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Gesekt und gefedert.
Die Miniatur einer Deichkind-Show ging am 10. Mai 2017 über die Bühne der Dresdner GrooveStation. Jene Band, die für ihre krassen und durchschlagenden Bühnenshows gefeiert wird, ging diesmal klein, eng und gedrungen als eine intensive aber viel zu kurze Party schnell ihrem Ende entgegen. Dafür schleuderte aber auch die geballte Deichkind-Energie in die Masse der Auserwählten, die in der Verlosung noch ein Ticket ergattern konnten. Man tuschelte, dass es nur 100 Karten gab. Diese kleine, wahnsinnige Familie hüpfte homogen zum Takt der bunten Kunst, die auf der Bühne wütete. Deutsche Texte, die aus der frechen Seele schreien: »Arbeit nervt!«
Witz und Pointe machen die Musik der chaotischen Bande aus. Lauter, schneller und immer neu sauste das Spektakel von links nach rechts. Jeder Zentimeter dieser doch recht kleinen Bühne füllte sich in Klang, Tanz, Kostüm und Glitzerregen. Federn flogen, Sekt sprühte und zwischen blauen, pinken, flackernden Wolken tanzten die Gestalten vor dem Schriftzug »The Power of Love«. Besonderen Unterhaltungswert hatten dabei natürlich auch die ganz speziellen Kostüme der Sänger, die jemandem, der seine Helden vielleicht nur aus dem Radio kennt, überraschen und direkt in ihren Bann ziehen. Schweißgebadet rannten sie durch die Federstürme, teils bunt, teils aber auch nur sehr spärlich bekleidet. Mit Pailletten besetzte Badekappen, Pyramidenhelme, riesige Brillen, eine Monsterwuschelperücke oder aber die bloßen, nackten Körper feierten an diesem Abend mit lautem Echo der Menge ihre pure Liebe zur Eskalation! Luisa Pfannstiel




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