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DRESDNER Interviews / O-ton!
Gitarristen aller Länder, vereinigt euch! – Das »Thank's Jimmi Festival« am 1. Mai vor der Scheune
Das »Thank's Jimmi Festival« am 1. Mai vor der Scheune
■ Wroclaw und Dresden verbindet seit 56 Jahren eine Partnerschaft. Schon im letzten Jahr traten die Polen mit einer ausgefallenen, publikumswirksamen und städtepartnerschaftlichen Idee an die Dresdner heran. Und obwohl die plötzliche und ersatzlose Einstellung der durchgehenden Zugverbindung Dresden–Wroclaw (Breslau) zum 1. März diesen Jahres gerade in Hinblick auf den Breslauer Titel »Kulturhauptstadt Europas 2016« sehr fragwürdig ist, wird auch in diesem Jahr eine musikalisch-kulturelle Brücke, mit einem Hauch von Woodstock, zwischen den Partnerstädten geschlagen. DRESDNER-Autorin Ulrike Schirm hat bei Anika Jankowski, Leiterin der Scheune Akademie und örtliche Festival-Organisatorin, nachgefragt, was es mit dem Thank's Jimi auf sich hat.

Was ist eigentlich das Thank's Jimmi Festival?

Anika Jankowski: In Breslau treffen sich jedes Jahr am 1. Mai Gitarristen und performen gemeinsam den Song »Hey Joe« von Jimi Hendrix. Jedes Jahr versuchen sie damit einen neuen Guinnessbuch-Weltrekord aufzustellen. Im letzten Jahr waren es unglaubliche 7.344 Leute auf dem Breslauer Markt und wir in Dresden waren mit knapp 30 Gitarrenhelden zum ersten Mal dabei. Wir hoffen natürlich, dass in diesem Jahr noch mehr zu uns vor die Scheune kommen und in die Seiten hauen, damit wir den Rekord gemeinsam mit Breslau abermals toppen können.

Welche Idee verbirgt sich dahinter?

Anika Jankowski: Der Sinn ist natürlich in erster Linie das städtepartnerschaftliche Zusammenspiel. Es gibt zwar einen regen Austausch zwischen Breslau und Dresden, aber nichts davon ist so richtig publikumswirksam. Ziel ist es 2016, wenn Breslau europäische Kulturhauptstadt ist, fünf bis zehn Partnerstädte live zu verlinken, in denen zeitgleich das Festival stattfindet. Ein kulturelles Event, das über Ländergrenzen hinweg verbindet! Auch unser Titel: »Gitarristen aller Länder vereinigt euch« greift diese Idee auf. Zudem ist es eine Anspielung auf den 1. Mai. Es sind jetzt Kulturschaffende und Kreative, die sich an diesem Tag treffen, etwas gemeinsam entstehen lassen und so ein Zeichen setzen, dass sie die Gesellschaft aktiv mitgestalten.

Was hat Jimi Hendrix mit seinem »Hey Joe« damit zu tun?

Anika Jankowski: Das besitzt natürlich einfach mehr Happening-Charakter, als irgendeine politische Relevanz. Der Song bietet sich musikalisch an, weil er recht einfach zu spielen ist. Er ist außerdem eine gängige Woodstock-Hymne, die ja auch einen gewissen Spirit transportiert. Und hey, Jimi Hendrix ist ja auch der Gitarrengott schlechthin. Als Gitarrist kommt man einfach nicht an ihm vorbei. Dafür sagen wir: »Thank's Jimmi«!

Was wird am 1. Mai genau vor der Scheune passieren?

Anika Jankowski: Es wird eine polnische Band über den Partnerstadt-Austausch bei uns spielen. Außerdem bekommt eine deutsche Band die Möglichkeit, ein Set in Polen zu spielen. Bands können sich mit einem Cover von »All Along The Watchtower« noch bis zum 7. April bei uns bewerben. Gegen 16 Uhr greifen dann alle zu den Gitarren und spielen zur Live-Übertragung aus Breslau und Unterstützung einer Jimmi-Hendrix-Cover-Band mit Lord Bishop als Frontmann »Hey Joe«. Ein kostenloses Open Air, zwischen 13 und 17 Uhr an einem Feiertag und es wird Stände mit internationalen Köstlichkeiten geben. Einfach vorbei kommen, Gitarre und gute Laune mitbringen und los geht's!
Vielen Dank für das Interview!

Thank's Jimmi Festival: 1. Mai; 13 bis 17 Uhr an der Scheune; mehr dazu unter http://scheune.org/datum/2015-05-01.html bzw. unter http://scheune-akademie.de/?p=2190

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