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Zurück auf dem Gleis – Im Interview mit Rosenstolz-Sängerin AnNa R. zu ihrer Tour mit Gleis 8
Im Interview mit Rosenstolz-Sängerin AnNa R. zu ihrer Tour mit Gleis 8
■ Nach Peter Plates Solo-Debüt startet nun auch die ehemalige Sängerin des Duos Rosenstolz AnNa R. mit einer neuen Band durch. Für Gleis 8 hat sie sich mit den Multi-Instrumentalisten Timo Dorsch und Manne Uhlig und dem bei Fans schon bekannten Saxofonisten Lorenz Allacher zusammengetan. Am 8. Dezember spielt die Band im Alten Schlachthof, DRESDNER-Autorin Josefine Gottwald sprach im Vorfeld des Konzerts mit AnNa R. über (Beziehungs-)Experimente, neue Erfahrungen und vor allem: Spaß an der Musik.

Die neue Single »Geh nicht« ist eine eingängige Hymne, die trotzdem Tiefsinn hat. Im Grunde spiegelt das ganze Album breite Erfahrungen wieder. Ist das, was früher Rosenstolz war, inzwischen erwachsener geworden?

AnNa R.: Ja, vielleicht, darüber hab ich noch nicht nachgedacht, eigentlich ist das unser »Mutmach«-Lied. Wenn du gerade mal kurz glaubst, irgendwie funktioniert nichts mehr, keiner hat dich lieb und die Welt geht unter, die Hälfte deiner Menschen ist krank und das Wetter ist schlecht, dann sollte man doch auch die schönen Momente im Leben einfach mal beachten und feststellen: So schlimm ist alles gar nicht und morgen scheint die Sonne auch wieder.

Ist es erfrischend, in der Band mehr musikalische Einflüsse zu haben?

AnNa R.: Für mich ist es etwas ganz Neues, ein Abenteuer. Es ist eine schöne Sache, weil ich bisher ausschließlich mit Rosenstolz Musik gemacht habe. Das waren immer die gleichen Leute und nach über 20 Jahren ist es schon sehr erfrischend, zu gucken, wie andere Leute arbeiten und wie man mit denen zusammenarbeitet. Es ist einfach mal was anderes, was auch sehr viel Spaß macht im Moment.

Inwiefern können Sie jetzt mehr eigene Gedanken einbringen als bisher? Schreiben Sie selbst die Texte mit?

AnNa R.: Wir schreiben alle. Da gibt es jemanden, der eine Grundidee auf den Tisch wirft und alle anderen sagen dann: »Lasst uns das doch so oder so machen«. Somit entsteht eigentlich jedes Lied aus vier Menschen, beziehungsweise vier Köpfen. Das war vorher nicht ganz so.

Bevor Sie die Band gründeten, waren Sie mit Peter Plate schon lange privat befreundet. Was für eine Atmosphäre braucht man, um Musik in der Band zu machen?

AnNa R.: Das muss man einfach ausprobieren und das haben wir ja auch. Wir haben uns ein bisschen Zeit genommen, um zu gucken, ob das funktioniert. Das ist tatsächlich mit einer jungen Liebe zu vergleichen, wir haben uns in Mecklemburg-Vorpommern irgendwo auf dem Land für ein paar Tage eingesperrt und geguckt, ob wir zusammen leben können. 24 Stunden aufeinander hocken Das macht man ja bei Beziehungen, wenn die frisch sind, auch so. Aber das hat erstaunlich gut funktioniert und dann haben wir gesagt: »Okay, jetzt ist es so weit, jetzt sind wir wirklich eine Band und probieren nicht mehr nur so ein bisschen rum!«

Wissen Sie noch, wann Sie das letzte Mal in Dresden waren?

AnNa R.: Ich gehe mal davon aus, dass es 2009 war, aber ich bin mir nicht sicher, ehrlich gesagt. Ich war ziemlich oft in meiner Kindheit und Jugend in Dresden, weil ich immer in einem Kinderferienlager in der Nähe war, und es da immer mindestens einen Tagesausflug nach Dresden gab. Und wir hatten natürlich auch unglaublich gute und beeindruckende Konzerte in Dresden an den Elbwiesen oder in der Jungen Garde im Regen. Und der Dresdner an sich ist ja auch ein sehr aufgeschlossener und netter Mensch finde ich zumindest.
Herzlichen Dank und viel Erfolg für die Tour!

Gleis 8 spielen am 8.12.2013 im Alten Schlachthof; mehr zur Band unter www.gleis8.net

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