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DRESDNER Interviews / O-ton!
Richtig gute Musik! – Die Neuauflage der MusicMatch lädt zum Netzwerken, Entdecken und Feiern
Die Neuauflage der MusicMatch lädt zum Netzwerken, Entdecken und Feiern
■ Nach der Premiere im Vorjahr, bietet die Neuauflage des Festivals »MusicMatch« erneut einen interessanten Einblick in den aktuellen Stand der sächsischen Pop-Musikszene. Sowohl bei der Konferenz, bei der Themen wie etwa D.I.Y. vs. Weiterbildung, ein Popbüro für Sachsen oder »Rare Species: Frauen im Musikbiz« auf der Agenda stehen. Als auch beim abendlichen Festival, das mit Größen der einheimischen Szene wie Dÿse, Trains On Fire, White Shore, Deko Deko, Cuthead & Jacob Korn und Newcomern wie Farid Ben Miles, Ogrom Circus und Schraubenyeti nebst nationaler wie internationaler Beteiligung zeitgleich in Scheune, Ostpol und Groove Station aufwartet. DRESDNER-Redakteur Heinz K. hat sich mit der studierten Musikmanagerin und Gründerin des Musikverlages »Oh, my music« Anika Jankowski unterhalten, die als Produktionsleiterin die Organisation der »MusicMatch« koordiniert.

Ein erklärtes Ziel der MusicMatch ist, die Musikszene Sachsenssichtbar zu machen. Was sind die sächsischen Probleme oder anders gefragt: Worum geht es konkret bei der MusicMatch?

Anika Jankowski: Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem der sächsischen Musikszene eine fehlende Grundstruktur der Musikwirtschaft. Wir haben unglaublich viele gute Band und Musiker*innen, aber sobald sich ein längerfristiger Erfolg abzeichnet à la Kraftklub oder Silbermond, sind sie weg und gehen nach Hamburg oder Berlin. Ab einem gewissen Grad der Professionalisierung der Artists können wir sie nicht mehr im Freistaat halten, da es ebenso an gut organisierten und professionalisierten Agenturen, Verlagen und Labels fehlt. Diese Struktur müssen wir unterstützen mit Netzwerkarbeit, Weiterbildung und natürlich auch mit Startfinanzierungen.

Die Music Match findet zum zweiten Mal in Dresden statt. Welche Resonanzgab es auf die Premiere im letzten Jahr, was ist anders/ besser bei der Neuauflage und was erhofft ihr euch?

Anika Jankowski: Die Resonanz vom letzten Jahr war sehr gut, sodass wir gesagt haben, das wollen wir weiter machen! Vor allem die Konferenzteilnehmer und die Bands waren glücklich, dass endlich mal wieder was im Freistaat passiert, bei dem sie unterstützt und wahrgenommen werden. Generell wird das Festival jedoch kompakter sein, da wir an allen Tagen die drei Locations Scheune, Groove Station und Ostpol bespielen und nicht wie im letzten Jahr acht verschiedene Clubs an verschiedenen Tagen. Am Abend bleiben wir unserem altbewährten Konzept treu. Wir zeigen großartige sächsische Bands sowie internationale Akteure, welche von ihren regionalen Agenturen, Managern, Verlagen etc. präsentiert werden. So wollen wir auch auf die Musikwirtschaft hinter den Akteuren aufmerksam machen.
Wir haben für die kommenden drei Jahre eine Förderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen bekommen, sodass wir auch konzeptionell arbeiten können. In der Konferenz sind unsere Hauptthemen Musikclubs und Integration durch Musik.

Die MusicMatch ist zweigeteilt: Zum einen gibt es die Konferenz mit internationalen Teilnehmern, zum anderen allabendlich ein Festival mit spannenden Bands. Was ist der verbindende Gedanke dahinter?

Anika Jankowski: Der verbindende Charakter ist immer die Musik in Sachsen. Wir wollen einerseits allem, was hier passiert, ein Podium bieten und andererseits unsere Rolle als Tür zum Osten stärken. Wir haben die einzigartige Position in Europa, beide Welten miteinander verbinden zu können. Bei den Konferenzthemen achten wir generell darauf, dass sich alle Branchenteilnehmenden thematisch wiederfinden. Es gibt also Panels für Musiker*innen, für Clubs, für politische Entscheidungsträger*innen und für alle anderen, die sich Infos und Einblicke in die Musikwirtschaft erhoffen.

Was dürfen die Besucher der Music Match erwarten?

Anika Jankowski: Richtig gute Musik!
Besten Dank und viel Erfolg!

20. bis 22. April: MusicMatch 2017 Festival und Konferenz in Scheune, Groove Station und Ostpol; genaues Programm im timer und unter www.music-match.biz

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