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EF

Ceremonies

(and the sound records)


»Denn alles, was entsteht, ist wert dass es zugrunde geht.« Hätte es zu Goethes Zeiten eine Band wie EF gegeben, sie hätte den perfekten Soundtrack geliefert zu den berühmten Mephisto-Worten. Das schwedische Quintett zeigt auf seinem Album Nummer vier, dass es zu den ganz Großen des Postrock gehört. Filigran bauen die Jungs jedes ihrer Stücke auf. So beginnt »Bells Bleed & Bloom« mit verträumten Piano- und Synthie-Klängen sowie ebensolchen Vocals. Nach kurzer Zeit kommt mehr Rhythmus in die Sache: crescendo, crescendo. Dann plötzlich wieder feierliche Stille, bevor die Soundwände endgültig einstürzen. So oder so ähnlich geht es in epischer Länge weiter – die überwiegend instrumentalen Songs sind mit einer Ausnahme zwischen knapp sechs und zwölf Minuten lang. Dabei kommt nie Langeweile auf, das Göteborger five-piece überrascht auch beim wiederholten Hören. Fazit: EFs sensibler Post-Rock ist etwas eingängiger als die Werke von Sigur Rós und »Ceremonies« die perfekte Kombination aus laut und leise.
Stefan Bast
EF spielen am 15.10.2013 in der Scheune.
efmusicsweden.bandcamp.com/album/ceremonies
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