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Letzte Instanz

Im Auge des Sturms

(Drakkar/Sony)


Sie behaupten »Tod und Teufel interessieren uns nicht« (»Ganz egal«) und dann ziehen doch wieder Dämonen ihre Kreise (»Das letzte Mal«). Zwischen einem Statement zum Hier und Jetzt als Selbstreflexion und der etwas pathetisch erzählten Geschichte einer kühlen Trennung liegen in etwa die Welten, zwischen denen die Letzte Instanz pendelt. Mittlerweile vom Septett zum Sextett geschrumpft, schlägt die Dresdner Band mit »Im Auge des Sturms« nach der opulenten Alben-Trilogie »Schuldig – Heilig – Ewig« und der großartigen Jubiläumsshow im letzten Oktober nun etwas andere Töne an. Die Songs sind weniger opulent und verspielt arrangiert, kommen direkter herüber. Die sinfonische Komponente spielt in ihren mitunter sehr komplexen Kompositionen natürlich noch immer eine Rolle, doch beweist die Instanz hier in der Reduktion auf das Wesentliche, nämlich den Song, dass sie nicht nur für ihre Spielfreude bekannt ist, sondern dass ihr musikalisches Können und ihre Vielseitigkeit weiter gewachsen sind. Klassische Feuerzeug-Balladen reihen sich an straighte Rock-Nummern, von Streichern dominierte sphärisch-elegische Stücke an Metal-Riff-Drum-Geballer. Doch bereichern sie ihre eh schon enorme stilistische Bandbreite noch um ein vielschichtig arrangiertes funky Instrumental namens »Opus III« und eine rockige Rilke-Vertonung (»Der Panther«), und beim melancholischen Titelsong sind ungewohnt soulige Untertöne und Singer/Songwriter-Anklänge herauszuhören. Die Letzte Instanz setzt sich damit (wieder einmal) zwischen die Stühle und passt sowohl in die Gothic- als auch in die Singer/Songwriter-Pop-, als auch in die harte Rock-Schublade.
Frog
Letzte Instanz Record-Release-Show & Fantreffen am 3.10.2014 im Eventwerk
www.letzte-instanz.de/
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