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Cro

Raop

(Chimperator)


»Easy« war ein absoluter Hit. Man hat das Lied gehört und wusste sofort: da wird noch Großes passieren. Auch machte sich ein wohliges Gefühl breit, denn irgendwie wähnte man einen gewissen Rückgriff auf großartige Vorfahren eines anderen Jahrzehnts, wie beispielsweise Eins Zwo oder frühe Deichkind. Was nun aber wirklich dran ist an Carlo aus Stuttgart aka Cro, offenbart jetzt die Veröffentlichung des ersten Albums mit dem fürchterlichen Titel »Raop«. Was soll man davon halten? An der fantastisch produzierten HipHop-Instrumentals scheitert die Platte genauso wenig, wie an mitunter sehr guten Lines – das wirklich riesige Problem sind die schrecklich geistlosen Texte. Cro ist irgendwie nicht eloquent genug, tiefgründige Texte zu schreiben, wie es Casper oder Max Herre größtenteils können und er disst nicht, da er ja der gut gelaunte Panda ist, der ganz deutlich den Kontrast zum sonst sehr gängigen deutschen Prollrap aufzeigen will. Die Konsequenz ist also, dass jedes einzelne Lied nur von Belanglosigkeiten, Cro selbst, Strand, Sonne und Meer erzählt und alles immer wieder voll entspannt, voll geil und voll cool ist. Man kann es einfach nicht ertragen und somit bleibt das traurige Fazit: trotz aller anfänglichen Begeisterung ist Cro leider doch nicht mehr als der Justin Biber einer auf ein monströses Ausmaß gewachsenen Hipstergemeinde.
Tom
Cro am 3.11.2012 live im Eventwerk
cromusik.info
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