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Köttbullar – Der etwas andere Ikeabesuch im projekttheater
»Es könnte alles so einfach sein, ist es aber nicht«. Eigentlich brauchten Britta und Erik nur noch ein Geschenk für die abendliche Vernissage einer Freundin. Doch der Besuch im Möbelhaus stellt beide unerwartet auf die Probe. Denn nicht nur Möbel nutzen sich ab, sondern auch der Reiz der Ehe. Getreu dem Motto: »Reden? – Probleme sind zum lösen da« wurde ihr Zusammenleben zum »Totalschaden«. Die Emotionen kochen im Kinderparadies über. Wo sonst eher Wortkargheit herrschte, sprudelt nun der Kommunikationsfluss über. Und so muss das Paar feststellen, dass sie sich in einem Lebensloch befinden und jeglicher Glanz verloren ist. Es gibt einiges aufzupolieren. Der Ikeabesuch entpuppt sich als Therapiemaßnahme.
Mit Marie-Luise Gunst und Jens Hasselmann liefert das Projekttheater starke Charaktere mit einem impulsiven Naturell. Leider sind die Themen und Probleme altbekannt, und bedienen erneut das Klischee des in die Jahre gekommenen Pärchens. Zum Schluss gibt es das erwartete Happy End. Allerdings wird das Stück durch nette Songeinlagen aufgefrischt. Gepaart mit einer Akustikgitarre serviert das Projekttheater mit Köttbullar eine schmackhafte Beziehungskomödie. Süß und herzhaft, witzig und ernst werden die Probleme offen dargestellt. Mit den stereotypen Alltagsfloskeln liefert das Bühnenwerk zwar keine großartige Tiefsinnigkeit, amüsant ist es aber allemal. Maria Freystein




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