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DDP-Cup 2014 – Ost-Deutschlands größter Tanzwettbewerb bringt das Kongresszentrum zum Beben
Wie aus einer kleinen Veranstaltung im sächsischen Hoyerswerda eine gigantische Tanzshow mit über 700 Tänzern, renommierten Tanz-Juroren und über 1.200 Besuchern wurde, kann sich Organisatorin Dörte Freitag wohl selbst nicht mehr erklären. Der letzte Samstag jedenfalls stellte alle bisherigen DDP-Cups in den Schatten und forderte dabei vom Publikum etliche Stunden Sitzfleisch, dass mit vielen fantastischen Momenten der modernen Tanzkunst belohnt wurde. In fünf Kategorien von »Kidz« über »Showdance Teens« bis zur größten und bedeutendsten Kategorie »Hip Hop« gaben 49 Tanzgruppen aus ganz Ost-Deutschland alles vor den kritischen Blicken einer sechsköpfigen internationalen Jury und dem ausverkauften großen Kongresssaal.

Die Qualität der bis zu sechs Minuten langen Gruppentänze mit drei bis 30 Tänzern bestach dabei mal durch herausragende Choreographien, mal durch Originalität und manchmal, und das bezieht sich vor allem auf die Showdance-Kategorien, waren sie unterhaltsamer als so manches anderthalbstündiges Musical. Da wird plötzlich ein komplettes »Harry Potter«-Buch samt Hogwarts-Express und Kampf gegen Voldemort auf der Bühne lebendig (»Surprise« aus Coswig, Sieger in der Kategorie »Showdance Teens«) oder eine komplexe Choreographie mit sich ständig bewegenden Gefängnis-Gittern und darin, darauf und davor tanzenden Frauen erzählt, eine Geschichte im Stil von »Chicago« (»Dance Attack« aus Weißwasser, 2. Platz in der Kategorie »Showdance«). Highlight waren jedoch die Showdance-Sieger »Raw Diamonds« aus Cottbus mit einer Mischung aus Ballett, Show-Elementen und Performance Kunst, dei denen sich in ihrer Show »Elements« Feuer und Eis auf berührende Art in Wasser verwandelten.
Mit einer irrwitzigen Geschwindigkeit veränderten auch die kleinen und großen HipHop-Tänzer ihre Formationen. Während alle drei Potsdamer »RockerZ«-Gruppen wie gewohnt mit Stilsicherheit und Professionalität diverse Plätze abräumen konnten, überraschten vor allem »Flash Over« aus Chemnitz und »Evolution 7« aus Luckenwalde mit einem Auftritt voller Witz und besonders spektakulären Moves.

Dass es bei einer so großen Veranstaltung bei der Musikauswahl einige Überschneidungen gab und beispielsweise gefühlt ein Dutzend mal zum aktuellen Club-Hit »Talk Dirty« getanzt wurde, musste dabei genauso in Kauf genommen werden, wie regelmäßige Probleme bei der Aussprache der typisch stylisch geschriebenen und englisch benannten Dance-Crews von Seiten des Co-Moderators Falko Meiwald. Im »Medaillenspiegel« des DDP Cups teilten sich schließlich Potsdam, Berlin und die Tanzhochburg Weißwasser den ersten Platz mit jeweils drei Podiumsplätzen.

Dörte Freitag und ihr Organisationsteam haben schon 2013 alles richtig gemacht und den populären Tanzformen mit dem Kongresszentrum in Dresden einen neuen und großen Raum gegeben. Dieses Jahr haben sie ihn bereits fast gesprengt, dass man sich vielleicht wünschen würde, diese Mega-Veranstaltung von 8 Stunden Länge nächstes Jahr auf zwei Tage zu verteilen. Martin Krönert




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