein Mix aus temperamentvoller jiddischer Klezmer-Musik vom Naches Trio, experimentellem Jazz von Marek Novotný und seinem berühmten Epoque Quartett die Veranstaltungen musikalisch begleiten. Auch für Kinder gibt es ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm: Etwa ein Nachmittag mit den berühmten Marionetten Spejbl und Hurvínek, Märchen vom Duo Kačenka und Theateraufführungen von Theatrikos sowie vom Spielraum Kollektiv. Ein Höhepunkt des zweitägigen Kultur-Chillouts ist das Konzert der tschechischen Kultband Pražský výběr am Sonntag, 21. August, dem Jahrestag der Invasion der Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei im August 1968.

Vorher, um 17.30 Uhr, wird der Gründer der Band, Michael Kocáb mit Toni Krahl, dem Frontmann der Band City und der Geschäftsführung des Zukunftsfonds, Petra Ernstberger und Tomáš Jelínek über die Ereignisse vom August 1968 und ihre aktuelle Bedeutung diskutieren. „21. August 1968 in der Tschechoslowakei – das Ende der Hoffnungen“, so das Thema der Debatte.
HK

Das detaillierte Programm des deutsch-tschechischen Kultur-Chillouts am 20. und 21. August findet ihr hier und hier.